Dienstag , 25. September 2018
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Die kleine Stichstraße Kirchtwiete führt zum Kindergarten. Das Problem: Sie ist zu eng und hat zu wenig Parkplätze. Foto: cm
Die kleine Stichstraße Kirchtwiete führt zum Kindergarten. Das Problem: Sie ist zu eng und hat zu wenig Parkplätze. Foto: cm

Die Kirchtwiete wird zur Einbahnstraße

Lüdersburg. Die Kircheninsel in Lüdersburg bildet eine ausgesprochen idyllische Dorfmitte. Hier, direkt gegenüber dem Golfhotel, findet man rund um die alte Kir che nicht nur das Stehcafé, die Jagdschänke und die Jagdschule, sondern auch den Kindergarten. Doch genau dieses Leben mitten im Dorf sorgt für ein Problem: Es herrscht viel Verkehr. Vor allem morgens und mittags, wenn die Eltern ihre Sprösslinge zum Kindergarten bringen, wird es manchmal eng beim Begegnungsverkehr. Zusätzlich gibt es Probleme wegen fehlender Parkplätze. Das soll sich nun ändern.

Schon seit einem Jahr ist die Verkehrssituation ein Thema

Die Gemeinde Lüdersburg will in der Kirchtwiete eine Einbahnstraße und schräge Parkbuchten einrichten, die Platz für mehr Fahrzeuge bieten. Eine Idee, die nicht überall auf Zustimmung stößt, denn hier gibt es auch einen Anlieger, der mit großen Fahrzeugen vom Hof fahren muss. „Ich beantrage, diesen Tagesordnungspunkt zu verschieben und noch einmal mit den Anliegern zu sprechen“, sagte Stefan Held (CDU) bei der jüngsten Sitzung des Lüdersburger Rats, konnte sich aber damit nicht durchsetzen.

Schon seit gut einem Jahr ist die Verkehrssituation in der Kirchtwiete ein Thema. „Das Problem ist der Begegnungsverkehr Höhe der Jagdschänke“, machte Bürgermeister Klaus Bockelmann (FWGL) deutlich. Bei einem Ortstermin hatte der Kreis Lüneburg die Idee für gut befunden, allerdings auch angeregt, die Einbahnstraße gegen den Uhrzeigersinn erst ab dem Stehcafé einzurichten, damit besagter Anlieger besser vom Hof fahren kann.

Infrastruktur ist Sache der Gemeinde

„Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Anlieger beteiligt worden wären“, sagte Frank Büntig (CDU). Das Gedränge vor dem Kindergarten werde durch die Einbahnstraße nicht gelöst. Auch sieht er die Idee mit den Parkplätzen kritisch. „Wie soll das genau aussehen und warum tragen die Gewerbetreibenden die Kosten nicht mit?“ Bockelmann konterte, dass man die Situation vor dem Kindergarten ohnehin nicht verhindern könne, er aber gern noch einmal ein Gespräch mit den Mitarbeitern führen werde. „Im Zuge der Neugestaltung des Außengeländes werden hier noch zwei zusätzliche Parkplätze entstehen, das könnte das Ganze auch entschärfen“, so der Bürgermeister. Die Parkplatzfrage sah er ganz entspannt. „Infrastruktur ist Sache der Gemeinde, natürlich bezahlen wir das.“

Sonja Strasser-Hildebrandt (SPD) sagte: „Wir hatten eine vernünftige Bürgerbeteiligung, und die Einbahnstraße wird diese sehr gefährliche Situation deutlich entspannen.“ Die Einbahnstraßenregelung wurde mehrheitlich gegen die Stimmen der CDU beschlossen.

Von Claudia Misiek