Mittwoch , 26. September 2018
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In unmittelbarer Nachbarschaft zum Baugebiet „Kleines Feld“ will die Gemeinde Amelinghausen weitere 70 Baugrundstücke ausweisen. Der Rat hat am Montagabend dem Aufstellungsbeschluss zugestimmt. Foto: ape

Platz für 70 neue Familien

Amelinghausen. Der große Traum von Haus und Garten: Auf einem Acker in Amelinghausen könnte er bald 70-mal in Erfüllung gehen. Denn die Gemeinde plant ein neues Wohnbaugebiet – und zwar auf sechseinhalb Hektar Land hinter Tennisclub und Sportanlage. Platz für Neubürger schaffen, lautet die Mission.

Noch begleiten nur die Vögel das rhythmische „Tok-Tok-Tok“ vom benachbarten Tennisplatz, schon bald aber könnten brummende Bagger in die Melodie mit einstimmen. „Wenn alles so läuft, wie wir das planen, dann können die Grundstücke Mitte nächsten Jahres bebaut werden“, erklärt Gemeindedirektor Michael Göbel auf LZ-Nachfrage. Der „Rämelsberg“ – so nennt sich die Gegend – grenzt an Amelinghausens jüngstes Baugebiet „Kleines Feld“ an. Die Plätze dort waren schnell vergeben: „Wir haben im letzten Jahr ungefähr 15 Grundstücke verkauft und aus diesen Gesprächen heraus hätten wir auch die doppelte Anzahl verkaufen können“, sagt Göbel. Die etwa 70 weiteren Bauplätze sollen, sofern die Gemeinde denn das Land erwerben konnte, abschnittsweise erschlossen werden. Dafür hat der Rat der Gemeinde Amelinghausen am Montag grünes Licht gegeben.

Klaus-Peter Schreiber jedoch verfolgt die Planungen mit Sorge: Der zweite Vorsitzende des Tennisclubs Amelinghausen befürchtet Beschwerden der künftigen Club-Nachbarn über die Lautstärke im Spielbetrieb und mögliche Klagen. Die Aufprallgeräusche der Tennisbälle könnten über 260 Meter bis zur Terrasse des nächsten Anliegers zu hören sein, gab er während der Ratssitzung zu bedenken. „Wir wollen gern wissen, ob die Lärmemission bei diesem Bauvorhaben ausreichend berücksichtigt wird.“ Ein Schallschutzgutachten sei bereits in Auftrag gegeben, so Göbel.

Auch die Lopautalhalle, Stellplätze, die Sportaußenanlagen und die angrenzende Gastronomie würden ins weitere Vorgehen einbezogen. Bis zur vorzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung Ende Juni oder Anfang Juli diesen Jahres, bei der Bürger die Möglichkeit bekommen, sich zu informieren und einzubringen, sollen auch nähere Details zur Straßenführung und Anordnung der Häuser bekannt sein.

Von Anna Petersen