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Luca gehörte zu den Besuchern, die es sich im vergangenen Jahr beim „Foodtruck-Festival“ auf dem Sand gutgehen ließen. Am 6. Mai kommen die Imbisswagen wieder nach Lüneburg. (Foto: t&w)

Restaurants auf Rollen

Lüneburg. Bei 28 Grad, blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein strömten die Besucher in die Innenstadt, ließen sich auf dem Platz Am Sande frisch zubereitete Burger, Sushi-Burritos, Pulled Pork und vieles mehr schmecken. 21 kleine Restaurants hatten sich dort für einen Tag niedergelassen. Auf die „Foodtrucks“ können sich Lüneburger und Touristen nun wieder freuen, denn am 6. Mai steht der nächste verkaufsoffene Sonntag mit dem Motto „Lüneburg ganz kulinarisch“ an. Das Programm hat die Lüneburg Marketing GmbH jetzt auf dem Wochenmarkt präsentiert. Es reicht von einer Signierstunde über Live-Painting bis hin zu einer Freilicht-Ausstellung.

Anders als im Vorjahr werden sich die rollenden Restaurants nicht am Sand niederlassen. „Es ist sehr teuer, dort alles zu sperren. Das lässt sich dieses Jahr nicht darstellen“, macht Citymanager Mathias Schneider deutlich. Deshalb habe man die Straße Am Ochsenmarkt als neuen Ort auserkoren. Von 11 bis 18 Uhr sollen kulinarische Angebote zum Bummeln in die Innenstadt locken. Die Geschäfte öffnen um 13 Uhr. Schneider betont, dass mit den Foodtruck-Betreibern eine einstündige Auslaufzeit bis 19 Uhr vereinbart sei.

Trend zum Außergewöhnlichen

Sorgen, die Foodtrucks könnten den hiesigen Gastronomen die Kunden weglocken, kennt Jochen Bohnsack, er wird die Meile koordinieren. „Wir haben gelernt, dass solche Events nicht kontraproduktiv sind. Mehr Menschen kommen gezielt zum Essen hierher“, sagte der Tostedter, der sich hauptberuflich um die Geschicke auf dem Hamburger Spielbudenplatz kümmert.
Heiko Meyer, Vorsitzender des Lüneburger Citymanagements (LCM), pflichtet ihm bei. Regelmäßige Erhebungen, auch beim vergangenen Foodtruck-Festival, hätten gezeigt, dass damit ein anderes Klientel erreicht werde. „Man soll merken, dass Lüneburg nicht stehen bleibt. Wir leben in einer alten, historischen Stadt, die aber jung geblieben ist. Der Trend geht nun mal dahin, etwas Außergewöhnliches zu zeigen.“ Meyer ist sich sicher, dass sich das Feld in den nächsten zehn Jahren massiv verändern wird. „Wir werden die Städte nicht mehr wiedererkennen.“

Neben den Foodtrucks, die das Angebot des Wochenmarkts vor dem Rathaus ergänzen, erwarten Besucher weitere Programmpunkte. So findet in der Buchhandlung Lünebuch zum Beispiel eine Autogrammstunde mit den Heidekrimi-Autorinnen Kathrin Hanke und Claudia Kröger statt, sie haben kürzlich ein Kochbuch mit Rezepten aus der Lüneburger Heide veröffentlicht. Künstler Jan Balyon wird vor dem Rathaus ein neues Bild der Salzstadt anfertigen. Etwas fürs Auge bietet auch der „Künstlerpfad“. Zum 7. Mal stellen Personen, die etwas vom Handwerk mit Steinen oder Puppen verstehen oder sich der abstrakten Malerei verschrieben haben, Am Berge unter freiem Himmel ihre Werke zur Schau.

Von Anna Paarmann

Musik und Selbsthilfe

„Lüneburg gibt den Ton an“ lautet das Motto für den verkaufsoffenen Sonntag am 2. September, dann werden sich Musiker präsentieren, neben Miss Allie haben der Saxophonist Daniel Gebauer und Burkhard Schmeers Band „The Mädchens“ zugesagt. Zudem organisiert der Kreischorverband ein Fest mit zwei Bühnen und rund 20 Gruppen.

Eine Hälfte des Marktes wird von 100 Selbsthilfegruppen bevölkert, die in der Region aktiv sind. Sie präsentieren sich unter dem Motto „Musik für die Seele“. Auf einer weiteren Bühne treten unter anderem die Formation „Samba das Salinas“, eine HipHop-Gruppe und eine Irish-Folk-Band auf.