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Falls ein Einsatz notwendig sein sollte, ist der Lüneburger Feuerwehrflieger wieder einsatzbereit - ebenso wie seine Besatzungen. (Foto: Feuerwehr)
Falls ein Einsatz notwendig sein sollte, ist der Lüneburger Feuerwehrflieger wieder einsatzbereit - ebenso wie seine Besatzungen. (Foto: Feuerwehr)

Feuerwehrflieger sind bereit für den Einsatz

Lüneburg. Am besten ist es, wenn sie gar nicht gebraucht werden. Wenn gar nicht erst Feuerwehreinsatzkräfte an Waldbrände herangeführt werden müssen. Aber wenn es dann doch nötig ist, sind sie ab sofort wieder einsatzbereit. Der in Lüneburg stationierte Feuerwehrflieger vom Typ Cessna 206 H präsentierte sich jetzt beim traditionellen „Anfliegen“ technisch in Top-Verfassung. Auch die Besatzungen haben ihre ersten Probeflüge der Saison mit Bravour absolviert.

Vom Lüneburger Flugplatz aus ging es auf die ersten Übungsflüge, berichtet Lüneburgs Kreisbrandmeister Torsten Hensel. Insgesamt sieben Piloten, dazu acht Förster und 15 Feuerwehrleute als Beobachter, hoben ab. Insgesamt neun Mal ging die Cessna auf die Reise in die Region.

Mit dabei war zum Auftakt der Saison auch der zweite Feuerwehrflieger im Land Niedersachsen mit seinen Besatzungen, der in Hildesheim stationiert ist. Beide Flugzeuge werden vom Landesfeuerwehrverband Niedersachsen unterhalten.

Lebensversicherung für die Einsatzkräfte am Boden

Hauptaufgabe der Feuerwehrflieger ist es, im Falle eines Brandes die Einsatzkräfte an die Brandstellen zu führen. Diese wurden zum Saisonauftakt von den Feuerwehren Gienau und Reppenstedt im Bereich Bostelwiebeck bei Gienau und im Einemhofer Forst bei Westergellersen mit Nebelmaschinen simuliert. Bereitstehende Einsatzfahrzeuge der beteiligten Wehren mussten von der Luft aus an die simulierten Brände herangeführt werden.

Kreisbrandmeister Torsten Hensel: „Dies ist eine praxisnahe Übung, die im Ernstfall die Lebensversicherung für die Einsatzkräfte am Boden sein kann, die die Entwicklung eines Brandes selten so frühzeitig erkennen können und schlimmstenfalls in eine gefährliche Sackgasse fahren.“

20 Waldbrandüberwachungskameras

Die Flugzeuge gehen auch bei der höchsten Waldbrandstufe und wenn die Polizeidirektion in Lüneburg den Einsatzbefehl dazu gibt, zu Beobachtungsflügen in die Luft. Abgedeckt werden bei den Flügen die Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Heidekreis und Harburg.

Um Waldbrände so früh wie möglich zu entdecken und zu lokalisieren, gibt es in Lüneburg die Überwachungszentrale. Dort laufen alle Bilder und Daten der 20 Waldbrandüberwachungskameras in Nordostniedersachsen zusammen und werden analysiert. Mit Hilfe des „Automatisierten Waldbrandfrüherkennungssystem“, das ab 2009 nach und nach installiert wurde und die vorher genutzten Wachtürme ersetzte, ist bei einem Waldbrand eine sehr schnelle Alarmierung der Einsatzkräfte möglich. „Zwei verschiedene Systeme, die sich sehr gut ergänzen“, urteilt Kreisbrandmeister Hensel mit Blick auf Kameras und Flugzeuge. pet