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Das Audimax-Gebäude soll nicht wie hier den ganzen Glühweinbecher ausfüllen, sondern nur aus der Stadtsilhouette herausragen. Jetzt wird ein dunkelblauer Prototyp entworfen. (Foto: Lünepost)
Das Audimax-Gebäude soll nicht wie hier den ganzen Glühweinbecher ausfüllen, sondern nur aus der Stadtsilhouette herausragen. Jetzt wird ein dunkelblauer Prototyp entworfen. (Foto: Lünepost)

Der Libeskind-Bau kommt auf den Becher

Lüneburg. Der Friedensgipfel war erfolgreich: Das neue Zentralgebäude der Universität wird in diesem Jahr die Weihnachtstassen zieren. Darauf haben sich jetzt laut Stadtverwaltung bei einem Gespräch im Rathaus unter der Vermittlung von Oberbürgermeister Ulrich Mädge Vertreter von Schaustellerverband und Universität verständigt. Im Vorfeld war es zwischen den beiden Parteien zu einer Meinungsverschiedenheit darüber gekommen, ob das Zentralgebäude auf dem Weihnachtsmarktbecher erscheinen soll.

„Wir sind sehr froh, dass wir jetzt zusammen mit der Universität eine gute Lösung für die Weihnachtsstadt Lüneburg gefunden haben“, sagt Benno Fabricius, Chef der Lüneburger Schausteller. Auf die dunkelblauen Becher soll in silberner Farbe eine Stadtsilhouette gedruckt werden, aus der das Zentralgebäude ein wenig hervorsticht.

Eine Tasse als Vermittlungshonorar 

Selbst aus der Uni kommt dazu nun ein positives Echo, denn die Hochschule darf das Design entwickeln: „Wir freuen uns auf eine ansprechende Tasse, die Neugierde bei den Weihnachtsmarktbesuchern wecken wird. Das ist ein schönes weihnachtliches Zeichen für die Verbindung zwischen Universität und Stadt“, sagt Sebastian Weiner, Leiter der Universitätskommunikation. Grafiker der Leuphana entwickeln nun auf Basis des Gesprächs einen Vorschlag und stimmen ihn mit den Schaustellern ab. „Schön, dass wir darüber gesprochen haben. Als Vermittlungshonorar hätte ich gerne die erste Tasse und zwar mit Inhalt“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge. lz

19 Kommentare

  1. Das ist einfach nur peinlich und von Seiten der Uni in höchstem Maße arrogant. Das Ergebnis des „Friedensgeipfels“ ist kein Kompromiss. Konsequenter wäre, auf die Abbildung des Zentralgebäudes zu verzichten. Oder besser noch auf die Becher zu schreiben: „Hier sollte ein Bild vom Libeskindbau sein, aber die Uni hat es verboten.“ Dann würde ich sogar einen Becher kaufen. So aber nicht.

  2. Könnt nicht ein AUDIMAX-Cent eingeführt werden !? 10 Cent pro Becher werden für die Finanzierung des Gebäudes genutzt. 😉

    • !0 Cent zur Uni-Bau-Finanzierung? Dann müssten ja noch mindestens zwei Milliarden Becher verkauft werden.

  3. Also, liebe LZ, der 1. April ist jetzt adoch schon eine Weile her, oder?

  4. Das Image von Spoun und seiner Marketing-Blase ist in Stadt und Kreis dermaßen nachhaltig ramponiert, dass mich überhaupt nicht gewundert hätte, wenn der Doktor HSG höchspersönlich auf diesen populistischen Reklameschachzug gekommen wäre. Aber selbst dafür, um vorab zu kalkulieren, wie billig man sich auf diese Weise den Herzen der Liebhaber von lauwarmen, aromatisierten Zuckerbrühen Schluck um Schluck in Erinnerung bringen kann (ob in positive oder, was wahrscheinlicher ist, in negative, sei dahingestellt), scheinen die Rechenkünste der leuphanatischen Selbstbeweihräucherungsexperten aus dem Präsidium nicht zu genügen.

    Wann wird den der Innenausbau nun zuende sein? Und wer berappt die 100 Millionen Euro Mehrkosten, die über den veranschlagten Preis von 57 Millionen Euro hinaus tsunamit sind?

    Mehr dazu findet sich in der „kritischen Festschrift“: https://www.asta-lueneburg.de/wp-content/uploads/2018/02/cover.jpg

    Wenn ihr selber herausfinden wollt, wo welche Leiche im Keller (zwinkerzwonker) des Zentralgebäudes liegt, könnt ihr die Schrift im AStA-Büro (Tel.: 04131 – 677 1510 / E-Mail: buero(at)asta-lueneburg.de), bei unibuch oder bei Lünebuch bekommen.

    • Wie erreicht man wohl das Dach…zwinker…
      Wie öffnet man senkrechte Fenster in einer schrägen…zwinker…
      Wie kommt eine Küche oder Kantine in das Gebäude…zwinker…
      Wie soll Kreativität und Inspiration in einer Dunkelkammer fließen…zwinker…

      ……………………Millionen für ein Postkartenmotiv………………………………….
      …es ertrinken dieses Jahr zur Weihnachtszeit mehr Selbstbeweihräucherungsexperten im Becher, als im Meer vor den Malediven…

  5. Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier!

  6. »Als die Kosten für den Libeskind-Neubau immer weiter gestiegen sind, haben ich und die Lüneburger mit den Zähnen geknirscht und das ›Projekt‹ (notgedrungen) ertragen. Als der Wunsch nach einer vornehmer klingenden Anschrift geäußert wurde, hat Ulrich Mädge der Leuphana die ›Schaumschlägertwiete‹ aus dem Hut gezaubert. Weitere Skandale um den Bau wurden fast klaglos hingenommen. Dass immer noch nicht alles fertig, dass der große Saal lange nicht ausgelastet ist, dass man auf dem Campus einfach nicht zu Potte kommt – geschenkt!

    Doch jetzt ist der Glühweinbecher voll! Denn mit ihrer Absage an die Schausteller, die zusammen mit dem Stadtmarketing zigtausende Menschen in die Weihnachtsstadt Lüneburg holen und so bundesweit PR für Stadt, Region und die Arena Lüneburger Land machen, hat man sich tief ins Fettnäpfchen gesetzt.

    Seit die Uni so schön weltmännisch Leuphana heißt, lässt man vom Campus aus immer wieder durchblicken, dass man etwas Besseres sei und Lüneburg eigentlich zu popelig für die Ansprüche des abgehobenen Hochschul-Präsidiums. Der neuerliche Arroganz-Anfall untermauert diesen Eindruck.

    Mein Tipp an die Leuphana-Leitung: Auf dem nächsten Weihnachtsmarkt besser nicht beim schnöden Glühwein erwischen lassen! Lieber einen edlen Tropfen im Elfenbeinturm genießen.«

    Mit ungefähr dieser Philippika trug der stellvertretende LP-Redaktionsleiter Holm Keller in der LünePost vom Wochenende, Sa./So., 21. April 2018, Seite 3, ganz entscheidend dazu bei, dass es bei Herrn Dr. (HSG) Spoun zum Umdenken kam und es künftig auch im zinkbewehrten Libeskind-Panzer erst dann heißen kann: »Wir haben alle Tassen im Schrank«, wenn sich der »ansprechende Glühweinbecher« mit dem von Henning Zühlsdorff hand-designten Weihnachtsmotiv darunter befindet.

    Sichtlich stolz wird gewiss auch Uni-Präsident Sascha Spoun wieder ausrufen: »Lüneburg ist jetzt die einzige Stadt, die eine Stadthallen-Tasse an der Adresse Universitätsallee 1 im Schrank stehen hat.« Dass der Henkel der Tasse senkrecht auf die Uelzener Straße zeige, sei als ein Pfeil in die Zukunft zu deuten. »Möge das ein gutes Omen sein.«

    Anregungen: http://luenepost.de/epaper/e91e6b1a4b8a987de055118f5bb13313/LP-21_04_2018.pdf
    und: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/822542-eine-eigene-allee-fuer-die-uni

    • Sichtlich stolz wird gewiss auch Uni-Präsident Sascha Spoun wieder ausrufen: »Lüneburg ist jetzt die einzige Stadt, die eine Stadthallen-Tasse an der Adresse Universitätsallee 1 im Schrank stehen hat.« Dass der Henkel der Tasse senkrecht auf die Uelzener Straße zeige, sei als ein Pfeil in die Zukunft zu deuten. »Möge das ein gutes Omen sein.«

      Göttlich!

  7. .. Nur mal eine kleine Anfrage , sind denn nun die gesamten Baukosten für diese wunderschöne Architektur durch den großen Künstler Libeskind bekannt geworden ?
    Hat die LZ mal nachgefragt und die Aufstellung der gesamten Baukosten bekommen ?
    Ich warte noch auf meine Bestätigung meiner damals , vor Baubeginn , errechneten 150 Millionen Euronen !!! lol

  8. Auch wenn die Herren jetzt zugestimmt haben, ändert es aber nichts, aber auch rein gar nichts an der innere Einstellung der Leuphana!

  9. Der Libeskind-Bau kommt unter den Hammer

    … wird es wohl bald heißen, wenn der Unileitung nicht einfällt, wie sie die ausbleibenden Einnahmen aus dem fehlgeschlagenen Veranstaltungsgeschäft in der gigantischen Dauerbaustelle kompensieren soll, mit welchen Sascha Spoun vollmundig herumtrompetend jahrelang meinte, wenigtens einen winzigen – symbolischen – Bruchteil zur Bezahlung der eher zwei- als einhundert Millionen Euro teuren „antimilitaristischen“ Brachial- und Imponier-Architektur am Bockelsberg (mit Zinkpanzerhaut von einem Rüstungszulieferer) beitragen zu können.

  10. Eilmeldung! Libeskind persönlich wird die Tasse gestalten. Dem Vernehmen nach soll sie in der Grundform dreieckig werden und oben und unten offen sein.

  11. Was ich von Peter Maffay gern wissen würde, ist, ob ich die sieben dunklen Jahre bereits überstanden habe oder ob ich noch mittendrin bin.

    • Unverantwortlich von Sascha Spoun, so den Alkoholismus von Studierenden zu forcieren. Glühwein ist bekanntlich noch vor Bier die Einstiegsdroge Number One in die suchterzeugende, gesundheitsgefährdende, oft todbringende Abhängigkeit von der psychotropen Substanz Ethanol.

      Aber Reklame für ein verunglücktes Protzbauwerk ist dieser Uni-Leitung offenbar wichtiger als das unversehrte Leben junger Menschen!

      • Dass Herr Doktor Spoun von der Schaumschlägertwiete Number One, der sich den postfaschistischen Protzpalast seines kleinen Expertisen-Vertriebs neuen Typs von Profiteuren der Rüstungsindustrie hat sponsern lassen, nicht davor zurück schreckt, mit Schausteller-Bechern für Studierende und andere junge Menschen Werbung für Einstiegsdrogen in den Alkoholismus zu machen, wen wundert das eigentlich noch? Sollte es sich denn nicht um einen legitimen Versuch handeln können, die Bilanz der ausbleibenden Einnahmen aus dem hahinkrankenden Business der verzweifelten Veranstaltungsvermarktungsversuche aufzuhübschen?

  12. Marcel Wiekhorst

    Die Arbeiten sollten bis Ende September vorigen Jahres abgeschlossen sein, die Endabrechnung für das Zentralgebäude im Herbst 2017 vorliegen. Eingetreten ist nichts von alldem. Die Bauarbeiter sind noch zwei, drei Jahre zugange, zu den immer weiter wachsenden Kosten äußert sich niemand – Sascha Spoun nicht und auch Holm Keller nicht. Dass niemand so recht weiß, wie das Loch in der Finanzierung, das zwischen 11,5 und 111,5 Millionen Euro umfassen soll, mit Ulrich Mädges Hilfe gestopft werden könnte, wurde jetzt auch bei einem Besuch des Präsidenten des Lüneburger Schaustellerverbandes bei seinem Leuphana-Kollegen deutlich: Auf das traditionelle Champagner-Frühstück in der romantischen Rheinmetall-Suite wurde verzichtet, stattdessen standen die Besucher draußen zwischen Bauschutt verloren im Nieselregen herum und bekamen vom vorübereilenden Henning Zühlsdorff zum Schlonzen ein Brausepulverstäbchen gereicht.