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Mit den Arbeiten für einen neuen Kindergarten in Handorf kann wohl frühestens im Frühjahr 2019 begonnen werden.

Weiter warten auf den Kindergarten

Handorf. Der geplante Neubau von Kindergarten und Krippe in der Gemeinde Handorf lässt weiter auf sich warten. In der jüngsten Ratssitzung am Mittwoch im Gasthaus Benecke sprach sich der Rat mehrheitlich, bei einer Gegenstimme von Bürgermeister Peter Herm (CDU), dafür aus, die Planungsfläche nicht auf das knapp 4500 Quadratmeter umfassende Grundstück für den geplanten Kita-Neubau zu beschränken, sondern um die Fläche des nahen Grundschulgeländes zu erweitern.

Im Sommer 2016 hatte die Gemeinde Handorf ein Grundstück an der Hauptstraße, südlich angrenzend an die Grundschule, gekauft. Schon im vergangenen November stand in der Ratssitzung der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 14 „Kindergarten“ auf der Tagesordnung, wurde auf Bitten der für die Grundschule zuständigen Samtgemeinde Bardowick aber von der Tagesordnung genommen. Im erneuten Anlauf am Mittwoch hätte der Bebauungsplan Nr. 14 nun verabschiedet werden können – dazu kam es aber nicht.

Keinen schmalen B-Plan

Malte Luhmann (CDU) plädierte dafür, das für den Neubau eines Kindergartens mit Krippe vorgesehene Grundstück und das benachbarte Gelände der Grundschule, für das auch noch eine Mensa vorgesehen ist, gemeinsam zu überplanen. Nur so könne man allen künftig möglicherweise auf die Gemeinde zukommenden Auflagen gerecht werden. Dem stimmte für die SPD auch Jörg Meyer zu: „Bitte lasst uns nicht den schmalen Bebauungs-Plan beschließen, sondern lasst uns das Ganze komplett überplanen.“

Bürgermeister Herm wies auf die anstehenden weiteren zeitlichen Verzögerungen von „mindestens einem halben Jahr hin. Luhmann konterte: „Wir verlieren zwar Zeit, aber wenn wir einen Schnellschuss machen, riskieren wir, vielleicht Geld zu verlieren. Lasst uns nichts auf die Schnelle machen, mit dem wir nicht glücklich sind.“

Baubeginn im Frühjahr 2019

Nur Herm stimmte dann dagegen, die Planungsfläche um das Schulgelände zu erweitern, wies darauf hin, dass ein neuer Satzungsbeschluss nun erst im Herbst verabschiedet werden könnte. „Baubeginn wäre dann im Frühjahr 2019.“ Dass ein Neubau des Kindergartens günstiger wäre als eine Sanierung des vorhandenen, daran ließ Herm keinen Zweifel: Bereits jetzt belasten fällige Reparaturen den Gemeindehaushalt. Weitere Arbeiten am Gebäude, etwa an der Fassade, im Bereich Wasser und Elektrik und wegen der mittlerweile nicht mehr ausreichend großen Gruppenräume und des Außengeländes, wären in der Zukunft unausweichlich. Zurzeit arbeite man mit Ausnahmegenehmigungen. pet