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Meteorologe Reinhard Zakrzewski aus Wendisch Evern freut sich auf das erste Wochenende, das zum Grillen bei Temperaturen um die 20 Grad einlädt. Foto: Mahler

Der Frühling in Top-Form

Wendisch Evern. Pünktlich zum Wochenende läuft der Frühling zur Bestform auf. Mit Höchstwerten über 20 Grad liegt vor allem der Sonntag zum Angrillen gut im Rennen.

Ursache ist ein Hochdruckgebiet namens „Leo“. Es hat schon am Freitag jede Menge Sonne für uns im Gepäck. Doch mit maximal 12 Grad wollen die Temperaturen noch nicht mitmachen. Das ändert sich am Wochenende. Bei schwachen bis mäßigen Südostwinden sowie elf bis 13 Sonnenstunden erwärmt sich die Luft in Stadt und Land auf 17, am Sonntag auf grillwürdige 21 Grad. Nur die lockeren Wolkenfelder eines schwachen Tiefausläufers über der Nordseeküste könnten uns am Sonntag noch etwas in die Parade fahren.

Temperaturtrend zeigt erneut nach oben

Zu Beginn der neuen Woche ziehen aus Westen Wolkenfelder mit vereinzelten Regengüssen durch. Nachfolgend wird es deutlich kühler. Ab Wochenmitte deutet sich teils wolkiges, teils sonniges und überwiegend trockenes Wetter an. Dabei zeigt der Temperaturtrend erneut nach oben. Derweil lungert über Nordeuropa immer noch empfindlich kalte Luft herum. Ein neuerlicher Kälterückfall mit Nachtfrost ist nach derzeitigem Stand aber eher unwahrscheinlich.

Die alten Bauerregeln hatten wieder mal Recht: Nach einem frostigen, trockenen und sonnigen Februar schlägt der März oftmals in die gleiche Kerbe. Bei Temperatur und Sonnenschein traf diese Regel im Kreis Lüneburg zu, beim Niederschlag nicht. Grund waren zwei kleine, giftige Schnee- und Schneeregentiefs, die am 28. und 31. März mit zusammen 28 Liter pro Quadratmeter fast die Hälfte der gesamten Monatsmenge lieferten und damit die Freude an den Osterfeuern am Karsamstag deutlich beeinträchtigten.

Nachtfrösten bis minus 13 Grad

Gegen die Kältehochs über Nordeuropa hatten atlantische Tiefdruckgebiete mit milder Luft kaum eine Chance. Lediglich am 11. März wurde die magische Frühlingsgrenze von 15 Grad übersprungen. Mit Nachtfrösten bis minus 13 Grad startete der Monat außergewöhnlich eisig. Gegen Ende der zweiten Dekade ging’s dann erneut heftig zur Sache: Sibirische Arktikluft sorgte für eine weitere massive Kältewelle mit tiefen Minusgraden. Dabei sprang am 17. März in Wendisch Evern mit einem Maximum von minus 0,3 Grad nochmals knapp ein so genannter Eistag heraus.

Gleichzeitig machten stürmische Ostwinde und die extrem trockene Luft die Kälteempfindung zeitweise unerträglich. Der erste Frühlingsmonat war im Kreis Lüneburg 1,5 Grad kälter als der Januar und damit so eisig wie seit 2013 nicht mehr.

Reinhard Zakrzewski

Wetter in Zahlen

Der März im Vergleich

Der März in Lüneburg/Wendisch Evern im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010)

Monatsmittel: 1,8°C (Abweichung –2,7°C)
Maximum: 17,4°C (11. März)
Minimum: –12,3°C (2. März)
Frosttage (Min. unter 0°C): 16 (normal 12)
Eistage (Max. unter 0°C): 4 (normal 1)
Niederschlag: 69 mm (117 Prozent v. Soll)
Sonnenschein: 108 Std. (99 Prozent v. Soll)