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Die Fahrbahn nach Hamburg (r.) wird auf sechs Kilometern Länge zur Baustelle. Der komplette Verkehr fließt auf der Richtungsfahrbahn Lüneburg (l.). Damit bleiben eine Spur in Richtung Lüneburg und zwei Spuren in Richtung Hamburg. (Foto: be; Montage: Özdemir)

Jetzt ist die A 39 wieder dran

Lüneburg. Morgen sollen die Vorbereitungen für die nächste Baustelle abgeschlossen sein, damit am Donnerstag die mehrmonatigen Arbeiten auf der Autobahn 39 beginnen können: zwischen der Anschlussstelle Lüneburg-Nord in nördlicher Richtung bis zur B404-Abfahrt Handorf. Dafür wird die Fahrbahn in Richtung Hamburg auf rund sechs Kilometern Länge gesperrt, der Verkehr wird mit auf die Richtungsfahrbahn Lüneburg umgelegt. Das heißt: In Richtung Lüneburg steht auf dem Teilstück weiterhin nur eine Spur zur Verfügung, in Richtung Hamburg werden zwei Fahrstreifen eingerichtet. Eine Umleitung gibt es nicht. Die Arbeiten sollen bis September dauern.

Zuletzt waren die Anschlussstelle Lüneburg-Nord mit Vollsperrung der Hamburger Straße sowie die Lüneburger Ostumgehung saniert worden, die Sperrung wurde am vorigen Donnerstag wieder aufgehoben (LZ berichtete). Warum aber dauerte die Sanierung eines mehrere Hundert Meter langen Stücks nur wenige Tage, während die Erneuerung der A39 mehrere Monate in Anspruch nehmen soll? Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: „Das sind andere He­rausforderungen. Bei der Ostumgehung haben wir die Binder- und Deckschicht abgefräst und neu eingebaut.“ Das entspreche einem Asphaltaufbau von insgesamt zirka elf Zentimetern. Möller: „Bei der A39 erneuern wir den kompletten Straßenkörper, da gehen wir zirka 70 Zentimeter runter.“

Bardowicker fürchten Verkehrschaos

Obwohl keine Vollsperrung der Autobahn geplant ist, gibt es in Bardowick weiter Befürchtungen, dass Autofahrer Ausweichstrecken über die Ortschaften suchen werden, um dann in Winsen-Ost auf die Autobahn in Richtung Hamburg zu fahren. Arndt Conrad, allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, sagt: „Wir appellieren an die Verantwortlichen bei der Straßenverkehrsbehörde, alles dafür zu tun, dass der Verkehr weiterhin fließen kann. Dafür sollten vor allem die neuralgischen Stellen beobachtet werden.“ Beispielsweise die Kreuzung Hamburger Landstraße/Bahnhofstraße in Bardowick, an der es sich auch schon bei normalem Verkehrsaufkommen regelmäßig staut.

Weiterhin laufen auch die Bauarbeiten im Maschener Kreuz. Noch bis Juli ist die Schleife aus Richtung Hamburg von der A1 auf die A39 nach Lüneburg gesperrt. Der Verkehr wird über einen Umweg von zirka acht Kilometern über Hittfeld geleitet und zurück in Fahrtrichtung Hamburg über eine andere Schleife auf die A39 geführt.

Sperrungen an der A7 bei Garlstorf

Aber auch Hamburg- und Hannover-Pendler aus dem westlichen Landkreis Lüneburg, die die Autobahn 7 nutzen, haben mit weiteren Baustellen zu kämpfen: Ab heute beginnen die Sanierungsvorbereitungen zwischen der Anschlussstelle Garlstorf und der Überführung der Landesstraße 212. Zunächst sollen Nothaltebuchten eingerichtet werden. Ab Ende Mai wird die Richtungsfahrbahn Hamburg zwischen Egestorf und Garlstorf gesperrt, die Fahrstreifen werden auf die Richtungsfahrbahn Hannover umgelegt, sodass für beide Richtungen nur noch zwei Spuren zur Verfügung stehen.

Dann soll die Betonfahrbahn zwischen Egestorf und Garlstorf in Richtung Hamburg auf kompletter Breite und einer Länge von 3,5 Kilometern erneuert werden. Die Auffahrt Garlstorf in Fahrtrichtung Hannover wird vom 18. April bis Ende September gesperrt, ebenso die Ausfahrt Garlstorf in Fahrtrichtung Hamburg. Umleitungen erfolgen jeweils über die Anschlussstelle Egestorf. Zudem wird der Rastplatz Garlstorfer Wald im Laufe der Bauarbeiten gesperrt.

Von Dennis Thomas

Stauwahnsinn rund um Lüneburg