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Für die Fahrgastschiffe gibt es bereits Anleger im Bleckeder Hafen, nun soll ein weiterer für ein Hausboot als Seminarzentrum gebaut werden. (Foto: cm)
Für die Fahrgastschiffe gibt es bereits Anleger im Bleckeder Hafen, nun soll ein weiterer für ein Hausboot als Seminarzentrum gebaut werden. (Foto: cm)

Neuer Anleger für Hausboot und Drachenboote

Bleckede. Der Bleckeder Hafen soll lebendiger werden. Dieses Ziel verfolgt die Stadt schon seit Jahren, nun bekommt sie Unterstützung aus der Wirtschaft. Das Bleckeder Unternehmen „Jörg Strehlow GmbH“ möchte in einem Hausboot im Bleckeder Hafen Seminare und Veranstaltungen zum nachhaltigen Angeln anbieten und dafür mithilfe einer Förderung aus dem Leader-Programm einen passenden Anleger bauen lassen.

Da auch die Stadt von dem Anleger profitieren würde, soll auch sie finanziell mit im Boot sitzen, insgesamt 5250 Euro übernehmen. Der Partnerschafts-, Kultur- und Touristikausschuss hat dem Zuschuss während seiner jüngsten Sitzung bereits zugestimmt. Die endgültige Entscheidung muss der Verwaltungsausschuss treffen.

Kofinanzierung als Voraussetzung

Für Strehlow hängt viel ab von der Entscheidung der Stadt. Denn die öffentliche Kofinanzierung ist beim Leader-Programm Voraussetzung für die Förderung privater Antragsteller. „Konkret geht es um 25 Prozent der Fördersumme“, erklärt Bleckedes Bürgermeister Jens Böther. Der Anleger selbst soll laut Projektantrag insgesamt 60 000 Euro kosten, die Leader-Förderung 35 Prozent betragen, in Summe 21 000 Euro. Davon 25 Prozent – besagte 5250 Euro – wären der Anteil der Stadt Bleckede.

Doch für die Stadt selbst kommt das Projekt durchaus gelegen. „Denn im Haushalt 2018 hatten wir für die Beschaffung eines Anlegers für das Drachenbootrennen ohnehin 6000 Euro eingestellt“, sagt Böther. Nun soll der neue Anleger so gestaltet werden, dass er für die Nutzung beim Drachenbootrennen geeignet ist. Bedingung für die Förderung ist zudem, „dass wir als Stadt ein Vorkaufsrecht für den Anleger bekommen“.

Investor kauft das Boot

Entstehen soll der Anleger zwischen den beiden schon vorhandenen Anlegern für die Fahrgastschifffahrt. Zum Projekt selbst heißt es in Strehlows Beschreibung: „Das geplante Hausboot hat eine Grundfläche von 40 Quadratmetern…, besteht aus zwei bis drei Einzelräumen, Küche, Bad, Seminarraum und einer begehbaren Terrasse auf dem Oberdeck.“ Gekauft werde das Boot von einem Investor für rund 175 000 Euro und an die „Jörg Strehlow GmbH“ vermietet. In Zukunft heißt es, „sind weitere Partnerschaften und Investitionen in Bleckede geplant“.

Die „Jörg Strehlow GmbH“ gibt es in Bleckede seit rund zehn Jahren. Standbeine des Unternehmens sind geführte Angeltouren, die Entwicklung und Vermarktung von Angel-Utensilien und Schulungen. Eine Erweiterung im Bleckeder Hafen könnte gut zum Hafenkonzept der Stadt passen. Danach soll das Gelände zwischen Fähranleger und Fahnenmast in den kommenden Jahren umgestaltet, unter anderem mit Liegen, weiteren Sitzmöglichkeiten und Wohnmobilstellplätzen aufgewertet werden.

Das Förderprogramm

Für eine nachhaltige Entwicklung

Ziel des Leader-Programms , eines Förderinstruments der Europäischen Union, ist die „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Gefördert werden in der Periode 2014 bis 2020 Projekte in ausgewählten Leader-Regionen, Bleckede liegt in der Leader-Region Elbtalaue. Dabei sind die Akteure aus der Region besonders eingebunden, unter anderem in einer Lokalen Aktionsgruppe. So sollen die Stärken einer Region optimal genutzt werden.

Von Anna Sprockhoff