Aktuell
Home | Lokales | Warnstreik: In den Kitas läuft nur ein Notprogramm
Foto: t&w

Warnstreik: In den Kitas läuft nur ein Notprogramm

Lüneburg. Die Gewerkschaften für den Öffentlichen Dienst haben in den aktuellen Tarifverhandlungen für Donnerstag, 15. März, auch in Lüneburg zu einem Warnstreik aufgerufen. Da Beschäftigte, die am Streik teilnehmen wollen, sich dafür beim Arbeitgeber nicht abmelden müssen, ist unklar, wie groß die Einschränkungen bei der Hansestadt Lüneburg sein werden. In jedem Fall sind einige städtische Krippen, Kitas und Horte vom Streik betroffen:

  • Komplett bestreikt wird die Kita Oedeme. Kinder aus der Kita Oedeme können im Notfall in den Kitas Klinikum und Heidkamp mit betreut werden. Eltern müssen sich aber bitte heute, Mittwoch, noch mit der Hansestadt in Verbindung setzen, Ansprechpartnerin ist Lilo Großert, Tel. 309-3351.
  • Nur eine Notbetreuung bieten Donnerstag die Kitas Kreideberg, Stadtmitte, Schützenstraße, Kaltenmoor, Häcklingen, Klinikum sowie der Hort Hermann Löns an. Notbetreuung heißt, dass die Kitas bei den Eltern abgefragt haben, wer sein Kind zuhause lassen kann – und nur, bei dem das gar nicht möglich ist, der bringt das Kind nach Absprache.
  • Normal geöffnet sind die städtischen Kitas Marienplatz, Ochtmissen, Dahlenburger Landstraße, Heidkamp sowie Hort/Kita Gut Kaltenmoor.

Demo mit 250 Teilnehmern

In den übrigen Bereichen der Stadtverwaltung der Hansestadt Lüneburg oder auch der Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH sind nach derzeitigem Kenntnisstand keine größeren Einschränkungen zu erwarten. Vereinzelt kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Wer auf Nummer sicher gehen will und es einrichten kann sein Anliegen aufzuschieben, sollte erwägen, lieber am Freitag oder in der Folgewoche damit vorbeizukommen.

Die Gewerkschaften haben für Donnerstagvormittag eine Demo mit ca. 250 Teilnehmern angemeldet. sp

6 Kommentare

  1. es geht bei uns nichts mehr ohne erpressung, oder? sowas nennt man kapitalismus. und wer will ihn nicht haben?

    • Mario Böttcher

      Nein das nennt man Grundgesetz!!!! Eines der großen Erfolge unserer Demokratie ist such das Streikrecht. Es ist richtig und gut das Arbeitnehmer sich organisieren und gemeinsam für ihre Rechte kämpfen. Sie kämpfen übrigens sogar für Klaus Bruns damit auch Lüneburgs größter Lesebriefeschreiber im Ernstfall im Krankenhaus bestens versorgt wird durch genug gutes Personal!

      • Ein Streik kann auch verboten werden. Wenn er nicht gerechtfertigt ist. Also ist der Streik keine Aktion die der Arbeitnehmer/Gewerkschaft „einfach mal so“ machen kann. Interessant ist diese Seite …. https://www.tagesschau.de/streik-faq-101.html

      • Chapeau` Das ist absolut korrekt. Es kann nichts sein,daß eine Klinik „Gewinne“ erwirtschaften muss, wie ein Wirtschaftsbetrieb und geführt wird, wie ein Daxunternehmen um einen möglichst höhen Umsatz zu erzielen. Und das alles, weil die Politik sich sagt,daß die Kosten zu hoch sind und man diese „Sparte“, die unwirtschaftich arbeitet , abstossen muss und an Geschäftemacher abgibt. Der Staat hat die „Verantwortung“ dafür, das den Menschen kein Schaden zugefügt wird und der für seine horrenden Steuern vernünftig und ausreichend versorgt wird. Dazu gehört ein venünftiges Gehaltsgefüge bei den Angestellten , für diese extrem schwere Arbeit mit Menschen.
        Wenn der Staat, bzw. das Land dieser Verantwortung nicht nachkommt , muss man ihn darauf aufmerksam machen.

        Ich möchte nicht wissen, wieviele Menschenleben diese Gewinnmaximierung der Kliniken schon gekostet hat.

        • Die Krankenhäuser sind Wirtschaftsunternehmen, z.b. ASKLEPIOS. Die hatten 2017 übrigens einen EBIT von ~10,5% (zum Vergleich: Toyota hatte 2017 ~7%; Daimler ~10%). Ab 15% spricht man von einem „Hoch rentablen Unternehmen“. Und jetzt ratet mal auf wessen Kosten diese Rentabilität erreicht wird. Und dann soll nochmal einer kommen und sagen „Wir haben können uns 4% Lohnerhöhung nicht leisten“

      • Mario Böttcher
        sie erzählen mir ja was ganz neues. dumm nur, wenn es krankheiten gibt, die niemand bereit ist, oder in der lage ist zu heilen, oder? ob da 6% mehr helfen werden? das dumme ist, nicht die reichen werden unter einer erhöhung des verdienstes, des öffentlichen dienstes, leiden. ob darüber auch nachgedacht wird? wohl kaum. wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht, oder? mit nichten Mario. wer verdient bei uns das, was er verdient?