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Lüneburgs Stadtführer zeigten 88.000 Menschen in 5500 Gruppen die Schönheiten der Hansestadt. Foto: t&w

Der Tourismus in der Heide blüht

Lüneburg. Bei Touristen stehen Lüneburg und die Heide weiter hoch im Kurs, die Urlauber bescheren der Region sogar einen neuen Höchstwert. „Die Übernachtungen i n den Landkreisen Lüneburg, Harburg, Celle, Uelzen und Heidekreis sind um 67.420 gegenüber dem Vorjahr auf den Rekordwert von 5,56 Millionen gestiegen“, sagt Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH. Die Stadt Lüneburg verzeichnet zwar mit 330.199 Übernachtungen ein leichtes Minus von 1,2 Prozent, berichtet Svenja Heuer von der Lüneburg Marketing GmbH. „Allerdings war 2016 auch ein Rekordjahr und der Sommer 2017 relativ verregnet.“

Das gute Ergebnis für die Lüneburger Heide freut von dem Bruch, weil es das „ganz hohe Niveau des Vorjahres“ noch toppte. Während die Zahl der Urlauber stieg, verringerte sich allerdings die Aufenthaltsdauer der Gäste leicht, was von dem Bruch dem zeitweise schlechten Wetter zuschreibt. Durchschnittlich verbringen Kurzurlauber drei Übernachtungen in der Heideregion, viele davon machen auch einen Abstecher nach Lüneburg.

Die Internationalisierung der Region funktioniert

„Erfreulich ist auch, dass die Internationalisierung der Region funktioniert“, sagt von dem Bruch. Die Übernachtungen aus dem Ausland wurden um 4,9 Prozent gesteigert, während der deutsche Markt verhaltener war. Dänemark und Niederlande sind traditionell die stärksten Auslandsmärkte für die Heide.

Grundsätzlich sei man von den Angeboten her gut aufgestellt, ist der Marketing-Chef überzeugt. „Was wir aber brauchen, sind weitere Übernachtungsbetriebe gerade im ländlichen Bereich.“ Ferienwohnungen würden durch Überalterung der Gastgeber wegfallen, sie fehlten am Markt. Eine Alternative sei, „große profitablere Einrichtungen für uns zu gewinnen, zum Beispiel Ferienhausdörfer oder das Hotelprojekt in Luhmühlen. Unser Anliegen ist, die Zahl der vermarktbaren Betten zumindest beizubehalten.“ Wichtig sei beim Thema Internationalisierung, dass künftig in der Heide zweisprachige Hinweisschilder aufgestellt werden – in Deutsch und Englisch.

Kompakte Informationen auf Russisch und Schwedisch

Die Lüneburg Marketing GmbH hat das Thema schon angepackt. Svenja Heuer: „Zurzeit arbeiten wir in großen Schritten an der Internationalisierung, um auch ausländische Gäste in Lüneburg noch besser abholen zu können. Neu erschienen sind aus unserem Haus drei fremdsprachige Flyer (in Niederländisch, Schwedisch und Russisch), alle sind in der Tourist-Info erhältlich. Neu in diesem Jahr ist auch das Projekt Logbuch International in Zusammenarbeit mit der IHK und der Metropolregion Hamburg. Hier werden zum Beispiel Englischkurse für Leistungsträger im Tourismus angeboten.“

Als Städtereiseziel sei Lüneburg nach wie vor sehr beliebt – trotz eines leichten Minus‘ von 2,6 Prozent bei den Besucherzahlen. Insgesamt wurden 160.593 Gäste gezählt, die durchschnittlich zwei Tage blieben. Allein 24.700 Personen, 1700 mehr als 2016, nahmen an Führungen durchs Rathaus teil. Bei Stadtführungen gab es im vergangenen Jahr ein dickes Plus von 4,17 Prozent gegenüber 2016. Knapp 88.000 Menschen wurden laut Svenja Heuer in fast 5500 Gruppen durch Lüneburg geführt.

26 Orte haben an der Umfrage teilgenommen

Dass Lüneburg bei Besuchern gut ankommt, untermauert auch eine im vergangenen Jahr erstmals von der Tourist-Info in Auftrag gegebene Befragung bei Urlaubern und Geschäftsreisenden. 26 Orte von Augsburg bis Wangerooge hatten an der Umfrage teilgenommen. Bei der Gästezufriedenheit heimste die Hansestadt die Note 1,43 ein und belegte damit Platz 2.

Von Antje Schäfer