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So soll die neue Arena nach den bisherigen Entwürfen aussehen. (Grafik: Bocklage + Buddelmeyer GmbH)
So soll die neue Arena nach den bisherigen Entwürfen aussehen. (Grafik: Bocklage + Buddelmeyer GmbH)

Suche nach der Arena-Linie

Lüneburg. Die Verhandlungen über die Arena Lüneburger Land gehen weiter. Dabei verfestigt sich der bereits angedeutete Kurswechsel, der Abstand nimmt von FKP Scorpio als Betreiber. Am Montag verständigte sich der nichtöffentliche tagende Kreisausschuss des Lüneburger Kreistages darauf, dass die Fraktionen und die Verwaltung intern über die inhaltliche Ausrichtung beraten wollen. Ziel ist es, bis zur nächsten Sitzung des Kreistages am 23. April eine gemeinsame, parteiübergreifende Linie für die Nutzung der Veranstaltungshalle anzustimmen. Dabei hatten CDU, Grüne und Linke bereits in einem gemeinsamen Antrag eine Grundlage geliefert. Ein weiterer Antrag von FDP/Unabhängige weist in eine ähnliche Richtung.

„Mir ist wichtig, dass möglichst viele Kreistagsmitglieder die Arena mittragen. Durch die intensiven Gespräche mit der Politik sehe ich uns auf einem guten Weg“, teilte Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) mit. In der Sitzung hatte er auch die Höhe des Betriebskostenzuschusses genannt, den FKP Scorpio auf Grundlage der akuellen Planungen errechnet hatte. Eine aktuelle Zahl lieferte auch der Mitbewerber der Ausschreibung im vergangenen Sommer, Campus-Geschäftsführer Claus Hoppe. Über die Höhe der Zuschusswünsche ist Stillschweigen vereinbart worden.

Am Bau der Arena wird nicht gerüttelt

Allerdings ist eine neu formierte Kreistagsmehrheit gerade dabei, grundsätzliche Planungen und Verhandlungsergebnisse der vergangenen Monate wieder über den Haufen zu werfen, wenngleich an dem Arena-Bau als solches nicht gerüttelt werden soll. Der Fokus soll aber wieder stärker auf Sportveranstaltungen liegen. Gisela Plaschka (FDP), Sprecherin der Gruppe FDP/Unabhängige, sagt: „Wir wollen an der Arena festhalten und auch an dem Standort.“ Aber in ihrem Antrag fordert ihre Gruppe: „Die Verhandlungen mit FKP Scorpio werden umgehend beendet, da sie in eine Sackgasse geführt haben.“ CDU, Grüne und Linke hatten der Verwaltung immerhin noch eine Frist bis Anfang Mai setzen wollen, um die Verhandlungen mit dem Konzertveranstalter zum Abschluss zu bringen (LZ berichtete).

Betreiber-GmbH als Bauherr

FDP/Unabhängige regen zudem an, eine Betreiber-GmbH zu gründen, getragen von öffentlichen Geldinstituten und Sportvereinen. Die Gesellschaft solle auch als Bauherr anstelle des Kreises auftreten, der die Baukosten dann abstottern könne und später das Eigentum an der Halle übernehme, so Plaschka. Im Prinzip habe die Gruppe den Antrag aber nur gestellt, weil sie nicht gefragt worden sei, ob sie den Antrag von CDU, Grüne und Linke nicht auch unterstützen wolle.

Einigkeit zeichnet sich auf jeden Fall bei der Forderung nach einem Verkehrskonzept ab. Und auch sonst glaubt der stellvertretende Fraktionschef der CDU, Günter Dubber, dass die Parteien die geforderte gemeinsame Linie finden: „Es scheint so zu sein, dass es sich lohnt, miteinander zu reden.“

Von Dennis Thomas und Malte Lühr

36 Kommentare

  1. Detlev Behrens

    Im Englischen nennt man das, was das gerade vor sich geht „bait-and-switch“!

    Zumindest kann sich jetzt jeder sicher sein, dass die Arena ein Millionengrab wird und unterm Strich dann doch genau diejenigen „bedacht“ werden, die schon immer etwas vom Kuchen abbekommen sollten.

    Das „Schöne“ ist, dass alle Fraktionen den Wahnsinn wollen – ist ja auch nicht ihr Geld, welches da im großen Stil verbraten wird. Da bietet es sich doch geradezu an, die erzwungene Reform der Grundsteuer zu nutzen, um die Defizite, die entstehen, auszugleichen.

    Ich frage mich immer, ob das agieren in der Politik plötzlich die Sinnes eines Jeden vernebelt und jeglicher Realitätssinn abhanden kommt. Die Antwort werde ich wohl nie bekommen…

    • Ludger Fischer

      Wenn ein europaweit äußerst erfolgreich agierendes, hochprofessionelles und eiskalt die Wirtschaftlichkeit kalkulierendes Veranstaltungsunternehmen wie die FKP Scorpio von dem Arena-Murks am ungeeigneten Standort nicht zu überzeugen ist, dann kann jeder in Lüneburg davon ausgehen, dass in der Vrestorfer Heide zwanzig Millionen Euro und mehr (Verkehrskonzept (!)) ohne Sinn und Verstand versenkt werden. Es gibt in der ganzen Bundesrepublik NICHT EINE kommunale Betreibergesellschaft, die schwarze Zahlen schreibt.

    • Ich würde sagen, mehrere Jahre Lobbyarbeit von Günter Dubber und Andreas Bahlburg (mit ihren SVG-Emissären Dr. Thomas Buller und Hernrik P. Morgenstern im Rat) immer hart am SPD-Tandem Nahrstedt und Mädge dran haben sich ausgezahlt. Erschütternd ist für mich zu hören, dass von Alexander Blume (CDU), über Franz-Josef Kamp (SPD) und Petra Kruse-Runge bis hin zu Gisela Plaschka (FDP) und Karlheinz Fahrenwaldt (LINKE) das Märchen von der „den Glanz des Oberzentrums mehrenden Mehrzweckhalle für alle Sportarten bis hin zu Schul und Breitensport“ immer noch (oder schon wieder?) als Begründung für diesen teuren Bau-Unfug auf ungeiegnmetem Gelände wiederholt wird, obwohl jedem Lüneburger (und jedem Abgeordneten sowieso) klar gewesen sein muss, dass es sich EXKLUSIV um eine mit Steuergeld subventionierte Maßanfertigung zum Geldverdienen für die Privatunternehmer Herr Andreas Bahlburg und Herr Klaus Hoppe handelt. (In der Beschlussvorlage vom 19. Juni 2017 kann man nachlesen, dass NUR die SVG mit ihren Sponsorenwerbe- und Einnahmezielen und die lukrative kommerzielle Nutzung durch den Betreiber [ab jetzt wohl wie erwartet Hoppe] zählen. Alles andere hat dahinter zurück zu stehen und nicht einmal das übliche Geräte-Equipement für Turn- und Konditionssport wird angeschafft, da nicht klar ist, wo man es lagern und wozu man es gebrauchen sollte.)

      Dass am Ende eines langen, die Gremien (und sogar die kritische Aufmerksamkeit eines wachen Intellektuellen wie Karlheinz Fahrenwaldt) zermürbenden Manövers doch Klaus Hoppe und kein anderer als Betreiber zum Zug kommen würde, ist bereits vor einem Jahr vorausgesagt worden. Ich zitiere aus zwei Posts bei LZsport:

      Alice Car fragt am 21. Juni 2017 um 10:13 Uhr:

      „Sehr geehrter Herr Lutz,

      wie kann Herr Hoppe Geld verdienen, wenn nicht seine Campus Management GmbH, sondern FKP Scorpio – wie in der LZ berichtet – den Zuschlag als Hallenbetreiber bekommt? Das will sich mir nicht erschließen.“

      Lutz antwortet am 21. Juni 2017 um 13:33 Uhr:

      „Liebe Alice Car,

      noch ist der Betreibervertrag nicht unterzeichnet. Warten wir ab, wessen Name am Ende darunter erscheint. Wir befinden uns immerhin in Lüneburg! Nicht nur bei dem berühmten Brettspiel, liebe Alice Car, gibt es Dreiecksmanöver, Scheinangriffe und Abzugsschach.“

      Quelle: https://www.landeszeitung.de/sport/volleyball/126542-schicksal-der-svg-mit-der-arena-verbunden#comment-37861

    • Auch zum Arena-Debakel

      Wer glaubt ernsthaft, daß ein europäischer Milliardenkonzern wie die im MDAX notierte CTS EVENTIM AG & Co. KGaA, das Mutterunternehmen des Veranstalters FKP Scorpio, das Betriebsrisiko für sein Arenageschäft nicht übernehmen wollte, wenn die Nutzungsbedingungen an der Lüner Rennbahn seinen Ansprüchen genügten?

      Wird hier gelogen?

      Will Nahrstedt dem Geschäftsführer der SVG-Sportbetriebsgesellschaft GmbH, Herrn Bahlburg, entgegen den Vorschriften des Beihilferechts trickreich entgegen kommen und einem Privatunternehmen – rechtswidrig (da für einen Zweck, der nicht zum kommunalen Aufgabenkreis zählt) – aus Steuermitteln Zuwendungen gewähren, indem er das Scheitern der kaufmännisch sinnvollen Kooperation mit der FKP fingiert und zu der geldverschleudernden Subventionsimprovisation mit Klaus Hoppe und Andreas Bahlburg zurückkehrt?

      Könnte es sein, daß Folkert Koopmans und seine FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH bereits abgesprungen sind?

      Daß Nahrstedt nur Geschichten von neuen „Rahmenbedingungen“ erzählt, um den Scherbenhaufen, den das Arena-Projekt darstellt, nicht zugeben zu müssen?

      Daß die Rückkehr zum dauerdefizitären Provinzunfug mit den Buddies Bahlburg und Hoppe bereits beschlossene Sache ist?

      Daß die dysfunktionale und viel zu große Halle mit integriertem Verkehrs- und Park-Chaos am falschen Platz auf Biegen und Brechen gebaut werden soll, auch weil vorneweg schon zweieinhalb Millionen Euro für diesen Riesen-Nonsens verbrannt worden sind?

      Alle diese Fragen hatte ich am 14. März 2018 schon einmal gestellt, aber bisher keine Antwort darauf erhalten: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1510862-potenzielle-arena-betreiber-muessen-neu-rechnen#comment-153681

      Felix Staake

  2. Lüneburg baut und betreibt Sport-Arena im römischen Stil.

    Zum neuen Stadion kommt man mit der Lüneburger Subway-Linie Nummer 1. Man fährt mit dem Zug unterirdisch in einem halsbrecherischen Tempo rechts an Adendorf vorbei, dann höher und immer höher gen Norden – und kaum steigt man an der Lüner Rennbahn aus der Bahn, wird man schon von Hinweisschildern gefoppt: „Arena Circus minimum-Stadion“, steht da groß angeschrieben, aber wer brav den Hinweisen folgt, findet sich bald vor einem mit Gittern verrammelten Ausgang wieder – Sackgasse.

    Der neue Arena-Entwurf dagegen macht völlig ungeniert auf Kolosseum. Gewaltig erheben sich seine in Dreiergruppen zusammengefassten Rundbögen über dem Fußgängerweg, und wer den riesigen Eingang sieht, hört auf seinem inneren iPod sofort Fanfarenklänge. Die Promenade vor dem Stadion erweckt mit ihren schönen krummen Laternen freilich eher einen viktorianischen Eindruck. Der Spaziergänger denkt nicht an das alte Rom, eher an London und an das 19. Jahrhundert. Vornehm grau in grau ist das ganze Ensemble gehalten: polierte Betonplatten (ein eminent römischer Baustoff!) und Granit.

    Letztlich ist es aber gar nicht die Assoziation an „panem et circenses“, die der Besucher im Hirnkasten mit sich davonträgt – also nicht die Erinnerung an das Brot und die Spiele des römischen Kaiserreiches. Eher denkt der kulturbeflissene Betrachter hier an Entenhausen. Schließlich werden auch in der Heimat von Walt Disneys sprechenden Enten mit den blauen Matrosenanzügen sportliche Massenvergnügungen veranstaltet, die ganz und gar absurd sind. So absurd wie die Arena-Linie – und genauso erhebend.

  3. „Es scheint so zu sein, dass es sich lohnt, miteinander zu reden.“

    Herr Dubber ist wahrlich ein Genie – lohnt es sich nicht immer?!?

  4. Die SVG Lüneburg Spielbetriebs GmbH, eine private geschäftliche Unternehmung von Herrn Bahlburg, die ja angeblich so großartig wirtschaftet, Gewaltiges fürs „Image“ unserer Region leistet und solch ein ungemein großes Publikum in Stadt und Land besitzt, dass das Vorhalten von 3.500 Zuschauerplätzen unerlässlich ist (alles Behauptungen übrigens, für die bisher jeder auf nachprüfbaren empirischen Daten gestützte Nachweis fehlt), diese Bahlburg-GmbH hätte selbst Geld in die Hand nehmen und ihre eigene Halle bauen sollen. Erstens gäbe es diese Halle dann aller Wahrscheinlichkeit nach jetzt bereits und zweitens wäre sie nach den kaufmännischen Grundsätzen ehrlicher Hanseaten allein auf Risiko der Bahlburg-GmbH finanziert und nicht versucht worden, eine illegitime Begünstigung mit jämmerlicher Erpressung und fadenscheinigen Argumenten den Steuerzahlern aus der Tasche zu leiern.

    Eine „originäre Aufgabe der öffentlichen Hand“ gibt es im Arena-Kontext nämlich NICHT – und hat es auch NIE gegeben. Sie war eine Erfindung.

    Denn, was von „der Verwaltung“ für die Vorlage vom 27. Juni 2016 im Rat der Hansestadt Lüneburg formuliert wurde, auf dessen Basis der ganze Schlamassel – bis heute – im Rollen gehalten wird, war eine riesige, fette und durch kein noch so „gutes“ Wünschen und Wollen zu rechtfertigende (und inzwischen implizit auch einbekannte) Zweck- und Überrumplungslüge: „Die Nutzung der Arena wird in Schulsport, Breitensport durch Vereine, in kommunalen Veranstaltungen sowie weiteren sportlichen, kulturellen und kommerziellen Veranstaltungen mit lokalem Bezug liegen. Bei der Vorhaltung öffentlicher Einrichtungen für ihre Einwohnerinnen und Einwohner für kulturelle und sportliche Zwecke handelt es sich um originäre Aufgaben der öffentlichen Hand. Die Errichtung der Halle dient somit insoweit der Aufgabenerfüllung von Landkreis und Hansestadt und kommt deren Bewohnerinnen und Bewohnern zugute. Diese kommunalen Nutzungen stellen einen wesentlichen Anteil der Gesamtnutzung der Halle dar. Die vorgesehene Nutzung durch den Volleyball-Bundesligisten ‚Spielvereinigung Gellersen-Lüneburg‘ (für Training und Heimspiele) und die Durchführung kommerzieller Veranstaltungen betrifft im Wesentlichen vom Landkreis und von der Hansestadt Lüneburg nicht nachgefragte Zeiten, die die Nutzung durch diese nicht wesentlich beeinträchtigen. Dies gilt auch dann, wenn den gewerblichen Nutzungen im Konfliktfall ein Vorrang gegenüber der kommunalen Nutzung eingeräumt wird.“ (VO/6759/16, Seite 4)

  5. Na so was aber auch, konnte wirklich keiner mit rechnen.

  6. Was für eine teure, peinliche Lachnummer

    Arenastand im Lüneburger Land

    ➽ Der erste Spatenstich zum Bau der geplanten „Arena Lüneburger Land“ ist nicht absehbar.

    ➽ Kreistag und Rat werden aus den Planungen systematisch ausgeschlossen, gar nicht oder viel zu spät informiert und als bloße Herde von dumm blökenden Abnickschafen missbraucht.

    ➽ Ein ausverhandelter Betreibervertrag, der dem Kreisausschuss schon im August 2017 vorliegen sollte, existiert bis heute nicht.

    ➽ Dem entspricht, dass ein abschließendes Betreiberkonzept nicht existiert.

    ➽ Woraus sich ergibt, dass eine „bilaterale Vereinbarung“ zwischen SVG-GmbH und Betreiber nicht existieren kann.

    ➽ Kreis und Stadt haben ein nicht zweckmäßiges Grundstück viel zu teuer erworben.

    ➽ Die teuer mit eingekauften Planungen des Vorbesitzers („Projektentwickler“ Sallier) sind untauglich und müssen kostspielig umgearbeitet werden.

    ➽ Ein europaweit auszuschreibender Architektenwettbewerb hat noch nicht stattgefunden. Stattdessen flickschustert Buddelmeyer unaufhörlich weiter und schafft weiter später teuer zu revidierende Tatsachen.

    ➽ Ein abschließender Hallenbauplan existiert nicht.

    ➽ Raumgestaltung, Statik und Innenausbau sind offen.

    ➽ Über Bodenbeschaffenheit und Deckenkonstruktion ist noch nicht abschließend entschieden.

    ➽ Eine abschließende Kostenkalkulation und Finanzierungsplanung existiert nicht.

    ➽ Planungsrisiken und Planungsmehraufwand sind noch nicht bezifferbar.

    ➽ Tatsächliche Investitionskosten und auch die langfristigen Betriebskosten stehen noch nicht fest.

    ➽ Die Bewältigung der absehbaren Parkraum- und Verkehrsprobleme im Umfeld der Arena sowie die mutmaßlichen erheblichen Kosten zu deren Lösung sind noch völlig ungeklärt und natürlich auch noch nicht beziffert.

    ➽ Fest steht nur die Blanko-Abmachung: Laut Finanzvertrag zwischen dem Kreis und der Stadt Lüneburg, der unterschrieben vorliegt, beteiligt sich die Stadt an maximal 40 Prozent der Kosten, — wobei deren Höhe noch offen ist! (Eine „Deckelung“, wie immer behauptet wird, gibt es weder de facto noch de jure.)

    ➽ Schul- und Breitensport wird es in der Arena nicht geben.

    ➽ Die über einen Zeitraum von 20 Jahren laufenden Finanzierungs- und Betriebskostenzuschüsse für die SVG-Event-Arena entnimmt die Stadt (225.000 € brutto p. a.) dem Teilhaushalt 53 – Bildung und Betreuung / Budget Schule und Sport, der Kreis entnimmt seine Zahlungsanteile der Kreisschulbaukasse.

    ➽ Der Kreis darf aus Gründen des Beihilferechts den Volleyballern finanziell nicht unter die Arme greifen. Zumal nicht der Verein, sondern Herrn Bahlburgs angegliederte Sportbetriebsgesellschaft, die privatwirtschaftliche, profitorientierte SVG-GmbH, offiziell als Hallennutzer auftreten würde. Dazu heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Kreises: „Die Sportbetriebsgesellschaft GmbH muss wie jedes andere Unternehmen auch für eine Nutzung [der Arena] ein angemessenes Entgelt bezahlen. […] Würde eine kostenlose Nutzungsüberlassung geregelt, wäre dies […] rechtswidrig. Denn der Landkreis würde aus Steuermitteln für einen Zweck, der nicht zu seinem Aufgabenkreis zählt, einem Privatunternehmen eine Zuwendung gewähren.“ (Quelle: Vorlage 2018/037 in der Sondersitzung des Ausschusses für Hochbau und Energiesparmaßnahmen vom 13. Februar 2018, Antwort zu Frage 10 der CDU-Fraktion, Absatz 2 PDF, Seite 7): https://allris.lklg.net/bi/vo020.asp?VOLFDNR=4710)

    ➽ Herr Bahlburg hat aber deutlich gemacht, dass seine Privatunternehmung, die SVG-GmbH schon mit den Kosten für die jeweilige, vor Heimspielen notwendige Sportbodenverlegung (ca. € 4.000,-) überfordert wäre. (https://www.lzplay.de/index.php/2018/02/13/spielt-die-svg-nur-die-zweite-geige/)

    ➽ FRAGE: Wie kann dann die Bahlburgsche SVG Spielbetriebsgesellschaft GmbH die Halle nutzen, ohne durch Steuergelder — RECHTSWIDRIG — finanziert zu werden?

    ➽ ANTWORT: Indem Rats- und Kreistagsmitglieder dahin gebracht werden, das Beihilferecht zu ignorieren, um eine Halle zu bauen und dauerzusubventionieren, nach welcher die Bürger in Stadt und Kreis nie verlangt haben?

    (Referenzen meines Destillats: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1228482-arena-lueneburger-land-kommt-da-noch-was
    und: https://jj12.wordpress.com/2017/10/27/wie-man-eine-entschuldigung-umschifft-ich-war-doch-nur-der-bote/#comment-1336)

    Siehe dazu auch die zahlreichen guten Leserkommentare:

    hier: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1510862-potenzielle-arena-betreiber-muessen-neu-rechnen

    hier: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1495602-nachfragen-unerwuenscht

    und hier: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1481802-arena-ohne-volleyballer-wirtschaftlicher

    LG, Leo Fischer

  7. »Ziel ist es, bis zur nächsten Sitzung des Kreistages am 23. April eine gemeinsame, parteiübergreifende Linie für die Nutzung der Veranstaltungshalle anzustimmen.«

    → Die Verschreibung der LZ-Redakteure ist aufschlussreich: eine Linie soll »angestimmt« werden, – nicht etwa »abgestimmt«! Denn um abstimmen zu können, muss erst einmal angestimmt worden sein. Aber es gibt noch keine Linien, weil im Grunde niemand weiß, was mit diesem dummen, überteuerten Arena-Monstrum anzufangen sein soll, das nun in das verkehrstechnisch nicht geeignete Gewerbegebiet gezwängt werden muss, weil in seinem Namen dort von Herrn Mädge und Herrn Nahrstedt bereits zwei Millionen Euro in heiße Luft verwandelt worden sind.

    »›Mir ist wichtig, dass möglichst viele Kreistagsmitglieder die Arena mittragen. Durch die intensiven Gespräche mit der Politik sehe ich uns auf einem guten Weg‹, teilte Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) mit.«

    → Hört, hört! Wer ist denn »die Politik«? Sind das die Herrschaften, die der nun plötzlich so mitteilsam gewordene »Landrat Manfred Nahrstedt (SPD)« bisher immer entweder überhaupt nicht oder viel zu spät über »seine« Kenntnisse und Entscheidungen in der Arena-Sache informiert hat? Und natürlich ist Herrn Nahrstedt jetzt »wichtig, dass möglichst viele Kreistagsmitglieder die Arena mittragen«, denn nachdem er die wirtschaftliche Perspektive mit dem Herausdrängen der FKP Scorpio zunichte gemacht hat, wird aus »dem Projekt« ohne Gemeinwohlnutzen ein Millionengrab. Das ist so sicher wie das »Amen« in der Kirche. Da kann es natürlich nicht schaden, wenn »die Politik« für das Fiasko »die Verantwortung« übernimmt.

    »In der Sitzung hatte er [»der Landrat Nahrstedt (SPD)«] auch die Höhe genannt, den FKP Scorpio auf Grundlage der akuellen Planungen errechnet hatte.«

    → Hatte FKP Scorpio die Höhe des Betriebskostenzuschusses tatsächlich »auf Grundlage der akuellen Planungen errechnet«? War es nicht vielmehr so, dass Koopmans und seine Leute den Betriebskostenzuschuss berechnen mussten, weil »der Landrat Nahrstedt (SPD)« die bisherigen, finanziell halbwegs plausiblen Planungen nach der Heul- und Grein-Demarche seines Buddys Bahlburg (und dessen »Freunde«), der sich mit seinen Betteleien im Anschluss an die Sondersitzung des Ausschusses für Hochbau und Energiesparmaßnahmen vom 13. Februar 2018 ins Hintertreffen geraten sah, wie aus heiterem Himmel für nichtig erklärt und aus der »Event-Arena« wieder eine »Hoppe-Bahlburg-Privatgeschäftshilfe-Arena« gemacht hat, die aus »öffentlichen Mitteln« zum Pampern einer exotischen Randsportart ohne breiteren Rückhalt im Kreis und ohne nenneswerten Werbewert für Lüneburg finanziert wird?

    »Am Bau der Arena wird nicht gerüttelt.«

    → Warum eigentlich nicht? Wer will diese finanziell und stadtplanerisch schildbürgerlich hanebüchene Winkelanfertigung zugunsten von ökonomischen Sonderinteressen? Wurden »die Bürger« gefragt? Die Enge des Schlachthofgeländes ist der falsche Ort für eine Multifunktionsarena, das finanzielle Engagement von Stadt und Kreis ist nicht gerechtfertigt, es fehlt ein GEMEINWOHLDIENLICHES Nutzungskonzept, es fehlt eine valide Bedarfsanalyse, es fehlt immer noch ein überzeugendes Betreiberkonzept, ein Verkehrskonzept ist nicht zu erkennen, ebensowenig eine belastbare verbindliche Kostenplanung. Die Befürchtung, neben dem hundert Millionen Euros vertilgenden Zinkplattenmonstrum, das sein Riesenmaul senkrecht zur Uelzener Straße aufreißt, werde bald ein zweites Millionen-Euro-Loch unter den hanseartigen Haushaltskassen klaffen, scheint mehr als berechtigt.

    »Allerdings ist eine neu formierte Kreistagsmehrheit gerade dabei, grundsätzliche Planungen und Verhandlungsergebnisse der vergangenen Monate wieder über den Haufen zu werfen, wenngleich an dem Arena-Bau als solches nicht gerüttelt werden soll.«

    → Wieso »allerdings«? Wo ist der Gegensatz, den der Gebrauch dieses einschränkenden Adverbs suggeriert? Alles, was Gisela Plaschka, »die Sprecherin der Gruppe FDP/Unabhängige«, und Günter Dubber, das selbsternannte Sprachrohr »des Fraktionstrios« aus CDU, Grünen und Linken »fordern«, entspricht zu einhundert Prozent dem, was Mädge, Nahrstedt, Hoppe und Bahlburg von Anfang an im Sinn hatten: eine Halle für die SVG Spielbetriebs GmbH und einen Vamos-Ersatz für den Campus-Geschäftsführer (Vgl.: https://www.luenepost.de/wp-content/uploads/2015/01/halle-lueneburg.png)

  8. Hallo Landrat Fahrenwaldt

    Nennen Sie mir bitte EINEN vernünftigen Grund, warum DIESE Halle an DIESEM Ort zu DIESEN Bedingungen gebaut werden soll?

    Mir fällt keiner ein.

    Meinem Nachbarn auch nicht.

    Dietmar Krämer

    • Auch zum Arena-Debakel

      Hallo Herr Fahrenwaldt,

      kommt da noch ’ne Antwort oder mauscheln Sie jetzt einfach argumentlos mit Manni und Ulli imma anne Wand lang mit – wie alle andern dubberigen Turmspringers och?

      Nu ham’mer schon mal Mist gemacht, nu könn’mer auch gleich ’n rüschtüschen Misthaufen hinbaggern?

      Geht ja nich unsere Penunze flöten, sonnern die vonne Schafe da draußen im Lüneburger Land. Und was schern uns andere Sportvereine – und überhaupt Fanunft und Zweck von dat Janze?

      Hauptsache jebaut!

      Oda wat?

      Ihr Nils Sinngeber

  9. Liebe Gisela Plaschka

    „An dem Arena-Bau als solches soll nicht gerüttelt werden“?

    WARUM NICHT?

    Der Bau auf diesem Areal ist der reine Schwachsinn. Wenn die ungezählten „Kehrtwenden“ (und Lügen) in der katastrophalen bisherigen „Planungsgeschichte“ etwas ganz deutlich gezeigt haben, dann doch wohl eines:

    KEIN MENSCH WEISS, WOZU DER BAU GUT SEIN SOLL (auch in Rat und Kreistag nicht).

    Warum unterstützen Sie DIESES Projekt, das zwanzig Millionen Euro oder mehr verschlingen wird, nur den Geschäftsinteressen von Herrn Bahlburg und Herrn Hoppe auf Kosten des Gemeinwohls dient – und eine vernünftige und zukunftsfähige Ballsportanlage für alle Lüneburger Anspruchsgruppen auf einem Gelände mit Entwicklungspotential über viele Jahrzente hin blockieren bzw. verhindern wird?

    MfG, Ursel Grothoff

    • Rudolf Schaller

      Ich finde Ihren Arena-Hinweis sehr gut.

      „Wenn die ungezählten ‚Kehrtwenden‘ (und Lügen) in der katastrophalen bisherigen ‚Planungsgeschichte‘ etwas ganz deutlich gezeigt haben, dann doch wohl eines:

      KEIN MENSCH WEISS, WOZU DER BAU GUT SEIN SOLL“

      So ist es. Im Laufe der letzten 2 ½ Jahre sind von Herrn Nahrstedt, Herrn Krumböhmer und Herrn Mädge (und am Geschäft beteiligten Claqueuren) so viele sich komplett widersprechende, ja, sich gegenseitig ausschließende Geschichten zum angeblichen Erfordernis des Hallenbaus erzählt worden (und jedesmal wieder mit der Miene von Moses, dem eben gerade auf dem Berg Sinai die zehn Gebote von Gott selbst offenbart worden sind), dass die Überzeugung reifen musste, es gebe eigentlich überhaupt kein Gemeinwohlinteresse, den großen und teuren Kasten an die Lüner Rennbahn zu klemmen. Es soll bloß – stets je nach Lage – irgendein passendes erfunden werden, um die exorbitanten Ausgaben zu rechtfertigen.

  10. Arena ohne Volleyballer wirtschaftlicher

    „Dass die Arena NUR MIT dem Konzertveranstalter FKP SCORPIO ALS BETREIBER gebaut werden sollte, DARAN LÄSST LÜNEBURGS ERSTER KREISRAT JÜRGEN KRUMBÖHMER KEINEN ZWEIFEL. Doch wie sieht es anders herum aus? Die LZ wollte vom Landkreis wissen: Inwiefern würde das Arena-Projekt gefährdet, wenn die Volleyball-Erstligisten SVG Lüneburg aus dem Vorhaben aussteigen sollten? Dazu sagt Lüneburgs Kreissprecherin Katrin Holzmann: „Es besteht der große Wunsch und es würde uns sehr freuen, wenn die SVG hier bei uns in Lüneburg ihre Spielstätte finden würde. BETRIEBSWIRTSCHAFTLICH aber ENTSTEHT AUS DEN SVG-HEIMSPIELEN KEIN POSITIVER DECKUNGSBETRAG.“ Kurzgefasst: Das Arena-Projekt wäre ohne die SVG sogar wirtschaftlicher.“ Aus der LZ vom 16. Februar 2018

    Ich frage mich wie kommen Herr Nahrstedt, Herr Krumböhmer und Herr Dubber HEUTE plötzlich dazu, das private Konzertveranstaltungsunternehmen FKP Scorpio als deutlich wirtschaftlicheren Betreiber gegenüber dem privaten Entertainement-Unternehmen SVG-Sportbetriebsgesellschaft nachrangig zu behandeln oder gar herauszudrängen?

    Die SVG-GmbH von Andreas Bahlburg ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen der Unterhaltungsbranche mit klaren kommerziellen Gewinnzielen. Würde für Herrn Bahlburg eine kostenlose Nutzungsüberlassung geregelt, wäre dies RECHTSWIDRIG. Denn der Landkreis würde aus Steuermitteln für einen Zweck, der nicht zu seinem Aufgabenkreis zählt, einem Privatunternehmen eine erhebliche Zuwendung (sprich ein Geschenk in Millionenhöhe) gewähren. (Außerdem ist Herr Bahlburg, der immer nur fordert, aber nichts zu geben hat, bis heute nicht in der Lage, anhand von belastbaren Zahlen zu belegen oder auch nur wahrscheinlich zu machen, ob, dass, wie und in welchem Umfang seine orchideenhaft randständige, außerhalb Reppenstedts kaum wahrgenommene Volleyball-Unternehmung eventuell zur Image- oder Standortaufwertung Lüneburgs auch nur das Allergeringste beitragen kann.)

    Kurt Jansen

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Die optimalen Tage für eine ertragreiche kommerzielle Nutzung der Arena wären Freitag, Samstag und Sontag. Da kommen dann pro Jahr rund 150 Tage zusammen. Wenn die Volleyballer 18 Pflichtspiele und 2 angegliederte Trainingstage erhalten, verbleiben für kommerzielle Nutzung nur rund 100 Tage übrig, und das ist Scorpio wohl zu wenig und diesen Ausfall wollen sie sich erstatten lassen. Das Thema Arena für die Volleyballer in Lüneburg ist nach meiner Meinung damit gestorben. Ich stelle mir nur die Frage, wieso die beiden in der Sanierung befindlichen Dreifeldhallen in Kaltenmoor und der Neubau einer Dreifeldhallen im 3. Baubschnitt des Hanseviertels nicht in die Überlegungen einbezogen worden sind. Mauert hier Herr Mädge?

  11. Dietmar Krämer

    Zu Ihrem guten Arena-Kommentar, Herr Fahrenwaldt: Könnten Sie mir denn jetzt EINEN vernünftigen Grund, warum DIESE Halle an DIESEM Ort zu DIESEN Bedingungen überhaupt gebaut werden soll?

    Mir fällt keiner ein.

    Meinem Nachbarn auch nicht.

  12. Einen interessanten Grund für den Arena-Bau deutet Hans-Herbert Jenckel in seinem Blog exklusiv für Lüneburger Politiker an: https://blog-jj.com/2018/04/13/steht-der-kreis-auf-kriegsfuss-mit-leuchtturm-projekten/#more-479

    Jenckel scheint sagen zu wollen, die überteuerte und unzweckmäßige Unfugshalle am falschen Standort werde wohl ausschließlich dehalb (ohne valide Bedarfsanalyse) durchgepeitscht, weil Nahrstedt und Krumböhmer nach den spektakulären Fehlschlägen von Elbbrücke und Kreissiedlungsgesellschaft nicht das Scheitern eines weiteren ihrer großsprecherisch sogenannten „Leuchtturmprojekte“ (dt.: Nonsense-Planungen) eingestehen möchten.

    Mit anderen Worten: Es werden alles in allem vermutlich mehr als zwanzig Millionen Euro in die Ilmenau geworfen, damit zwei sehr durchschnittlichen „Spitzenbeamten“ kein Zacken aus der Talmi-Krone bricht.

    Herr Jenckel hat in diesem Punkt zweifellos recht, denn einen überzeugenden sachlichen, tatsächlich das Gemeinwohl mehrenden Grund für das Verfolgen dieser Schildbürgeridiotie in der Vrestorfer Heide konnte bisher niemand nennen.

  13. Hallo Herr Fahrenwaldt

    Arena-Fragen wie sie im Buche stehen. Was ist, wenn’s mit der Event-Auslastung im Gewerbegebiet an der Grenze zu Adendorf nix wird? Springt dann der megaextrasupidupibesonders-erfolgreiche Vermietungs- und Veranstaltungsgroßmeister von der Schaumschlägertwiete No. One, Dr. (HSG) Sascha Spoun, ein und zahlt die Betriebskosten? Oder wird sich der parkraumlose Schuppen an der Lüner Rennbahn zu einer Werkhalle für den Reppenstedter Tischlernachwuchs umrüsten lassen?

    Dieter Ecker

  14. Hallo Herr Abgeordneter Fahrenwaldt

    Zum geplanten Arena-Blödsinn haben die Ochtmisser Fußball-Koryphäen Kai, Katsche und Reineke, der achtmalkluge Hase, einiges Gewichtige und Runde anzumerken.

    Die drei Kommentare finden Sie ab hier:

    https://www.landeszeitung.de/sport/aktuelles/221302-lsk-gibt-sieg-aus-der-hand#comment-57842

    LG, Lars Jucken

  15. Norbert Kasteinecke

    Die Shuttle-Planung wurde seinerzeit von besorgten Bürgern bereits
    im Keim erstickt :

    https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/329183-eine-u-bahn-fuer-lueneburg

  16. Zwei Überschriften eine Schlussfolgerung

    A) – »Am Bau der Arena wird nicht gerüttelt«

    Warum nicht?

    B) – »Suche nach der Arena-Linie«

    Beides zusammen heißt doch wohl:

    »Wir haben eine Entscheidung getroffen. Jetzt fangen wir an zu überlegen, warum.«

    Werner Trojahn

    • Heinrich Witte

      Sehe ich auch so.

      Ein Landkreis ist auf der Suche nach einem stichhaltigen, legitimierenden Grund fürs Bauen.

      Was für ein Irrsinn!

  17. Muss die SVG Lüneburg Spielbetriebs GmbH mit dem bezahlten Geschäftsführer Bahlburg seine Geschäftsberichte nicht jedes Jahr veröffentlichen? Da kann man sicherlich ersehen in welcher Verfassung die Gesellschaft ist oder kommt sie Ihren Publizitätspflichten nicht nach? Hier gibt es doch sicherlich Fachleute im Kommentarbereich.

    • Richtig, es gibt eine Publikationspflicht.

      Kapitalgesellschaften, zu denen die „SVG Lüneburg Spielbetriebs GmbH“ zweifelsfrei gehört, müssen im elektronischen Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) bzw. im elektronischen Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de) ihren Jahresabschluss, teilweise mit Bilanz, GuV (Gewinn- und Verlustrechnung), Lagebericht usw. veröffentlichen.

      Denn grundsätzlich schützt solche Veröffentlichung die Allgemeinheit, da ja eine Haftungsbeschränkung bei der GmbH auf das Gesellschaftsvermögen besteht. Diesem Risiko soll durch die Veröffentlichungspflicht Rechnung getragen werden. So kann sich die Allgemeinheit über den Stand dieser Kapitaldecke zumindest theoretisch informieren. Dadurch sind auch GmbH & Co. KG, UG usw. wegen ihrer Haftungsbeschränkung zur Veröffentlichung im Bundesanzeiger in der Regel verpflichtet.

      Je größer (Umsatz, Mitarbeiter, usw.) die GmbH, desto umfangreicher und detaillierter sind die Veröffentlichungspflichten.

      Die Einteilung erfolgt nach §§ 267, 267a HGB praktisch in vier Größenordnungen:

      1. Kleinst-GmbHs
      überschreiten mindestens zwei Kriterien nicht:
      – Bilanzsumme 350.000 Euro
      – Umsatzerlöse 700.000 Euro (in den letzten 12 Monaten)
      – Arbeitnehmer ≤ 10 (im Schnitt des relevanten Jahres, Zählweise vgl. § 267 Abs. 5 HGB)

      2. Kleine GmbHs
      überschreiten mindestens zwei Kriterien nicht:
      – Bilanzsumme 6 Millionen Euro
      – Umsatzerlöse 12 Millionen Euro (in den letzten 12 Monaten)
      – Arbeitnehmer ≤ 50 (im Schnitt des relevanten Jahres)

      3. Mittelgroße GmbHs
      überschreiten mindestens zwei Kriterien nicht:
      – Bilanzsumme 20 Millionen Euro
      – Umsatzerlöse 40 Millionen Euro (in den letzten 12 Monaten)
      – Arbeitnehmer ≤ 250 (im Schnitt des relevanten Jahres)

      4. Große GmbHs
      überschreiten mindestens zwei Kriterien der mittelgroßen GmbHs.

      KLEINE GmbHs brauchen keine (!) Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) im Bundesanzeiger zu veröffentlichen (§§ 326 f. HGB). Auch ein Lagebericht muss nicht veröffentlicht werden (§§ 264 f. HGB). Auch darf man viele Positionen der Bilanz verdichten, also zusammenfassen (§§ 266 f. HGB). So muss man kein Eigenkapital (Jahresüberschluss, Gewinnvortrag) ausweisen, ein „Bilanzgewinn“ reicht.

      Und KLEINSTkapitalgesellschaften (vgl. § 267a HGB) müssen nach MicroBilG und EU-Richtlinie 2012/6/EU ihren (ohnehin sehr vereinfachten) Jahresabschluss MEIST NICHT im Bundesanzeiger veröffentlichen. (Auch Anhänge sind unter Umständen verzichtbar, vgl. § 326 Abs. 2 HGB.) Es reicht eine HINTERLEGUNG („Auftrag zur Hinterlegung“ im Bundesanzeiger). So hinterlegte Jahresabschlüsse kann aber auch JEDER, der möchte, einsehen, allerdings NICHT KOSTENFREI im Bundesanzeiger online abrufen, sondern diese können nur noch kostenpflichtig (derzeit netto 4,50 Euro) über das Unternehmensregister abgerufen werden.

      Der Jahresabschluss ist spätestens 12 Monate nach dem Ende des betreffenden Geschäftsjahres im Bundesanzeiger zu veröffentlichen. D.h. nach Ende des Geschäftsjahres (meist das Kalenderjahr) hat man noch genau 12 Monate Zeit. Nicht mehr und nicht weniger. Die Offenlegungsfristen sind nicht verlängerbar! Verzögern oder Vermeiden ist in der Regel die falsche Strategie, wenn man Transparenz durch diese Offenlegungspflichten vermeiden will. Denn es drohen saftige, bis zu hohen fünf- und sechsstelligen Ordnungsgeldern.

      Hinweis: der Bundesanzeiger selbst prüft die eingereichten Daten nur formal auf Vollständigkeit, eine inhaltliche Prüfung findet soweit nicht statt. Wer aber bewusst zu wenige oder falsche Daten veröffentlicht, macht sich strafbar. Da insbesondere Banken oder das Finanzamt die Daten im Bundesanzeiger nutzen, ist das Risiko entsprechend groß.

    • Laut Unternehmensregister wurden bisher keine Jahresabschlüsse der SVG Spielbetriebs GmbH veröffentlicht, wie es bei einer GmbH vorgeschrieben ist. Wäre mal interessant von Bahlburg zu erfahren, warum er diesen Verpflichtungen nicht nachkommt.

      • Helmut, wann haben Sie das denn festgestellt? Als Klaus gestern (20. April 2018) seine Frage abgeschickt hat, war es 19:14 Uhr. Aufgrund von umfangreichen Wartungsarbeiten sind der Bundesanzeiger und das Unternehmensregister aber schon seit Freitag, den 20. April 2018, um 18:30 Uhr nicht mehr erreichbar (Dauer: bis Sonntag, den 22.04.2018, ca. 18:00 Uhr).

        Klingt also so, als hätten Sie sich Ihren Vorwurf frei aus den Fingert gesaugt.

        Dazu kommt, wie ich schon schrieb, dass KLEINSTkapitalgesellschaften (vgl. § 267a HGB) nach MicroBilG und EU-Richtlinie 2012/6/EU ihren (ohnehin sehr vereinfachten) Jahresabschluss MEIST NICHT im Bundesanzeiger zu veröffentlichen brauchen. Es reicht eine HINTERLEGUNG („Auftrag zur Hinterlegung“ im Bundesanzeiger). So hinterlegte Jahresabschlüsse kann aber auch JEDER, der möchte, einsehen, allerdings NICHT KOSTENFREI im Bundesanzeiger online abrufen, sondern diese können nur noch kostenpflichtig (derzeit netto 4,50 Euro) über das Unternehmensregister abgerufen werden.

        Die 4,50 Euro müssten Sie schon investieren, um ab Sonntag nach 18:00 Uhr herauszufinden, ob Andreas Bahlburg seinen Darlegungspflichten nachkommt – oder nicht.

        Mal grad so irgendwas rausbölken, trägt nicht zu Ihrer Glaubwürdigkeit bei.

        Leider.

        MfG, Heinrich Fuchs

  18. Hallo Herr Fahrenwaldt

    Die beiden regelmäßigen Arena-Großveranstaltungen im Monat wollen Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen? Da sind die zehn SVG-Heimspiele schon mit dabei, oder? Die Spitzenkräfte Nahrstedt und Krumböhmer haben sich vergangenen Montagabend (den 9. April) in der Aula der Grundschule Weinbergsweg in Adendorf ja alle Mühe gegeben, den drohenden Schrecken für den Norden Lüneburgs klein zu reden. Wie viele Veranstaltungen in einer Arena Lüneburger Land pro Jahr stattfinden würden, könne „keiner so genau sagen“, raunte dort erbleichend der Erste Kreisrat Krumböhmer. Seine vage Vermutung nach einem längeren Telefonat mit Opa Schowski: „Zwei große Veranstaltungen im Monat, aber auch das nur im Winterhalbjahr.“ Nur in ganz, ganz seltenen Fällen würde die absolute Höchstgrenze von 3.500 Besuchern – und das auch dann ganz, ganz bestimmt nur vielleicht – erreicht werden –- Verkehr und Parksituation sollten so nur an ganz, ganz wenigen Tagen im Jahr Grund zur Sorge bereiten. (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1547982-suche-nach-dem-besten-weg) Mit anderen Worten: Das bisschen Chaos an drei bis 24 Tagen per annum werde doch zu verkraften sein. Ich habe mich gewundert, warum Philosoph Krumböhmer nicht gleich erklärt hat, insgeheim sei sowieso bloß beabsichtigt, statt der Halle an der Lüner Rennbahn nur eine 40 mal 24 Meter große Plakatwand mit einem Hallenfoto als Selfie-Point für Best Ager, der Abkassier-Zielgruppe von Herrn Ulrich von dem Bruch (LHG), aufstellen zu lassen.

    Man baut also eine Arena mit 3.500 Sitzplätzen für Herrn Bahlburg, aber weder dieser noch irgend jemand sonst möchte bzw. kann sie wirklich nutzen. Die von Mal zu Mal mühsam zusammengekratzten fünf-, maximal sechshundert Volleyballfans werden unter den vielen Postboten und Timeprofis zwischen Straßenmeisterei, Tofutown und Mediamarkt gar nicht weiter auffallen. Und nur wenn man das Blatt mal volle Kanne ausreizt, es so richtig krachen lässt und alle avisierten 24 Veranstaltungen innerhalb von zwölf Monaten möglich macht, bringt es die mit Millionen aus Steuermitteln bezuschusste Betreibergesellschaft auf eine Auslastungsquote von annähernd sieben Prozent. Die ist dann immerhin fast doppelt so hoch wie die Quote in „Stadthalle“ numero due, dem Libeskind-Audimax, wo geplant sein soll im Jahre 2038, gleich nach der Fertigstellung jenes zinkplattengepanzerten Jahrtausendbaus, die Vier-Prozent-Marke der theoretisch möglichen Einnahmen zu reißen.

    LG, Ihr Lukas

    • Dieses Arena-Ding ist ein Trauerspiel.

      Ein sehr teures.

      Wie können Rat und Kreistag bei diesem Bürgernepp mitmachen?

  19. Klaus, die SVG wird keine Halle geschenkt bekommen, da „eine kostenlose Nutzungsüberlassung […] rechtswidrig [wäre] . Denn der Landkreis würde aus Steuermitteln für einen Zweck, der nicht zu seinem Aufgabenkreis zählt, einem Privatunternehmen eine Zuwendung gewähren.“ (M. Nahrstedt, J. Krumböhmer)

    Der Bau der „Arena“ wird an genau dieser Unvereinbarkeit von Gemeinwohlgebot und Nichtfinanzierbarkeit durch den Nutzer, das Privatunternehmen SVG-GmbH, SCHEITERN.

    Die Halle lässt sich in der Enge des Gewerbegebietes an der Lüner Rennbahn nicht wirtschaftlich betreiben. „Events“ mit drei- bis viertausend Besuchern sind dort nicht möglich. Die Ansprüche der SVG (Heimspiele plus Trainingszeiten) sind mit den Notwendigkeiten einer Veranstaltungsplanunung nicht in Übereinstimmung zu bringen. Der sehr kostspielige Bau der „Arena“ auf diesem Gelände ist NICHT zu rechtfertigen. Was bleibt? Der Egoismus der Herren Bahlburg und Hoppe sowie die Gedankenlosigkeit der Herren Nahrstedt und Mädge haben verhindert, dass an einem geeigneten Standort mit dem Projekt begonnen wird, von dem alle Lüneburger Vereine plus der Schul- und Freizeitsport etwas haben.

  20. Hallo Michael Gaus und Karlheinz Fahrenwaldt

    Wer sich gegen den Arena-Wahn impfen lassen möchte oder muß, sollte dafür einen Kinderarzt aufsuchen. Vorteil 1: Ein Kinderarzt weiß, wie er den Patienten optimal ablenken kann, so daß der Pieks kaum wehtut. Vorteil 2: Die Pflaster sind wegen der bunten Kindermotive viel schöner. Nachteil: Man muß ein Kind dabeihaben.

    Kim-Oliver

  21. Hallo Michael Gaus und Karlheinz Fahrenwaldt

    „Im Zuge der abschließenden Vertragsverhandlungen [mit dem ausgewählten Betreiber, der FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH] haben sich Erkenntnisse verdichtet, wonach die Arena Lüneburger Land unter den Rahmenbedingungen, die der Ausschreibung zugrunde liegen, wirtschaftlich nicht betrieben werden kann.“

    So steht es in der Beschlussvorlage 2018/118 von Herrn Krumböhmer (also auch von Herrn Nahrstedt) für die morgige Kreistagssitzung.

    Ist das nicht eine Bankrotterklärung mit Feuerwerk und ganz großem Blech?

    Noch Mitte Februar glasklar festgestellt worden, was ohnehin jeder von Anfang an wusste: „Aus den Heimspielen der SVG entsteht kein positiver Deckungsbeitrag.“ (Katrin Holzmann, Sprecherin Landkreis Lüneburg: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1481802-arena-ohne-volleyballer-wirtschaftlicher)

    Daraus wird jetzt die Behauptung: Erst „im Zuge der abschließenden Vertragsverhandlungen“ hätten sich Erkenntnisse verdichtet, wonach die Arena Lüneburger Land unter den Rahmenbedingungen, die der Ausschreibung zugrunde liegen, wirtschaftlich nicht betrieben werden kann.“ Das ist eine offenkundige Lüge, denn es war IMMER bekannt, dass der Vorrang des Privatunternehmens SVG GmbH einen wirtschaftlichen Betrieb ausschließen würde. Doch die „Rahmenbedingung“, um die es hier geht, ist eben die Berücksichtigung der SVG Spielbetriebs GmbH. Deren (unentgeltliche) Bevorzugung steht aber nicht nur im Widerspruch zu jeglicher Möglichkeit eines wirtschaftlichen Hallenbetriebs, sondern auch zu den Geboten des Beihilferechts, das „eine kostenlose [oder gar subventionierte] Nutzungsüberlassung [verbietet, da sie] […] rechtswidrig [wäre] . Denn der Landkreis würde aus Steuermitteln für einen Zweck, der nicht zu seinem Aufgabenkreis zählt, einem Privatunternehmen eine Zuwendung gewähren.“ (M. Nahrstedt, J. Krumböhmer)

    Was heißt es genau, wenn Kreissprecherin Katrin Holzmann sagt, in den Zusammenhang der von Manfred Nahrstedt nach Absprache mit dem Privatunternehmer Bahlburg (CDU) und seinen engen Freunden vom Wasserturm, aus Gellersen und Bardowick überraschend und eigenmächtig neu geschaffenen Lage würden „auch die aktuellen Zahlen, die dem Kreis nun vorliegen, mit einbezogen“?

    Liegen diese Zahlen (genauer: Prognosen) auch den Kreistagsmitgliedern vor? Oder bekommen diese das Material erst wieder heute gegen 22:00 Uhr, am Vorabend der morgigen Sitzung, zugemailt, so dass auch ganz sicher garantiert ist, dass keiner von ihnen (inklusive Ihnen) die Zeit hat, die Inhalte zu durchdringen und begründeten Widerspruch anzumelden?

    Wurde den Kreistagsmitgliedern zum Vergleich auch die FKP-Kalkulation vorgelegt, die Pachteinnahmen versprach, bevor Manfred Nahrstedt von einigen SPD- und CDU-Kapeiken Anfang März auf die Idee gebracht wurde, sein Ohr dem lieben Herrn Bahlburg wieder zuzuneigen und den lieben Herrn Hoppe wieder „mit ins Boot zu holen“?

    Und indem „ES“ jetzt nicht nur „SVG-First“, sondern sogar „die kommunale Betriebsgesellschaft“ mit eingebauten Millionendefiziten zur Förderung von Privatunternehmungen fordert (plus „Einbindung eines privaten Gesellschafters mit Expertise für den operativen Betrieb“), „schmiedet“ also das trimodale „Trio der Kreistagsfraktionen von CDU, Grünen und Linken“ nach mehreren Blendrotationen der „Verwaltungsspitzen“ genau das Günter Dubbersche „Zweck-Bündnis“ für die dauersubventionsgepamperte „Heimatlösung“ (Hoppe/Bahlburg), welches auf direktem Wege zu schaffen Herr Mädge und Herr Nahrstedt die Hoffnung beinahe schon aufgegeben hatten? (Auch Ihr Antrag, Herr Fahrenwaldt: https://allris.lklg.net/bi/___tmp/tmp/45081036397017590/397017590/00126504/04.pdf — zu finden in der Vorlage 2018/102 : https://allris.lklg.net/bi/vo020.asp?VOLFDNR=4770

    Ich gratuliere!

    Aber Achtung: bloß nicht das Verlangen nach einer zehnjährigen Laufzeit in den „kommunalen“ Betreibervertrag nehmen, sonst ist die europaweite Ausschreibung nicht mehr zu umgehen und die ganze fein austarierte Konstruktion der Begünstigung von einzelnen „Spezis“ zum Nachteil des Gemeinwohls würde nicht mehr funktionieren!

    MfG, Jürgen Kern

    • Man stelle sich vor, man hätte in früheren Jahren für kurz oder mittelfristig erfolgreiche Nischensportarten angefangen Arenen zu bauen von Faustball, Badminton, Kegeln,… wieviele Arenen hätten wir jetzt? Sogar die populär Sportart Handball hätte in Spitzenjahren eine bessere Halle verdient gehabt. Wir sollten uns den Volleyball noch ein paar Jahre ansehen, wie er ist, bisher hat dieser Sport noch keine Begeisterungswellen ausgelöst und auch nicht überzeugt ein nachhaltiges Projekt zu sein. Auch ist fraglich, wie dieser Verein nach Trainerwechsel oder anderen personellen Veränderungen reagiert. Soviele Millionen und soviel Zugeständnisse auf solch einen Jungen Hype zu setzen, halte ich für unverantwortlich. Es schaut schon eher so aus, als ob Hinterzimmer Geklüngel diese Entscheidung bestimmen anstatt sachlich, analytische Faktoren.

  22. ARENA LÜNEBURGER KLÜNGEL

    „Klüngelingeling, Klüngelingelang“, hier kommt der Volleyballmann: „Manni, schau dir mal diese Arena-Pläne an. Volleyballbundesliga, Schul- und Breitensport ̶ Konzerte, Events, Kongresse an einem Ort. Grundstück, Architekt, Investor, Betreiber, Namensgeber gibt es schon, und wer bezahlt ist auch klar, denn die Arena dient ja schließlich dem Bürgerwohl.“

    Volleyball ist eine Randsportart in Deutschland und wird es auch immer bleiben. Noch deutlich hinter Handball, Basketball und Eishockey. Wenn beim Spartensender SPORT1 über Fußball getalkt wird, ist das für den Sender von größerer ökonomischer Bedeutung, als die Übertragung eines Ligaspiels in einer Randsportart. Auch wenn die großflächige Berichterstattung in der LZ anderes vorgaukelt, ist die Volleyballbundesliga den allermeisten Tageszeitungen nicht einmal Randnotizen wert. Schlimmer: Es werden weder die Ergebnisse noch die Tabelle abgedruckt. Der Werbewert der SVG Volleyballtruppe für Lüneburg tendiert gen null. Signifikant mehr ist auch nicht möglich.

    Die Volleyballbundesliga ist eine Operettenliga die auf „Eventisierung“ setzt. Im Zusammenhang damit wurden die Lizenzbedingungen so erhöht, dass die Zielstärke von 12 Mannschaften nicht erreicht wird. Derzeit spielen 11 Teams, davon 2 mit Ausnahmegenehmigungen (Lüneburg und Herrsching) und 1 dank einer WildCard (Innsbruck). Herrsching wird sich wohl nicht mehr um eine Lizenz bewerben und schon mehrmals haben Teams auf den Aufstieg in die 1. VBL verzichtet. Ein hallenbedingter Ausschluss der SVG ist daher reine Drohkulisse. Für 98% der Bevölkerung im Landkreis Lüneburg existiert ohnehin keine Gefahr, dass die Volleyballer Richtung Hamburg abwandern – aus dem ganz einfachen Grund, weil sie sich nicht für die internationale Söldner-Truppe der SVG Lüneburg Spielbetriebs GmbH interessieren. Ein Verweis auf die vielen SVG-Jugendmannschaften im Zusammenhang mit der Arena-Diskussion ist unsinnig, da diese eine solche in keiner Weise benötigen.

    Das abgekartete Spiel `Niemand hat die Absicht einen Volleyball-Hoppe-Dome zu bauen´ lief wie geschmiert bis ein zweiter Betreiber dazukam. Der muss jetzt wegen Nichtbeachtung der 1. Spielregel („Scheiß auf das Beihilferecht und Einnahmeverluste! Die Interessen der SVG Lüneburg Spielbetriebs GmbH sind vorrangig!“) neu rechnen. Und die Bürger dürfen draufzahlen, damit die Tingeltangel-Truppe, die es bei der letzten Wahl zur Lüneburger Sportmannschaft nicht einmal unter die ersten drei schaffte, kostenlos in der 10 Mio-Arena trainieren kann!

    Zitiert nach Jo Bembel (25. März 2018 at 07:48): https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/1520042-die-geforderte-hilfe-von-aussen-hat-der-landkreis-laengst#comment-157211