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So soll der Baumwipfelpfad beim Wildpark Lüneburger Heide aussehen. Das Projekt ist mit rund fünf Millionen Euro veranschlagt und wird von allen Seiten unterstützt. Grafik: Kröger-Architektur/nh

Grünes Licht für Pfad über den Baumwipfeln

Hanstedt. Die Planungen für die Errichtung eines Baumwipfelpfades beim Wildpark Lüneburger Heide bei Hanstedt schreiten voran. „Alle Zeichen stehen bisher auf g rün“, sagt Wildpark-Geschäftsführer Alexander Tietz auf LZ-Nachfrage. Und: Die Ratsgremien von Gemeinde und Samtgemeinde Hanstedt sind dem Millionen-Projekt gegenüber „wohlwollend eingestellt, alle Beschlüsse sind bisher einstimmig“, berichtet Olaf Muus, Samtgemeindebürgermeister und Gemeindedirektor in Personalunion. Demnächst befinden sich die Änderungen von Flächennutzungs- und Bebauungsplan in der ersten Auslegung zur frühzeitigen Beteiligung von Behörden und Öffentlichkeit.

Besucherplattform in 39 Metern Höhe

Hintergrund: Im vergangenen August waren die beiden Wildparkgeschäftsführer Norbert und Alexander Tietz mit ihrer Idee an die Öffentlichkeit getreten, einen rund 800 Meter langen Baumwipfelpfad zu errichten, inklusive eines barrierefreien Aussichtsturms mit einer Besucherplattform in 39 Metern Höhe in direkter Nachbarschaft zum Tierpark. Entstehen soll die Anlage auf dem Höhenzug des Ahrberges, mit seiner natürlichen Erhebung von 107 Metern über dem Meeresspiegel. Dabei grenzt das Areal nördlich an das Fauna-Flora-Habitat (FFH) „Garlstorfer und Toppenstedter Wald“ an. Neben einem hervorragenden Rundumblick versprechen sich die Projektverantwortlichen auch einen „einmaligen Höhenblick auf Wolfs- und Freigehege im Tierpark“, heißt es. Denn ein Teil des Pfades soll direkt über den Wildpark führen.

Die Kostenschätzungen für das privatwirtschaftliche Vorhaben lagen zuletzt bei rund fünf Millionen Euro. Zusätzlich zu dem Pfad sind Kiosk, Café, Shop und zirka 350 neue Parkplätze vorgesehen. Außerdem soll unter dem Baumwipfelpfad ein Waldlehrpfad angelegt werden. Zur finanziellen Unterstützung sollen noch Mittel aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“ beantragt werden.

„Der Prozess läuft völlig unproblematisch“

Alexander Tietz sagt: „Wir kommen mit unseren Planungen gut voran, parallel werden über die Gemeinde Bebauungsplan und Flächennutzungsplan geändert.“ Hanstedts Verwaltungschef Muus sagt: „Der Prozess läuft völlig unproblematisch.“ Zumal sich die „Wildpark Lüneburger Heide Tietz KG“ schriftlich bereit erklärt hat, die Planungskosten für die Bauleitplanung zu übernehmen. Die Auslegungen von B- und F-Plan finden parallel in der Zeit vom 20. März bis einschließlich 10. April statt und sind dann für jedermann zur Stellungnahme im Rathaus einsehbar.

Indes liegt der Bauantrag bereits bei der Baubehörde des Landkreises Harburg vor. Kreissprecher Bernhard Frosdorfer sagt: „Der Antrag ist auch bereits in der Prüfung. Allerdings fehlt noch das Planungsrecht, um ihn abschließend bearbeiten zu können.“

Tietz hofft, sobald wie möglich alle notwendigen Genehmigungen vorliegen zu haben, „um danach richtig loslegen zu können, was die Ausschreibungen angeht“. Der Baubeginn sollte eigentlich noch im Herbst 2018 erfolgen. Die Eröffnung wird für 2019 angestrebt.

Von Dennis Thomas

One comment

  1. Barrierefrei. Das ist gut und freut mich wirklich sehr für alle, für die ansonsten an den Barrieren die Welt endet und damit auch eine selbstverständliche Teilhabe am Leben.
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