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Auch am Schrangenplatz soll es bald ein umfangreiches Burger-Angebot geben. (Foto: t&w)

Burger für Lüneburger

Lüneburg. Burger-Liebhaber können aufatmen: Bald schon soll es in Lüneburg gleich zwei Restaurants mit einem solchen Angebot geben. Im Mai eröffnet im Wasserviertel das Lokal „BurgerKultour“, es bezieht die Räume in der Straße Im Wendischen Dorfe, die zuvor von „Lüne Burger“ genutzt wurden. Wie berichtet, musste der Laden aus wirtschaftlichen Gründen schließen, ein Insolvenzverwalter wurde eingeschaltet. Auch vom Schrangenplatz drängen Neuigkeiten: Dort soll die Burger-Kette „Peter Pane“ nun doch ein Restaurant eröffnen.

Eigentlich wollte die Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH, die derzeit insgesamt 23 Burgerläden betreibt, schon zum Jahreswechsel in das ehemalige „Comodo“ einziehen. Doch daraus wurde nichts: Prob­leme bereitete die Baugenehmigung, die noch aus dem Jahr 2006 stammt. Es hieß, dass für Umbaumaßnahmen möglicherweise ein neuer Antrag gestellt werden müsse. Denn Brandschutzvorgaben und solche, die die Fluchtwege betreffen, haben sich in den vergangenen Jahren verschärft.

Stillschweigen von der Geschäftsführung

Das war im Januar. Seitdem ist es ruhig geworden am Schrangenplatz. Manch einer befürchtete schon, dass Peter Pane seine Zelte nicht in Lüneburg aufschlagen könnte. Nach LZ-Informationen steht die Paniceus Gastro Systemzentrale aber im Zusammenhang mit aktuellen Entwicklungen an der Oberen Schrangenstraße 23. Auch heißt es, dass die Gastronomiekette bereits Mietverträge mit dem Eigentümer des Komplexes, der Kerber-Grundstücksgesellschaft, geschlossen haben soll.

Dessen Geschäftsführer Jörg Lehrndorfer wollte sich auf LZ-Nachfrage nicht erneut zu dem Thema äußern. Es hieß, man habe Stillschweigen vereinbart. Auch die Geschäftsführung von Peter Pane war trotz mehrfacher Nachfragen sowohl telefonisch als auch per E-Mail nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bei der Stadt liegt für die Lokalität seit Ende Februar ein Bauantrag vor, das Brandschutzkonzept wurde im März nachgereicht. Pressesprecherin Suzanne Moenck verrät nur, dass es sich bei dem Antragsteller um einen gastronomischen Betrieb handelt. „Im Wesentlichen sind Umbauten im Inneren beantragt, um mehr Gäste unterbringen zu können.“ Die Fläche soll anders aufgeteilt und umgestaltet werden, sagt sie. „Im Moment ist nicht absehbar, dass der Antragsteller Vorstellungen hat, die schwierig unterzubringen sein könnten.“

„BurgerKultour“ mit 60 Plätzen

Optimismus vermeldet Peter Pane auch auf der eigenen Homepage: „Eröffnung demnächst“ ist dort zu lesen, ebenso wie Stellenausschreibungen. Gesucht werden neben einem stellvertretenden Betriebsleiter auch Küchen-, Service- und Barmitarbeiter.

Im Wasserviertel steht derweil schon mit dem 1. Mai ein Eröffnungstermin fest. Sowohl BurgerKultour als auch der Eigentümer, ein Lüneburger Immobilienmakler, bestätigen auf LZ-Nachfrage, dass der Mietvertrag bereits vor 14 Tagen unterschrieben worden sei.

Burgerspezialitäten sind Im Wendischen Dorfe 1a nicht neu, bei dem Vormieter handelte es sich um den Betreiber einer Burger- und Sportsbar. Wie berichtete, musste das Lokal aufgrund von Insolvenz schließen. Verwalter Jörn Weitzmann sagt: „Anfang des Jahres habe ich das Objekt an den Eigentümer zurückgegeben.“

Jetzt geht dort ein Unternehmen an den Start, das bereits Erfahrungen im Burger-Metier sammeln konnte. In Hamburg-Eimsbüttel und in Geesthacht gibt es schon BurgerKultour-Filialen. Das neue Lokal in Lüneburg soll 60 Plätze bieten, zunächst von sechs festen Mitarbeitern und je nach Auslastung von einem Pool an Teilzeitkräften geführt werden. Umbaumaßnahmen laufen bereits auf Hochtouren. „Wir optimieren die Küche und die Sitzplätze im Erdgeschoss.“

Von Anna Paarmann

One comment

  1. Schon währen ich der Artikel las, merkte ich schon, wie ich aufatmete.

    Dann stolperte ich am Ende über den „Pool an Teilzeitkräften“.
    Und schon wusste ich, das wird wohl nix.
    Also nicht nix, aber das wird wie es immer wird. Gastronomie mit schlechtem Service, aber der/die/das Servicekraft war stehts bemüht nett zu sein.
    Gibt es im Dorf schon zu Hauf.

    Aber vielleicht atmen ja Andere auf, dann hat es ja wenigstens irgend etwas Gutes.