Mittwoch , 26. September 2018
Aktuell
Home | Lokales | Brausebrücke für drei Wochen gesperrt
Die Liebesschlösser an der Brausebrücke müssen nun Verschwinden. Foto: kg
Die Liebesschlösser an der Brausebrücke müssen nun Verschwinden. Foto: kg

Brausebrücke für drei Wochen gesperrt

Lüneburg. Die Brausebrücke über das „Abtsmühlenwehr“ aus dem Jahr 1955 wird ab Montag, 9. April, in einem Zeitraum von etwa drei Wochen instand gesetzt. Es wird eine umfangreiche Betoninstandsetzung durchgeführt. Weiterhin wird der Belag auf der Brücke erneuert und das Geländer erhält einen neuen Korrosionsschutz.

Liebesschlösser müssen verschwinden

Wie schon bei der Instandsetzung der Teufelbrücke müssen die sogenannten Liebesschlösser verschwinden – eine schöne Tradition, allerdings für die Brücken ein echtes
Problem. Noch bis Sonntagabend, 8. April,  haben Paare vor Ort Gelegenheit, ihre Schlösser abzumontieren. Wer die Gelegenheit verpasst hat und sein Schloss doch gern noch zurück haben möchte, sollte sich bei der Hansestadt über Bürgertelefon melden (Tel. 04131 / 309-3100) – die abgebauten Schlösser werden noch eine gewisse Zeit aufbewahrt.

Lüneburgs Brückenbauingenieur Jörg Silex erklärt, warum die Brausebrücke saniert werden muss: „Wir haben verschiedene Schäden am Beton, Risse und Abplatzungen, teilweise liegt der Bewehrungsstahl frei. Zudem ist der Asphaltbelag hohl, dadurch kann Wasser eindringen, was vor allem bei Eis und Frost zu weiteren Betonschäden führt. Hinzu kommen Korrosionsschäden am Geländer.“ Ab Montag beginnt die Hansestadt damit die Baustelle einzurichten und mit einem Bauzaun abzusperren sowie die nötigen Vorbereitungen zu treffen, damit nicht etwa Kleinteile und Schutt, der bei den Arbeiten entsteht, ins Wasser fallen können. Anschließend folgt eine umfangreiche Betoninstandsetzung, die Brücke erhält einen neuen Belag und das Geländer einen neuen Rostschutz-Anstrich. Die Kosten für die Arbeiten belaufen sich auf etwa 40.000 Euro.

Wenn Jörg Silex für die neue Brücke einen  Wunsch frei hätte, dann wäre es dieser: „Bitte keine Schlösser mehr anbringen.“ Die Schlösser – schätzungsweise 200 Stück – fallen zum einen buchstäblich ins Gewicht und belasten die Brücke und sie führen auch dazu, dass die Beschichtung am Geländer sich schneller abnutzt als nötig.

Das Wehr selbst wird von den Arbeiten nicht beeinträchtigt, es braust also weiter. Und: Auch die private Plattform, die sich an die Brücke anschließt, wo Bänke und ein Wasserspiel zum Aufenthalt einladen, ist nicht betroffen. Die Schlösser dort können hängen bleiben.

Fußgänger und Radfahrer, die in Richtung Innenstadt unterwegs sind und umgekehrt, sollten über den Stintmarkt ausweichen. Für Autofahrer gibt es keine Einschränkungen.