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Ein Saal des Landgerichts Lüneburg: Schöffen an Jugendstrafgerichten haben eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. (Foto: phs)
Ein Saal des Landgerichts Lüneburg: Schöffen an Jugendstrafgerichten haben eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. (Foto: phs)

Stimmrecht wie Berufsrichter

Lüneburg. Sie sind einfühlsam, haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und Kompetenzen in der Jugenderziehung: Wer diese Eigenschaften mitbringt, kann sich noch bis zum 16. Mai bei den Gemeinden im Landkreis Lüneburg als Schöffe für die Jugendstrafgerichte beim Lüneburger Amts- und Landgericht bewerben. Schöffen sind bei Strafverhandlungen vor dem Amts- und Landgericht im Einsatz und haben „das gleiche Stimmrecht wie Berufsrichter“, erklärt Kreis-Mitarbeiter Thomas Behr.

Die Laienrichter sind für die Zeit der Gerichtsverhandlung vom Arbeitgeber freigestellt. Zudem wird der Verdienstausfall für die Dauer der Verhandlung erstattet oder eine Aufwandsentschädigung gezahlt.

Eine bessere Zukunft für jugendliche Straftäter

Das Urteil im Jugendstrafrecht ist darauf ausgerichtet, jugendlichen Straftätern zu einer besseren Zukunft zu verhelfen. Jugendschöffen haben deshalb eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe: Durch ihr Urteil können sie den Jugendlichen Impulse für ihre weitere persönliche Entwicklung geben. Für die Ausübung des Amtes als Jugendschöffe ist es von Vorteil, bereits Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu haben. Eine pädagogische oder juristische Ausbildung ist aber nicht zwingend erforderlich.

Wahlberechtigte aus der Region, die sich als Schöffe engagieren möchten, müssen in ihrer Wohnortgemeinde im Landkreis gemeldet sein. Außerdem sollten sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und am Tag des Amtsbeginns am 1. Januar 2019 mindestens 25 Jahre alt sein und das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Wer Interesse hat, kann sich bei einem Informationsabend am Dienstag, 10. April, von 19 bis 20.30 Uhr im Heinrich-Heine-Haus in Lüneburg über das Jugendschöffenamt informieren. Ein Musterformular für die Bewerbungen gibt es im Internet unter www.schoeffenwahl.de oder telefonisch unter (04131)  261571 bei Thomas Behr. lz