Aktuell
Home | Lokales | Adendorf | Suche nach dem besten Weg
Die Kreuzung Artlenburger Landstraße/Lüner Rennbahn gestern Nachmittag. Bei Großveranstaltungen in einer künftigen Arena Lüneburger Land, so fürchten Skeptiker, könnte es dort zum Verkehrsinfarkt kommen. Foto: t&w

Suche nach dem besten Weg

Adendorf. Kommt die Arena Lüneburger Land? Wann kommt sie? Wie wird sie genutzt? Wer wird Betreiber? Alles Fragen, die die Lüneburger Kreispolitik schon lange umtreiben. Andere Fragen wurden am Montagabend in der Aula der Grundschule Weinbergsweg in Adendorf gestellt: Wie wirkt sich der An- und Abreiseverkehr auf das angrenzende Adendorf aus? Oder: Sind ausreichend Parkplätze für Arena-Besucher vorgesehen? Fragen, die die Adendorfer interessieren, die bei der Bürgerversammlung dabei waren.

Aus dem Adendorfer Gemeinderat hatte es schon vor mehr als einem Jahr Forderungen nach einer ausführlichen Information zum Thema Arena Lüneburger Land gegeben. Zur „lang ersehnten“ Bürgerversammlung, so Bürgermeister Thomas Maack, begrüßte er rund 80 Gäste, darunter auch viele Mitglieder von Rat und Verwaltung. Aus erster Hand informierten Landrat Manfred Nahrstedt und Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer.

Zwei große Veranstaltungen im Monat

Man sei „auf gutem Wege“, für die nächste Kreistagssitzung am Montag, 23. April, „eine gemeinsame Sitzungsvorlage“ für den Bau der Arena Lüneburger Land hinzubekommen, erklärte Landrat Nahrstedt, bezog sich auf die nichtöffentliche Sitzung des Kreisausschusses wenige Stunden zuvor.

Wie viele Veranstaltungen in einer Arena Lüneburger Land pro Jahr stattfinden würden, „kann keiner so genau sagen“, erklärte Erster Kreisrat Krumböhmer. Eine vage Vermutung: „Zwei große Veranstaltungen im Monat, aber auch das nur im Winterhalbjahr.“ Nur in seltenen Fällen würde so die absolute Höchstgrenze von 3500 Besuchern erreicht werden – Verkehr und Parksituation sollten so nur an wenigen Tagen im Jahr Grund zur Sorge bereiten.

Für die Besucher, so Krumböhmer, würden in direkter Nähe zur Halle 500 Parkplätze zur Verfügung stehen, darunter 270 auf dem eigenen Gelände. Weitere Überlegungen der Kreisverwaltung: Vom Parkhaus am Bahnhof soll ein Busshuttleverkehr organisiert werden – der solle auch für Besucher, die mit dem Pkw kommen, nutzbar sein.

Verhandlungen mit dem Land Niedersachsen

Man führe auch Verhandlungen mit dem Land Niedersachsen, um den Parkplatz am Behördenzentrum Ost für Arena-Besucher nutzen zu können – auch von dort könne ein Shuttlebus verkehren, sagte Landrat Nahrstedt. Er verwies weiter auf die Bemühungen, den Radverkehr im Landkreis attraktiver zu gestalten und hofft auf viele B

esucher, die mit dem Drahtesel zur Arena kommen. Und darauf, dass es vor allem viele kleinere Veranstaltungen seien, die in der Arena Lüneburger Land stattfinden

werden – vom Abiball über das Fußballhallenturnier bis zum runden Geburtstag.

Die Adendorfer machten klar, dass sie zum Bau der Arena stehen – die Angst vor dem Verkehrsinfarkt, etwa an der Kreuzung Artlenburger Landstraße/Lüner Rennbahn, und Parkchaos in angrenzenden Straßen, konnten Nahrstedt und Krumböhmer aber nicht allen nehmen, auch wenn der Erste Kreisrat unter anderem für die Artlenburger Landstraße eine zusätzliche Abbiegespur aus Richtung Brietlingen in Aussicht stellte.

Noch längst ist nicht alles geklärt

Die Adendorfer machten auch eigene Vorschläge: eine Verbindung zwischen Lüner Rennbahn und Vrestorfer Heide etwa, um die Arena-Zufahrt nicht in einer Sackgasse enden zu lassen, oder eine neue Ilmenaubrücke, um auf diese Weise eine weitere Zufahrt zur Halle zu bekommen.

Klar wurde während der Bürgerinformation: Noch längst ist nicht alles geklärt, was Anreise, Abreise und Parksituation rund um die künftige Arena betrifft. Das sah auch Henry Arends, beratendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Ortsentwicklung und Bauen der Gemeinde, so. „Sie arbeiten mit vielen Annahmen, mit Hoffnungen und Appellen“, sagte er an Nahrstedt und Krumböhmer gerichtet.

Arends forderte ein Verkehrskonzept für die Arena Lüneburger Land, denn „wir Adendorfer werden die Auswirkungen spüren. Das wiederum lehnte der Erste Kreisrat Krumböhmer ab: „Was nützt mir ein abstraktes Konzept von Experten aus Berlin?“ Die Kreisverwaltung setze mehr auf konkrete Arbeit vor Ort. Konkrete Anregungen, Sorgen und Vorschläge aus der Adendorfer Bevölkerung nahmen die Verwaltungsspitzen dafür nach Lüneburg mit.

Von Ingo Petersen

18 Kommentare

  1. .. Wie viele Veranstaltungen in einer Arena Lüneburger Land pro Jahr stattfinden würden, „kann keiner so genau sagen“, erklärte Erster Kreisrat Krumböhmer. Eine vage Vermutung: „Zwei große Veranstaltungen im Monat, aber auch das nur im Winterhalbjahr.“

    .. interessant solche Aussagen , denn wenn ein Unternehmer der Erfolg mit seiner Firma haben will und muß , so handeln würde , wäre er bald pleite.
    Vielleicht könnte man ja auch islamische Feiern , Feiertage , Gebete usw. dort abhalten , aber dann wird die Politik die Arena wohl kostenlos zur Verfügung stellen … wir schaffen das ! auch diese Arena !

    • Alles hat mit allem zu tun, oder wie?
      Warum Sie den Planungsmurks mit Flüchtlingen und Islam in Verbindung bringen, wissen Sie wahrscheinlich selbst nicht so genau – Hauptsache man kann sich verbal erleichtern.
      Oder haben Sie einen Twitter-Lehrgang von Fr. von Storch besucht á la „Wie kann ich Zusammenhänge generieren, die nicht existieren!“.

      • „Warum Sie den Planungsmurks mit Flüchtlingen und Islam in Verbindung bringen“,

        Na , woher kommen denn die (angeblichen) „Flüchtlinge“, die uns als „Fachkräfte“ verkauft wurden( politischer Murks). Aus Irland?

        Der Lehrgang muss heissen: Warum erkennen Blockparteienwähler seit Jahren einfache politische und gesellschaftliche Zusammenhänge nicht. Denen könnte man auch erzählen,daß die neuen Flüchtlinge aus Dänemark vor dem Krieg gegen Norwegen flüchten.

          • Fakten zum Thema, klare Argumente, Daten oder Zahlen? Ausser persönlicher Verunglimpfung mal wieder nichts zu finden.*schmunzel*

          • Andreas Janowitz

            Das ist viel zu eloquent? Selbst „meine Arschbakterien haben ein höheres kulturelles Niveau erreicht“ ist jenseits dieses Horizonts? Dieser Wicht schafft es andere Forenschreiber nach zu äffen- gratulation!
            Viel beunruhigender ist das der wahrscheinlich am Strassenverkehr teilnimmt- ohne Betreuer.
            Tut mir leid aus diesem Thema einen „Zusammenhang“ zur Ausländerkriminalität stricken zu wollen ist einfach nur eins: lustig bekloppt. Wäre da geringste Hirnaktivität könnte er verstehen, das dieses feige, dumme Gebahren Vorurteile gegenüber AfD Anhängern bestärkt, aber … nada, nix, null.
            Einfach nur erbärmlich.

        • Ist ja nett das Sie für BARHARN(Warum schreit er/sie seinen/ihren Nickname???) anworten aber trotzdem hat dieses Luftschlossprojekt nichts direkt, und wahrscheinlich auch nicht indirekt, mit Flüchtlingen,Flüchtlingskrise, Islam oder Frau Merkel zu tun.
          Aber irgendwer wird hier bestimmt demnächst wieder fadenscheinige Argumente präsentieren das es doch so wäre.
          Es ist schon traurig genug das sich der Lebensinhalt einiger Leute nur noch darum dreht über die Flüchtlinge deren Auswirkung auf die deutsche Gesellschaft zu wettern und zu zetern.
          Leute, akzeptiert die Situation und macht für euch das beste daraus, ich kann auch den lieben, langen Tag rumjammern warum ich immer noch nicht Millionär bin – obwohl ich sooft und solange Lotto spiele.
          Hilft mir das weiter, nein – also…

  2. „Sie arbeiten mit vielen Annahmen, mit Hoffnungen und Appellen“, sagte Henry Arends, beratendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Ortsentwicklung und Bauen der Gemeinde, an Nahrstedt und Krumböhmer gerichtet.

    Man könnte das hilflose, schulterzuckende Gestammel „der Verwaltungsspitze“ auch Lügen, Ausflüchte und dummes Gequatsche nennen.

    Wie viele Veranstaltungen in einer Arena Lüneburger Land pro Jahr stattfinden würden, „kann keiner so genau sagen“, erklärte Erster Kreisrat Krumböhmer. Eine vage Vermutung: „Zwei große Veranstaltungen im Monat, aber auch das nur im Winterhalbjahr.“

    Das hieße ja, es gibt maximal zwölf große Veranstaltungen. War nicht im Februar noch von hundertfünfzig bis zweihundertfünfzig die Rede?

    Und „nur in seltenen Fällen würde so die absolute Höchstgrenze von 3500 Besuchern erreicht werden – Verkehr und Parksituation sollten so nur an wenigen Tagen im Jahr Grund zur Sorge bereiten“ ?

    Ja, Herschaftszeiten, wozu braucht man dann überhaupt so einen verrückt teuren Riesenbau in dem engen Gelände? Hieß es nicht die letzten drei Jahre, die SVG würde jedes Heimspielwochenende locker 3500 Besucher ins Gewerbegebiet ziehen? Jetzt plötzlich soll das die absolute Ausnahme sein? Und mit dem Fahrrad sollen die Besucher kommen? In den Wintermonaten, wenns kracht und braust? Wie passt das alles zusammen? Haben Nahrstedt und Krumböhmer eingetlich vorher darüber nachgedacht, was sie daherfaseln? Liegt falsch, wer sich durch solches Gesabbel vergackeiert (um nicht zu sagen: verarscht) vorkommt?

    • Annahmen, Hoffnungen und Appelle, dazu alle drei Tage ein neues „Nahrstedt-Narrativ“ gespickt mit Myriaden einfältigster Widersprüche, viel Schwammigem und jeder Menge Notlügen: DAS sind „der Arena-Plan“ und die ihm zugrunde liegende „Bedarfsanlyse“.

      Mehr gibt es nicht – nach über zwei Jahren Eiertanz und Schwindeleien.

      Herr Oberregierungsrat Dr. Henry Arends, bis vor genau zwei Jahren noch Büroleiter und rechte Hand von Oberbürgermeister Mädge, hat das sehr gut erkannt.

      NICHTS, nicht einmal, dass Nahrstedt sein Gesicht verlieren würde (denn das ist ihm schon vor Jahren, spätestens beim Elbbrücken-Fiasko abhanden gekommen), spricht dagegen, JETZT umzusteuern und „das Projekt“ zügig auf einem geeigneteren Gelände neu aufzusetzen, so dass ein Stadion sowie Trainings- und Freizeitsportanlagen neben die Halle passen und tatsächlich ein Gemeinwohlnutzen zu erkennen ist – und nicht nur ein Versorgungsbau für zwei bekannte Lüneburger Privatunternehmer mit notorischer Subventionsabgreiferbiografie.

      • Werner Müller

        So seh ich den Arena-Blödsinn auch. Ich hoffe, die Kreistagsmitglieder setzen sich jetzt endlich mal mit der Frage nach dem wahren Bedarf auseinander, anstatt wieder nur den Quatsch von der „Aufwertung des Oberzentrums“ nachzubeten und erneut einfach für den ungaren Käse zu stimmen, den Nahrstedt, Krumböhmer und der hohle Sprüche klopfende Günter Dubber ihnen vorsetzen. Der Standort muss aufgegeben werden! Für 20 Millionen Euro plus den Kosten für den notwendigen Straßenum- und Parkraumneubau Am Alten Schlachthof könnte am Bilmer Berg oder auf dem TKK-Areal ein ganzer Sportpark gebaut werden.

  3. „Die Kreuzung Artlenburger Landstraße/Lüner Rennbahn gestern Nachmittag. Bei Großveranstaltungen in einer künftigen Arena Lüneburger Land, so fürchten Skeptiker, könnte es dort zum Verkehrsinfarkt kommen.“

    Naja , wenn Sie das Wort „Skeptiker“ durch das Wort „Realisten“ ersetzen würden, wären wir alle näher an der Wahrheit dran.
    Sonst müsste man bei Frau Bär von der CSU nachfragen, ob es bis zur Eröffnung mit den Flugtaxis klappt.

  4. Das wird Nizza-reloaded – massstabsgetreu 1:5. Passt irgendwie…

  5. Die Lüneburger Sportstättenplanung ist ein Trauerspiel, das auch den letzten Ehrenamtlichen die Lust vergehen läßt sich weiter zu engagieren. Ich meine da insbesondere die Entnahme und Vernichtung der Sportplätze im Wilschenbruch, die Bebauung des Kleinplatzes von Eintracht, bei gleichzeitiger Belegung eines Platzes in Oedeme. Es reicht hinten und vorne nicht mehr. Wenn man sieht wie beim Vfl 3, 4 Jugendmannschaften auf einem Platz trainieren müssen etc.
    Jetzt kommt ein weiteres Riesenproblem für alle Sportvereine dazu: Die Ganztagsschulen. Die führen dazu, das das Jugendtraining zeitlich nach hinten rückt und sich die Zeiten mit den Älteren Jahrgängen und Herrenbereichen überlagern, sodaß die Zahl der Sportplätze deutlich erhöht werden müsste. Was macht die Stadt? Sie schiebt auf, vertagt, kümmert sich um Millionen für Arena Pläne, um ein paar auswärtigen Volleyballprofis eine sportliche Heimat zu geben, obwohl ausreichend Hallenkapazitäten zur Verfügung stehen, nur halt nicht Bundesligatauglich für einen kleinen Haufen Profis. Ab nach Hamburg mit den seltenen Bundesligaspieltagen und dann mit Vollgas das Geld für die vielen hundert Jugendspieler ausgeben und anständige und ausreichende Sportstätten bauen. Das tut der Jugend gut, der Integration und den vielen Ehrenamtlichen, die sonst bald die letzte Motivation verlieren.

    • Selbst Arena-Kritiker Karlheinz Fahrenwaldt scheint aufgegeben zu haben und nun für den Millionen-Unfug an falscher Stelle votieren zu wollen.

      Aber kein Mensch kann überzeugend erklären WARUM und WOZU wir, die Lünebürgerinnen und -bürger, diese Arena eigentlich benötigen.

    • An welcher Sportstätte ich vorbei fahre, wann auch immer tagsüber – und ich komme rum am Tag – sehe ich nie jemanden, weder Pfleger, noch sportliche Nutzer.

      Es gibt im Leben nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist man Teil des Problems, oder man ist Teil der Lösung.
      Wenn da also einzelne Vereine ein Problem mit ihren Zeiten haben, sollten sie es mit „Time-Management“ versuchen – früher hätten wir einfach Belegungsplan gesagt, aber heutzutage ist ja alles schwierig…

  6. Zur Verkehrssituation:

    Die Arena ist für 3500 Zuschauer ausgelegt. Parkplätze werden vor Ort eingeplant. Wenn im Schnitt zwei Zuschauer in einem Auto sitzen, fehlen also 1500 Parkplätze. Es wird argumentiert, dass ein Shuttle Service vom Bahnhof anngeboten werden. Es stellt sich die Frage: wie realistisch ist, dass die Arena-Besucher tatsächlich dies nutzen? Ist nicht eher davon auszugehen, dass Besucher dann doch versuchen werden, im nahen Umfeld „wild“ parken? Es wird an dieser Stell viel spekuliert.

    Um das alles realistisch zu prüfen, sollte die Stadt testweise mal auf dem Gelände eine größere Veranstaltung organisieren, zu der etwa gleichzeitig 3500 Besucher kommen (z.B. ein Open-Air-Konzert) und vor Ort genu diese 500 parkplätze zur Verfügung stellt sowe einen Shuttle vom Bahnhof einrichtet. Dann sieht man ziemlich schnell, wie realistisch die Planung ist.

    • Erich Petersen

      Klaus, Sie haben Nahrstedts trimodales Arena-Mobilitätskonzept nicht durchdrungen. Es gibt DREI Säulen des Transfers: 1.: Das Fehlen von ca. zweitausend Parkplätzen an der Lüner Rennbahn und das Nadelöhr der Zufahrt, 2.: Das Fehlen von ca. tausend Parkplätzen am Bahnhof und hunderttausend ungelöste Fragen der Shuttle-Dienst-Organisation, aber 3.: steht dem gegenüber das Angebot von Gisela Plaschka, Günter Dubber, Henrik Philipp Morgenstern und Manfred Nahrstedt, sie alle vier würden mindestens die Hälfte der dreitausendfünfhundert Zuschauer – besonders in den iwäntstarken Wintermonaten – von Amelinghausen aus mit dem Fahrrad direkt vor die Kassenanlage der Arena transportieren. Erste Feldversuche, wie das aussehen könnte, sind bereits (allerdings unter günstigen Witterungsbedingungen) zu Werbezwecken für diese pfiffige Idee per Videostream und Standfotos von der LZ dokumentiert worden. Siehe : https://www.landeszeitung.de/wp-content/uploads/2015/06/494787_.jpg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.