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Ein trostloses Areal: Doch noch in diesem Jahr soll der Spatenstich für die „Arena Lüneburger Land“ auf diesem Grundstück an der Lüner Rennbahn erfolgen. Foto: t&w

Bereit für die Arena?

Lüneburg. Der Sport soll wieder die erste Geige spielen bei der Planung der „Arena Lüneburger Land“. Vor der Kreistagssitzung am kommenden Montag, 23. April, haben sich die Fraktionen im Kreistag in zwei mehrstündigen Sitzungen auf eine gemeinsame Linie zur geplanten, auf mehr als zehn Millionen Euro taxierten Sport- und Veranstaltungshalle an der Lüner Rennbahn geeinigt. Außer der AfD haben alle Fraktionen dem neuen Kurs zugestimmt.

Der Beschlussvorschlag, der im Kreistag zur Abstimmung kommen soll, umfasst acht Punkte. Darin wird bekräftigt, dass die Abgeordneten am Bau und am Standort der Arena festhalten und dass diese „dem Spitzen- und dem Breitensport sowie für Eventveranstaltungen zur Verfügung stehen“ soll. Damit scheinen die Abgeordneten Abstand zu nehmen von der zuletzt anvisierten „Premium-Veranstaltungshalle“ und zur ursprünglichen Idee der multifunktionalen Sporthalle zurückzukehren. Dafür spricht auch, dass in Punkt zwei die laufende Ausschreibung für den Betreibervertrag aufgehoben wird. Damit ist auch der Hamburger Konzertveranstalter FKP Scorpio vorerst aus dem Rennen, der nach der Ausschreibung im vergangenen Sommer zunächst den Zuschlag als Betreiber erhalten hatte. Doch auch nach monatelangen Verhandlungen mit dem Kreis lag bis zuletzt kein unterschriftsreifer Betreibervertrag vor. Vielmehr hatte FKP Scorpio einen deutlich höheren Betriebskostenzuschuss vom Kreis verlangt.

Die ersten Ausschreibungen sollen zeitnah erfolgen

Nun soll die Verwaltung nach dem Willen fast aller Kreistagsfraktionen die europaweite Ausschreibung eines neuen Betreibervertrags zum 1. Juni vorbereiten und parallel den Betrieb der Halle durch eine kommunale Betreibergesellschaft prüfen. Dahinter steckt auch die Überlegung, einen Plan B zu haben, sollte die Ausschreibung nicht im Sinne des Kreises verlaufen. Bei dem Verfahren im vergangenen Sommer hatte es neben FKP Scorpio nur einen weiteren Bewerber gegeben.

Losgelöst vom Betreibervertrag wollen die Kreistagsabgeordneten den Hallenbau vorantreiben. Dazu sollen die ersten Ausschreibungen zeitnah erfolgen. Ziel ist es, „dass noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen wird“. Ihren „Willen“, die Arena zu bauen, wollen die Kommunalpolitiker damit dokumentieren, dass „die Aufträge für die Erstellung des Bauzauns und des Bauschildes erteilt werden“.

Kreistag tagt ab 16 Uhr im Bleckeder Haus

Dagegen hat die Forderung nach einem Verkehrsgutachten nicht den Weg in den Beschlussvorschlag gefunden. Darauf hatten im Vorfeld vor allem CDU, FDP und Unabhängige gedrängt. Stattdessen heißt es in der Vorlage verklausuliert: „Die Verwaltung forciert ihre Bemühungen um den Nachweis der Bewältigung des ruhenden Verkehrs bei größeren Veranstaltungen.“ Im Klartext: Zu prüfen ist, ob es genügend Parkplätze gibt und wenn ja, wo? Zu ergänzen wäre: Wie kann der Abfluss des Verkehrs nach Veranstaltungsende gewährleistet werden?

Bautechnisch soll künftig der Hochbauausschuss des Kreistags das Verfahren begleiten. Das Gremium soll sich auch noch mal des zuletzt heiß diskutierten Themas Hallenboden annehmen und ein aktualisiertes Konzept erarbeiten. Um die Fragen des Betriebs soll sich hingegen ein noch zu bildendes Begleitgremium zur Arena kümmern. Zusammensetzen soll sich das Gremium nach Vorstellung der Kreistagsabgeordneten aus jeweils zwei Mitgliedern der Fraktionen von SPD und CDU. Alle anderen Fraktionen entsenden jeweils ein Mitglied, und auch die Stadt Lüneburg wird gebeten, einen Vertreter zu schicken.

Der Lüneburger Kreistag tagt am Montag, 23. April, ab 16 Uhr im Bleckeder Haus.

Von Malte Lühr

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23 Kommentare

  1. Ausnahmslos jeder – wirklich jeder! – Bauwillige muss im Rahmen seines Antags auf Baugenehmigung die ausreichende Anzahl von Stellplätzen nachweisen und dazu nötigenfalls auch Verkehrsuntersuchungen vorlegen. Nur in Lüneburg gelten für Stadt und Kreis als hoheitliche Verwaltungsbehörden offensichtlich andere Gesetze.

    Einige sind offensichtlich immer gleicher als andere.

    Nach über zwei Jahren seit der Kommunalwahl 2016, als OB Mädge noch alles ganz ruck zuck vor den Wahlen durch die Ausschüsse peitschte – und beinahe damit durchgekommen wäre – gibt es noch immer keine Antworten auf ÖPNV-Anschlüsse, Pkw-Stellplätze und Kosten für die Verkehrserschließung dieser Gewerbelage?

    Und für vier Schulturnhallen hat die Stadt kein Geld, sondern muss PPP beantragen und statt Ingenieure mit Planungen zu beauftragen teure Gutachter für Finanzierungsmodelle stundenweise bezahlen?

    Die bestehende Infrastruktur nicht sanieren können mangels ausreichender Finanzen, aber diese Arena durchdrücken wollen, ohne Sinn und Verstand, nur aus Prestigegründen?

    Und dann nicht einmal die Verkehrsanbindung nach zwei Jahren geklärt? Fehlen ja die Ingenieure im Amt…

    Viel eher sieht es doch so aus, dass die bisherigen Antworten der Fachingenieure nicht veröffentlicht werden.

    Sollen wir das alles noch ernst nehmen?
    Oh ja – und zwar bei den nächsten Sitzungen und Kommunalwahlen.

  2. Wollen uns jetzt die etablierten Parteien dazu drängen bei den Kommunalwahlen zukünftig AfD zu wählen? Die scheinen derzeit die einzige Oppositionspartei zu sein, die sich fragwürdigen Plänen und im Falle der Arena an diesem Standort unsinnigen Plan entgegen stellen. Eins wird zumindest sehr deutlich: Es wird mal so geplant und dann mal wieder so, was darauf schließen lässt, dass der Plan eigentlich egal ist und im Hintergrund ein Szenario läuft in dem ein paar wenige ihre Geschäftsinteressen durchsetzen werden. Sie sind nur noch am Verkaufsprospekt am arbeiten, der für die dummen Steuerzahler und die nicht durchblickenden Ratsherren gedacht ist, um Ihre Ego Pläne bestmöglich durchzusetzen. Bei der Hartnäckigkeit mit der die Beteiligten arbeiten, um ihren Unsinn durchzusetzen, fragt man sich mittlerweile ob da nicht auch Korruption im Spiel ist. Wie wäre es eine ganzheitliche Bedarfsplanung Sport für die wachsende Stadt zu erstellen, dann würde sich der Plan daraus ganz von alleine ergeben. Die Stümperhaftigkeit muss gestoppt werden, heute noch.

    • Andreas Janowitz

      Heidenei eine Truppe die deutsche Wahlgestze untergräbt und sich aus dem Ausland finanzieren lässt, will sich als Saubermann-Partei positionieren… „Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke.“

  3. Das Wort hat der Landnarr

    Liebe Arena-Kritiker, bevor ich mich Ihnen zuwende, möchte ich mich zunächst bei den LZ-Redakteuren Herrn Thomas und Herrn Lühr dafür bedanken, dass sie keine wirklich unangenehmen Fragen zum Thema stellen. Ebenso gilt mein Dank dem Geschäftsführenden Redakteur der Landeszeitung, Herrn Hans-Herbert Jenckel, dass er es durch die 1.800-Zeichen-Begrenzung schafft, argumentativ fundierte Kritik in Form von Leserbriefen zu unterbinden.

    Die Kritik an unserem Prestigeobjekt, mit dem wir viele Millionen in den Vrestorfer Heidesand setzen werden empfinde ich als das, was sie ist: unangebracht, unverschämt und ungemein unfair. Aber als alter Sozialpädagoge glaube ich noch immer an das Gute im Menschen, ja, auch in Ihnen und nehme mich deshalb auch Ihrer an, liebe Kritiker.
    Die Entscheidung zum Bau dieser Arena genau an diesem Ort ist gut und richtig. So wie jede freiwillige Entscheidung im Moment des Entscheidens gut und richtig ist. Wäre sie es nicht, würde sie ja so nicht getroffen werden. Sollte die Zukunft etwas anderes erweisen, hätte diese sich geirrt und damit versagt – niemand anderes.

    Ihrer Renitenz geschuldet ignorieren Sie, dass die Arena dringend benötigt wird. Sie wird gebraucht für Abi-Bälle, Türkische Hochzeiten, Kreistagssitzungen und alle anderen Veranstaltungen für die auch das Audimax nicht genügend Kapazität bietet. Und ja, auch für Spiele der SVG Lüneburg in der besten Volleyball-Männerbundesliga der Welt. Und damit diese es auch in Zukunft schaffen, sich für die Meisterschaft-Playoffs, als eine der besten 8 von 11 Mannschaften, zu qualifizieren müssen sie auch in dieser Spielstätte trainieren. Aber ich persönlich habe mit Herrn Bahlburg verhandelt bis es quietschte und erreicht, dass die Trainingseinheiten öffentlich und kostenlos durchgeführt werden. Bätschi! Aber auch Schul- und Breitensport werden von diesem Prestigebau profitieren, wenn sie es denn nicht als unter ihrer Würde empfinden, die benötigten Sportgeräte immer selbst an- und auch wieder abzutransportieren. Allerdings, und das muss klar und deutlich gesagt werden, gilt das Benutzungsrecht für diese Gruppen nur so lange, bis es Schmierereien oder Beschädigungen an oder in der Arena gibt.

    Liebe Kritiker, ständig kommen Sie mir komisch mit dem Kostenargument. Lassen Sie es sich gesagt sein: Bei den Ausgaben für die Arena handelt es sich nicht um Kosten, und schon gar nicht um Schulden, sondern um eine zukunftsweisende Investition. Und wie sagt ein aserbaidschanisches Sprichwort: Bevor Geld vom Himmel regnet, muss man es erst nach oben werfen. Im Übrigen, und das wird geflissentlich und böswillig von Ihnen unterschlagen, zahle auch ich Steuern. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass ich meine eigenen Steuern verschwenden würde. Außerdem müssen wir die Gunst der Stunde nutzen, bevor sich irgendjemand wieder an den Entschuldungsvertrag erinnert.

    Ein Verkehrskonzept ist nicht nötig, da es so gut wie keine Großveranstaltungen, und die auch nur im Winterhalbjahr, geben wird. Und zu einem Verkehrschaos in der „Lüner Rennbahn“ kann es schon deshalb nicht kommen, weil sie in „Arena Allee“ umbenannt wird.

    Jo Bembel

    • Den Arena-Wahnsinn hervorragend herausgearbeitet, Jo Bembel.

      Nachdem die Kreistagsmitglieder von CDU, Grünen und Linken nach zweijährigem Hin und Her und nach dem Ausprobieren von mindestens 17 nacheinander „offiziell“ für einige Wochen herumgebotenen Lügen-„Narrativen“ sich unter der Regie des heute neu zu kürenden CDU-Fraktionsvorsitzenden und Bahlburg-Freundes Günter Dubber endlich auf das ursprüngliche „Konzept“ des Mädge-Hoppe-Nahrstedt-Bahlburg-Quartetts (dass zwei Privatunternehmern der Betrieb ihres Geschäfts durch Steuerbürger zu finanzieren sei) haben festnageln lassen, – nachdem dies geschehen ist, kann es in der heutigen Kreistagssitzung nur noch darum gehen, das Nachdenken über ein zwingend notwendiges Verkehrskonzept zu verhindern (weil ein solches offenbar und unabweislich machen würde, dass für notwendige Straßenumbauten und Parkraumbeschaffung, d. h. für den Bau einer Tiefgarage, noch einmal zehn bis fünfzehn Millionen Euro in der Vrestorfer Heide locker gemacht werden müssen.)

      Zu erwähnen vergessen haben Sie auch den schönen Satz aus der Nahrstedtschen Beschlussvorlage 2018/118 für die Sitzung von heute Nachmittag:

      „Trotz der ausstehenden Klärung sollen die Aufträge für die Erstellung des Bauzauns und des Bauschilds erteilt werden, damit der Wille, die Arena zu errichten, deutlich wird.“

      Mit anderen Worten: Obwohl in den nächsten anderhalb bis zwei Jahren an der Lüner Rennbahn erstmal gar nichts geschieht, werden, damit Mannis „Wille, die Arena zu errichten, deutlich wird“, ab sofort für einen „symbolischen“ Akt (Errichtung Bauzaun) 5.000 Euro pro Monat aus dem Landratsfenster geworfen.

    • Sehr geehrter Herr Lühr,

      Sie wiederholen hier zum x-ten Mal die Behauptung: „Plötzlich“, unvermutet oder wie aus heiterem Himmel habe „FKP Scorpio einen deutlich höheren Betriebskostenzuschuss vom Kreis verlangt.“

      Ich halte diese Aussage, in deren Zusammenhang nie auf die wahre Chronologie hingewiesen und nie wirklich erklärt wird, WARUM es zu diesem akuten Verlangen der Veranstaltungsprofis kam, für einen wichtigen Baustein des Nahrstedtschen Legitimationsmärchens, mit dem er seinen abrupten Schwenk zurück zur exorbitant teuren Begünstigung von Klaus Hoppe und Andreas Bahlburg zum einen Teil verschleiern und zum anderen rechtfertigen will.

      Meinen Sie nicht, es wäre interessant (und gehörte zur Wahrheit ebenso wie zu gutem Journalismus) auch einmal die andere Seite anzuhören und zu Wort kommen zu lassen? Wie wäre es, wenn Sie sich einmal mit Folkert Koopmans und Stephan Thanscheidt, den Geschäftsführern der FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH, unterhielten und deren Sicht der Dinge in einem ausführlichen Interview-Transkript in der Landeszeitung drucken würden? Vielleicht ließe sich so der für die LZ fatale (und von einschlägig interessierten „Bundeskaspern“ eifrig geschürte) Eindruck zerstreuen, wir hätten es bei den Arena-Artikeln überwiegend mit Exempeln antizipatorischer Hofberichterstattung zu tun.

      • Ja, ein LZ-Interview mit Koopmans wäre echter Journalismus. Audiatur et altera pars (lateinisch für „Man höre auch die andere Seite“), prangt dieser Spruch nicht sogar an einer Wand im Rathaus?

        • Sie können davon ausgehen, dass wir keine Nachhilfe in „echtem Journalismus“ brauchen und uns auch um Stellungsnahmen von FKP Scorpio bemüht haben. Gespräche hat das Unternehmen aber bisher exklusiv mit der Kreisverwaltung geführt. Das wurde auch am Montag wieder im Kreistag kritisiert und mit dem Satz kommentiert: „FKP Scorpio ist ein scheues Reh.“ bol/LZonline

          • Vielen Dank, Herr Bohlmann!

            Das ist eine sehr wichtige Mitteilung, da sie im Hinblick auf einen der Beteiligten (FKP Scorpio) eine Frage beantwortet, die bisher manchen Beobachter, jedenfalls unter denen, die ich kenne, beschäftigt hat.

            So wird der schlagartige und sehr kostspielige Wechsel der Arena-Marschrichtung, den Landrat Nahrstedt am 12. März „verkündet“ hat, zwar auch nicht verständlicher, aber es ist immerhin klar, dass die Redakteure der Landeszeitung im Angesicht dieses landrätlichen Umsturzes ebenso im Dunkeln tappen, wie die LüneBürger und wie wohl auch die meisten Kreistags- und Ratsmitglieder (abgesehen von den „happy few“, die den Coup initiiert haben).

      • Geschichte eines Missverständnisses

        Hinter den Vorhang zu sehen, ist eigentlich nicht schwer.

        Der Bewerbung von FKP-Scorpio den Betreibervertrag für die Arena lag ein eklatanter Denkfehler zu Grunde: Sie gingen davon aus, dass die politisch Verantwortlichen Interesse an einem wirtschaftlichen Betrieb der Arena und daraus resultierenden Einnahmen hätten. Wirtschaftliches Denken gehört aber nicht zu den Kompetenzen von Landrat und Kreistag. Zu deren DNA gehört das Schuldenmachen.

        FKP-Scorpio hat sich nicht auf Basis der Ausschreibung beworben, sondern auf ihre Interpretation der Ausschreibung. Deshalb wollten sie auch nachträglich Änderungen am Gebäude (Deckenhöhe, Bodenbelag, Cateringbereich) und bei der Nutzung (Vorrang kommerzieller Veranstaltungen gegenüber Sportbetrieb).

        Nachdem der Landrat ihnen klargemacht hat, dass wirtschaftliche Interessen nachrangig sind, musste FKP-Scorpio neu rechnen und als Ergebnis einen Zuschuss einfordern.

        Das noch einmal neu ausgeschrieben wird ist richtig. Allerdings müsste diese Ausschreibung auf dem wirtschaftlich orientierten Konzept basieren. So wie der Kreistag entschieden hat geht es nur noch um die Höhe der Schulden. Und das nur, weil die SVG Lüneburg meint in der Arena an Wochend-/Wochenendrandterminen trainieren zu müssen. Wer klar bei Sinnen ist, fasst sich an den Kopf, die anderen heben den Arm in die Höhe.

        Jo Bembel

  4. .. @ .. „Außer der AfD haben alle Fraktionen dem neuen Kurs zugestimmt. “

    … schon interessant diese Information , besonders weil man die Bedenken der AfD auch nicht mitteilt und es ja zur Zeit üblich und schick ist , ständig und ewig alles und jedes was von der AfD kommt zu boykottieren , auch wenn die Argumente der AfD sachlich und fachlich richtig vorgetragen werden und dann immer nach dem Motto, die Wahrheit können wir nicht gebrauchen , wir kochen unser eigenes dunkles Süppchen , egal was am Ende dann dabei rauskommt …

  5. Zum piepen. Dieser Satz hat mir ein breites grinsen ins Gesicht gezaubert. Und irgendwie musste ich an den Blaumilchkanal von Kishon denken.

    • Ups. Der Satz auf den ich mich beziehe fehlte noch. Hier ist er:

      Ihren „Willen“, die Arena zu bauen, wollen die Kommunalpolitiker damit dokumentieren, dass „die Aufträge für die Erstellung des Bauzauns und des Bauschildes erteilt werden“.

  6. Hallo Michael Gaus und Karlheinz Fahrenwaldt

    Dass mit den lärmenden AfD-Kapeiken in Kreistag und Rat seit der letzten Kommunalwahl Leute (inklusive unter zahlreichen Namen dauerhetzende Anonyme wie „Andreas Barharn“) auf den lange fahrenden Zug der Arena-Kritiker aufgesprungen sind und für sich übles politisches Reklame-Kapital aus dem heraufziehenden Multimillioneneuro-Arena-Fiasko zu schlagen versuchen, Leute, die zu einer Partei gehören oder sich zu ihr bekennen, in deren Reihen sich eine riesige Zahl von Antisemiten, Rassisten und nationalautoritären Phantasten und Hinterwäldlern tummelt, darf keine Entschuldigung dafür sein, dass Sie sich nicht mit den immer wieder vorgetragenen Einreden und Argumenten der Lüneburger Bürgerinnen und Bürger befassen!

    „Im Zuge der abschließenden Vertragsverhandlungen [mit dem ausgewählten Betreiber, der FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH] haben sich Erkenntnisse verdichtet, wonach die Arena Lüneburger Land unter den Rahmenbedingungen, die der Ausschreibung zugrunde liegen, wirtschaftlich nicht betrieben werden kann.“

    So steht es in der Beschlussvorlage 2018/118 von Herrn Krumböhmer (also auch von Herrn Nahrstedt) für die morgige Kreistagssitzung.

    Ist das nicht eine Bankrotterklärung mit Feuerwerk und ganz großem Blech?

    Noch Mitte Februar glasklar festgestellt worden, was ohnehin jeder von Anfang an wusste: „Aus den Heimspielen der SVG entsteht kein positiver Deckungsbeitrag.“ (Katrin Holzmann, Sprecherin Landkreis Lüneburg: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1481802-arena-ohne-volleyballer-wirtschaftlicher)

    Daraus wird jetzt die Behauptung: Erst „im Zuge der abschließenden Vertragsverhandlungen“ hätten sich Erkenntnisse verdichtet, wonach die Arena Lüneburger Land unter den Rahmenbedingungen, die der Ausschreibung zugrunde liegen, wirtschaftlich nicht betrieben werden kann.“ Das ist eine offenkundige Lüge, denn es war IMMER bekannt, dass der Vorrang des Privatunternehmens SVG GmbH einen wirtschaftlichen Betrieb ausschließen würde. Doch die „Rahmenbedingung“, um die es hier geht, ist eben die Berücksichtigung der SVG Spielbetriebs GmbH. Deren (unentgeltliche) Bevorzugung steht aber nicht nur im Widerspruch zu jeglicher Möglichkeit eines wirtschaftlichen Hallenbetriebs, sondern auch zu den Geboten des Beihilferechts, das „eine kostenlose [oder gar subventionierte] Nutzungsüberlassung [verbietet, da sie] […] rechtswidrig [wäre] . Denn der Landkreis würde aus Steuermitteln für einen Zweck, der nicht zu seinem Aufgabenkreis zählt, einem Privatunternehmen eine Zuwendung gewähren.“ (M. Nahrstedt, J. Krumböhmer)

    Was heißt es genau, wenn Kreissprecherin Katrin Holzmann sagt, in den Zusammenhang der von Manfred Nahrstedt nach Absprache mit dem Privatunternehmer Bahlburg (CDU) und seinen engen Freunden vom Wasserturm, aus Gellersen und Bardowick überraschend und eigenmächtig neu geschaffenen Lage würden „auch die aktuellen Zahlen, die dem Kreis nun vorliegen, mit einbezogen“?

    Liegen diese Zahlen (genauer: Prognosen) auch den Kreistagsmitgliedern vor? Oder bekommen diese das Material erst wieder heute gegen 22:00 Uhr, am Vorabend der morgigen Sitzung, zugemailt, so dass auch ganz sicher garantiert ist, dass keiner von ihnen (inklusive Ihnen) die Zeit hat, die Inhalte zu durchdringen und begründeten Widerspruch anzumelden?

    Wurde den Kreistagsmitgliedern zum Vergleich auch die FKP-Kalkulation vorgelegt, die Pachteinnahmen versprach, bevor Manfred Nahrstedt von einigen SPD- und CDU-Kapeiken Anfang März auf die Idee gebracht wurde, sein Ohr dem lieben Herrn Bahlburg wieder zuzuneigen und den lieben Herrn Hoppe wieder „mit ins Boot zu holen“?

    Und indem „ES“ jetzt nicht nur „SVG-First“, sondern sogar „die kommunale Betriebsgesellschaft“ mit eingebauten Millionendefiziten zur Förderung von Privatunternehmungen fordert (plus „Einbindung eines privaten Gesellschafters mit Expertise für den operativen Betrieb“), „schmiedet“ also das trimodale „Trio der Kreistagsfraktionen von CDU, Grünen und Linken“ nach mehreren Blendrotationen der „Verwaltungsspitzen“ genau das Günter Dubbersche „Zweck-Bündnis“ für die dauersubventionsgepamperte „Heimatlösung“ (Hoppe/Bahlburg), welches auf direktem Wege zu schaffen Herr Mädge und Herr Nahrstedt die Hoffnung beinahe schon aufgegeben hatten? (Auch Ihr Antrag, Herr Fahrenwaldt: https://allris.lklg.net/bi/___tmp/tmp/45081036397017590/397017590/00126504/04.pdf — zu finden in der Vorlage 2018/102 : https://allris.lklg.net/bi/vo020.asp?VOLFDNR=4770

    Ich gratuliere!

    Aber Achtung: bloß nicht das Verlangen nach einer zehnjährigen Laufzeit in den „kommunalen“ Betreibervertrag nehmen, sonst ist die europaweite Ausschreibung nicht mehr zu umgehen und die ganze fein austarierte Konstruktion der Begünstigung von einzelnen „Spezis“ zum Nachteil des Gemeinwohls würde nicht mehr funktionieren!

    MfG, Jürgen Kern

  7. Wasserball – Bundesliga – Spielbecken ……

    Anfrage an die Mitglieder in den Fraktionen im Kreistag :

    „wann wird der Bau einer neuen Schwimmhalle mit einem Wasserball-Spielbecken geplant und gebaut , damit man in Lüneburg dann auch einen Wasserballverein mit einer Wasserballmannschaft hat , die dann in der Bundesliga spielt ???“ Diese Anfrage ist ernst gemeint und auch als solche in den parteilichen Gremien so zu behandeln. In Hamburg gibt es ja auch eine Wasserballmannschaft die in der Bundesliga spielt. Also sollte man die Vorrausetzungen nun auch bald in Lüneburg schaffen.

  8. Intelligente, vernunftbegabte, verantwortungsvolle Politiker.

    „Wir brauchen diese Halle, weil uns in der Region ein Sport- und Kulturzentrum mit Strahlkraft fehlt“, unterstrich SPD-Fraktionschef Franz-Josef Kamp.

    „Dass sich die Arena wieder endlich mehr an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert, auch für den Breitensport geöffnet werden soll“, freut Christoph Podstawa (Die LINKE).

    Für Gisela Plaschka (FDP) eine „gute Arbeitsgrundlage, weil alle Federn lassen mussten.“

    Könnte es sein, dass uns in der Region an etwas ganz anderem mangelt?

    P.S. „Das Zeugnis seiner geistigen Armut stellt sich jeder selbst aus.“ (J. Preuß)

    • Die Arena ist eine Falle, die darum betreten wird, weil Herr Mädge und Herr Nahrstedt sie de facto schon für etwas über zwei Millionen Euro eingekauft hatten, als weder Rats- noch Kreistagsmitglieder befragt worden waren.

      Die Falle besteht aus zwei Würgebügeln: Begünstigung, Untreue und Gemeinwohlschädigung mit der SVG auf der einen Seite, der Zwang zu Wirtschaftlichkeit und halbwegs allgemeinem Nutzen ohne die SVG auf der anderen Seite.

      Gisela Plaschka, Franz-Josef Kamp und Christoph Podstawa, scheinen mit Sören Claus, dem Vorsitzenden Richter des Ersten Senats des niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg Bekanntschaft machen zu wollen. Der steht auf „inhaltlose Klanghülsen“ in den Beschreibungen von ausgedachtem Bau-Schwachsinn dieser Größenordnung: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1498442-gericht-zerschlaegt-ortskern-plaene

  9. Nicht bereit für diese Arena!

  10. Sehr geehrter Kreistagsabgeordneter Fahrenwaldt

    Warum wird auf dem jetzigen Arena-Gelände nicht eine mehrstöckige Tiefgarage für die im Gewerbegebiet auf der Vrestorfer Heide Arbeitenden gebaut? Die Parkraum- und Verkehrssituation ist dort seit Jahren bis zum Zerreißen angespannt. Das weiß auch jeder in Lüneburg. Siehe zum Beispiel: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/405425-wettstreit-um-parkplaetze

    Auch weiß jeder in Lüneburg, dass Herrn Nahrstedt Gesabbel über Schattel-Taxis und die Fahrradanreise der reine, stumpfsinnige Kokolores ist. Der Quatsch funktioniert niemals. Neunundneunzigkommaneun Prozent der Ih-Wend-Besucher werden mit ihrem Töfftöff (meist: Hummer H2 SUV, Durchschnittsverbrauch: 37 l Diesel-Schwerölgemisch pro 100 km) hin knasnageln.

    LG, Sabine

  11. Ob Nahrstedt und Mädge („Brüderlich ins Arena-Fiasko), Trudeau und Macron („Bromance in Sizilien“) oder Macron und Trump („Das Gefummel der Mächtigen“): „Bromances“ unter Politikern sind schwer im Kommen. Gab es aber auch schon immer! Die schönsten Polit-Bromances der Weltgeschichte:

    ● Oskar Lafontaine + Gerhard Schröder (short bromance)

    ● Gerhard Schröder + Wladimir Putin (best bromance)

    ● Björn Engholm + Uw Barschel (broken bromance)

    ● Gerhard Scharf + Friedrich von Mansberg (Vorbild-bromance)

    ● Helmut Kohl + Boris Jelzin (boring bromance)

    ● Donald Trump + Julius Cäsar (Trump: „We love each other!“)

    ● Ronald Reagan + Saddam Hussein (monster bromance)

    ● Heiko Maas + Jens Spahn (Grokomance)

    ● Balthus Doktormann + Stephan Weil (bromance-twesten)

    ● Horst Seehofer + Alexander Gauland (top secret bromance)

    • Lieber Jo Bembel, die Campus GmbH macht einen Quantensprung, wenn die SVG-Event-Arena kommt. Ich werde im ganzen Land darauf angesprochen. Eher nebensächlich sind daher die Kosten, wichtiger die Bedeutung für mein Renommee. Beim Libeskind-Bau redet in dreißig, vierzig Jahren ebenfalls niemand mehr über Geld. Und auch ob die Hoppe- und Bahlburg-Halle an der Lüner Rennbahn jetzt nochmal zehn oder zwanzig Millionen Euro teurer wird, sollten wir nicht mehr diskutieren !

      Vgl.: unseren Oberbürgermeister am 6. Juli 2016 vor riesengroßem Publikum im 3. Absatz dieser Eloge: http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/343403-leuphana-feiert-akademischen-jahresabschluss

  12. LINKE fordert Diskussion über Theodor Körner Kaserne

    Wann wird sie abgerissen, in „Sportpark Ilmenauer Land“ umbenannt und mit einer Ballsport-Arena plus einem großen, bundesligatauglichen Naturrasenstadion für den LSK und andere Vereine der Startschuss zum weiteren Ausbau über die nächsten Jahre gegeben?

    Fragt Harald Welzer

  13. Hallo Karlheinz Fahrenwaldt

    Am 22. März 2018 haben Sie um 18:32 Uhr bei LZonline geschrieben,

    »Ich kann an dieser Stelle nur die Positionen der Kreistagsfraktion der Linkspartei darstellen: Wir waren gegen ÖPP – wurde nach 2 Jahren akzeptiert. Wir sind gegen den vorgesehenen Standort und für einen Landkreiseigenen Betreiber. Aber im Prinzip sind wir für eine Mehrzweckhalle für das Oberzentrum Lüneburg. Warten wir die weiteren Entwicklungen ab.«

    Heißt das, wechselnde Lügengeschichten, Begünstigung und rechtswidrige Subventionen nehmen Sie hin, solange die Geldabgreifer nur nicht »von Außen« kommen?

    Nun, nachdem Sie am vergangenen Montag (23. 4.) doch für den Irrsinn an der Lüner Rennbahn votiert haben, freut sich laut LZ Ihr Kollege Christoph Podstawa (Die LINKE) von seiner riesigen Bettstatt herunter, die er selbst angefertigt und in die Fensterfront seines WG-Zimmers eingebaut hat, »dass sich die Arena wieder endlich mehr an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert, auch für den Breitensport geöffnet werden soll«, – verschweigt dabei (und damit) aber, dass sich DIESE Arena weder an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert, noch für den Breitensport geöffnet werden soll.

    Wenn Sie ehrlich sind (»Wir sind gegen den vorgesehenen Standort.«), gibt es für den Bau DIESER Halle weder einen nachvollziehbaren Grund, noch eine aufs Gemeinwohlbessere zielende Legitimation und auch keine erkennbare legale Basis.

    Allein, für den »vorgesehenen Standort« sind bereits 2,5 Millionen Euro Steuermittel in die Taschen eines bekannten Lüneburger »Investors« transferiert worden. Das haben Nahrstedt und Mädge mit ihrer inferioren Arkanklüngelei zu verantworten. Wie sollen die von dem peu à peu (dt.: pö ah pö) ins Fiasko wachsenden Blödsinn noch abrücken, ohne ihre geldvernichtende Unfähigkeit eingestehen zu müssen?

    Alle Vernünftigen sagen, der ausbaufähige Sportpark (inklusive Fußballstadion U N D Ballsporthalle) muss her. Aber die SVG-Propagandatrommler, wollen immer nur alles für sich alleine. Die wollenn die gnadenlos überteuerte, dysfunktionale »Arena« am ungeeigneten Ort im Gewerbegebiet, wo schon jetzt niemand mehr weiß, wie der momentane Verkehr und die seit Jahren bekannte Parkraumnot zu bewältigen sind, anstatt mit dem LSK und anderen Vereinen an einem Strang zu ziehen und – für das gleiche Geld – den Anfang für eine professionelle Anlage mit Zukunftspotential im Osten der Stadt (TKK, Flugplatz, Bilmer Berg II, etc.) voranzutreiben.

    Warum machen Sie da mit, Herr Fahrenwaldt?

    MfG, Herbert