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Mehmet Sevim räumt die Vorwürfe ein. Vertreten wird der Lüneburger von den Rechtsanwälten Prof. Dr. Torsten Neumann (l.) und Hanns W. Feigen (r.). Das Bild entstand beim ersten Prozess. (Foto: A/ca)

Vor Gericht wird geschätzt

Lüneburg/Stade. Nach dem ersten Urteil hätte Mehmet Sevim in den Knast gemusst, das Landgericht Stade hatte den ehemaligen Wirt des Szenelokals Mäxx wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren und zwei Monaten Freiheitstrafe verurteilt. Doch der Bundesgerichtshof kippte den Spruch. In Kurzform: Das Ausmaß des Schadens sei geringer zu bewerten und damit auch der Schuldspruch. Seit gestern verhandelt die 6. Große Strafkammer in Stade den Fall erneut. Die Haft ist wohl vom Tisch.

Sevim saß umrahmt von zwei Rechtsanwälten auf der Anklagebank, wie im ersten Verfahren vor zwei Jahren sind es Hanns W. Feigen, der hat in Steuerverfahren bereits den FC-Bayern-Boss Uli Hoeneß und den früheren Post-Manager Klaus Zumwinkel vertreten; Prof. Torsten Neumann ist Experte im Steuerrecht. Der Kneipier bekannte zu Beginn: „Ich möchte mich für die Tat entschuldigen. Es war eine Phase in meinem Leben, in der es drunter und drüber ging.“

Sevim: Nichts mehr mit den Betrieben zu tun

Der Vorsitzende, Dr. Thomas Krüger, machte klar, seine Kammer stehe vor einer schwierigen Aufgabe: „Wir müssen die Höhe der hinterzogenen Steuern ermitteln.“ Eben das ist nicht einfach. Denn an vielen Stellen müssen sich die Richter mit Schätzungen und den dafür geltenden Richtwerten behelfen – wie die Kollegen im ersten Verfahren.

Um welche Summen es geht, wurde beim ersten Prozess im Juni 2016 deutlich: Die Anklage war von einem Schaden von 1,4 Millionen Euro ausgegangen, die Verteidigung von nicht mal der Hälfte, die Kammer nahm in ihrem Urteil eine Summe von gut einer Million Euro an.

Es geht aktuell um sechs Fällen von Steuerhinterziehung in den Jahren 2004 bis 2009. Unstrittig ist auch für den BGH, dass Sevim über eine Scheinfirma in Hamburg in seinen zeitweilig drei Lokalen, dem Mäxx, der BarBarossa und dem Piccanti, in einer Größenordnung von rund 20 000 Euro pro Jahr schwarz Ware einkaufte. Gewinne schleuste er am Finanzamt vorbei. Sevim hat sich schon vor Jahren von allen drei Betrieben getrennt und betont: „Damit habe ich nichts mehr zu tun.“

Zwei Steuerprüfer schilderten, dass oftmals Kassenbelege und Unterlagen fehlten, um den exakten Schaden zu ermitteln. Stutzig seien sie geworden, da aus den Lokalen mehr Leergut abgeholt wurde, als an Ware geliefert worden war. Den Betrug auf die einzelnen Gaststätten herunterzubrechen, sei im Falle von Mäxx und Barbarossa schwierig, da sie in einer Gesellschaft geführt worden seien.

Was verraten die Daten des USB-Sticks?

Doch die Richter wollen den Schaden pro Lokal schätzen. Deshalb fragte die Kammer intensiv nach, wie erfolgreich die Betriebe gewesen seien. Die Steuerprüfer sagten, was Lüneburger wissen: Das Mäxx war ständig gut ausgelastet, in der warmen Jahreszeit die Sonnenterrasse der Stadt. Anders die BarBarossa mit wenig Außenplätzen und einem eher gehobenen Angebot.

Richter Krüger versuchte sich zu behelfen. Für das Jahr 2004 hatte Sevim in seiner Steuererklärung den Jahresumsatz allein fürs Mäxx mit 1,2 Millionen Euro angegeben. In 2006 und 2008 habe er die Umsätze inklusive Barbarossa mit 1,76 und 1,5 Millionen Euro angegeben. Mache das Plus den Umsatz des Barbarossa aus? Vorstellbar, sagte ein Steuerprüfer. Sevim hingegen sprach von Quersubventionen. Barbarossa und Piccanti seinen keine Erfolge gewesen. Auch sonst sei es schwierig gewesen: „Ich wurde beklaut. Kellner haben Ware nicht gebongt, andere haben Sachen mit nach Hause genommen. Bei drei Läden habe ich den Überblick verloren.“

Dem gegenüber steht die Aussage eines Steuerfahnders: „Ich kenne kaum Betriebe, die besser überwacht wurden als das Mäxx. Betriebswirtschaftlich war das sehr, sehr klar aufgezogen.“ Also der legale Part.

Eine Rolle könnte ein USB-Stick mit Zahlen spielen, den die Fahnder beschlagnahmt haben. Obwohl gelöscht und überschrieben, konnten sie Teil der Daten wieder herstellen. Doch für die Interpretation brauchen die Richter die ehemalige Buchhalterin Sevims. Sie ist für nächste Woche geladen. Dass die Frau aussagt, daran hat die Kammer Zweifel. Denn die Ex-Mitarbeiterin könnte sich selber belasten und eben auch zur Verantwortung gezogen werden.

Von Carlo Eggeling

25 Kommentare

  1. „Das werden wir nicht kommentieren !“ Natürlich nicht … das wird schön ausgessen. Bloß keine Konsequenzen ! Das man zu Konsequenzen überhaupt auffordern muss … das ist schon eine Schande (das muss von den Verursachern eigentlich selber kommen). Das diese Konsequenzen dann aber trotzdem nicht gezogen werden …. da fehlen jedem die Worte ! Bananenrepublik Deutschland !

  2. Weshalb Rücktritt? Es ist kein Schaden für die Leuphana entstanden! Es ist Aufgabe des Präsidiums die Interessen der Leuphana zu vertreten, welche immerhin eine unabhängige Stiftung ist. Ein Vorstand eines Unternehmens muss doch auch nicht zurück treten, falls er die Gewinne steigern konnte zu Lasten des gesellschaftlichen Gemeinwohls (z. B. Erhöhung der Arbeitslosenquote oder Umweltverschmutzung).
    Laut Presseberichten wird das MWK, wenn auch zähneknirschend, den Zuschuss an die Leuphana erhöhen. Es ist alleine die Entscheidung der Leuphana, ob sie damit mehr Personalstellen für Forschung und Lehre schafft oder für eine bessere räumliche Atmosphäre sorgt. Ab WS 2017, mit dem Bezug des Zentralgebäudes, wird sich die Leuphana jene Studierende auswählen können, welche eine gepflegte Lernumgebung zu schätzen wissen. Eine homogene Gruppe von Studierendenanwärtern wird die Gebäude besiedeln. Wichtig ist dann, dass der erhöhte Zuschuss verstätigt wird.
    Die Transformation zu einer Harvard-in-der-Heide-Universität wird in den nächsten zwei Jahren sich noch beschleunigen. All jene Bereiche, welche nicht ausreichend Drittmittel einwerben können, werden freigesetzt werden. Die Leuphana wird gestärkt, mit dem Präsidenten Spoun und seinem Vize Keller, aus diesem Prozess heraus treten.
    Damit Spoun und Keller jetzt nicht von anderen Universitäten abgeworben werden, sollte dringend ihre Bezüge erhöht werden.

    • Werner Schneyder

      Ich muss Ihnen deutlich widersprechen. Der Ruf der Leuphana hat arg gelitten. Bei diesem Begriff fällt Menschen außerhalb Lüneburgs inzwischen nichts mehr Gutes ein. Darin liegt der Schaden. Zudem ist der Steuerzahler in Zugzwang geraten. Niedersachsen wird finanziell geschädigt. Das Präsidium hat zudem gezeigt, dass es nicht kalkulieren kann. Und nun sollen die Bezüge dafür erhöht werden. Das stellt doch alles Vernünftige auf den Kopf.

      Auch ist der Untreuevorwurf gegen Herrn Keller noch nicht vom Tisch, wobei der Inkubator noch gar nicht geprüft wurde. Und wenn Sie glauben, dass Drittmittel ein Qualitätskriterium für Wissenschaft sein sollen, dann schauen Sie sich die Abhängigkeit der Wissenschaftler vom Drittmittelgeber an. Das ist keine Wissenschaft, das ist Dienstleistung.

      • Die Leuphana Universität Lüneburg ist nicht nur national sondern auch international sowohl in den Bereichen Nachhaltigkeit (mit Cradle to Cradle) wie Kulturwissenschaften im Bereich Architektur (Vertreten auf der Weltausstellung), national auch durch die VWL und die BWL (Der Wöhe) bekannt. Die Lehrerbildung hat seit Jahrzehnen hervorragenden Ruf über die Grenzen von Niedersachsen heraus. Der Studiengang Wirtschaftspsychologie hat im gesamten deutschsprachigen Raum Beachtung gefunden. Der Ruf der Leuphana ist erst von Spoun und Keller aufgebaut worden. Vor Spoun und Keller war die Leuphana außerhalb von Niedersachsen völlig unbekannt.

        Beide große Volksparteien wünschten sich die unternehmerische Hochschule. Sie unterfinanzieren von Universitäten ist seit Jahren normal. Es wird von der Politik eine Öffnung in Richtung Wirtschaft gefordert. Die hochschulpolitischen Veränderungen sind gewollt und erwünscht. Es gab breite Unterstützung von allen Seiten für das Projekt. In der Kommunalpolitik war nur die FDP von Anfang an kritisch. Die Landespolitik zeichnete sich eher durch die Konkurrenz der verschiedenen Universitätsstandorte aus. Göttingen hat kurzerhand 100 Millionen zusätzlich bekommen, als Ausgleich für wegfallende Bundesmittel. Für den Nordosten von Niedersachsen hingegen hatte das Land seit mindestens 20 Jahre kein Geld. Keine Universität in Niedersachsen hat pro Studierenden so wenig Geld erhalten!

        Dieses Geld ist ja auch nicht weg sondern investiert in eine Lern- und Forschungsumgebung. Regionale Bauunternehmen konnten hierdurch Arbeitsplätze sichern und zahlen Steuern. Weiterhin wird der Tourismus durch das Gebäude gefördert. Das Zentralgebäude ist nicht nur eine architektonische Spitzenleistung. Es setzt auch ein Zeichen gegen den deutschen Militarismus. Ob vor 70 Jahren deutsche Truppenverbände aus Lüneburg die neutrale Länder Niederlande und Belgien überfallen haben oder heute wieder aus Lüneburg Kräfte in Afghanistan stationiert sind. Der deutsche Militarismus muss durchbrochen werden. Neben dieser Symbolwirkung werden im Bereich der Energieversorgung vollkommen neue Wege gegangen. Hier darf man wegen ein paar wenigen Millionen nicht gleich so kleinlich sein. Wie wäre ein Kölner Dom je bebaut worden, falls darüber Kämmerer entschieden hätten?

        Sie haben Recht, die Überprüfung der EU-Mittel steht noch aus. Daher ist der Erhalt von Holm Keller für die gesamte Region so wichtig. Nur Holm Keller kann mit seiner guten Vernetzung verhindern, dass hier Rückzahlungen gefordert werden. Falls er mit seinen Netzwerken nicht wirkt, stehen Rückzahlungen in Millionenhöhe an. Hier muss die Region zusammen stehen!

        Die Erhöhung der Bezüge können natürlich kein Ausgleich für all die Hetze und Niedertracht sein, welche Holm Keller in Lüneburg in den letzten Jahren entgegen geschlagen hat. Doch dieser Mann ist jeden einzelnen Euro wert! Umso lobenswerter ist es, dass die Universitätsgesellschaft mindestens einen Teil der Unkosten, welche bei der weltweiten persönlichen Kontaktpflege angefallen sind, übernommen hat. Mit Zuwendungen zur Universitätsgesellschaft könnte jetzt praktische Solidarität gezeigt werden.

        • Enrichissez-vous !

          Das scheint mir Ihr ganzes hochschulpolitisches Credo zu sein, Madamemonsieur „s4p“.

          Dazu hat die Kommentatorin Schlotthusen in ihrer glänzenden Einlassung vom 29. März 2014 um 15:25 eigentlich schon alles gesagt: http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/154943-land-will-libeskind-bau-der-uni-trotz-schwerer-bedenken-weiterbauen

          Was Sie dagegen mit Ihrem verworren verhuschten Beitrag abgeliefert haben, kann ich nur als Psychogramm eines zwischen narzisstischen Größenphantasien und dependenter Persönlichkeitsstörung schwankenden Verherrlichers des „Berlusconismus“ werten.

          Auch der Berlusconismus war (oder ist?) ja eine Parodie des Neoliberalismus. Er erweckte bei vielen den Eindruck einer Modernisierung und Liberalisierung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens, aber gleichzeitig zeigte er auch die negativsten Aspekte einer demokratiefeindlichen, antiparlamentarischen „Kultur“ des persönlichen „politischen“ Regiments hinter dem Schleier der PR-Parolen vom „Aufbruch“ und von „Lebensmodellen Neuen Typs“: Nachlässigkeit, Unehrlichkeit, Inkompetenz, Geltungssucht, mangelnde Sachkenntnis, Dauerimprovisieren als „Regierungsstil“, Umgehung des Gesetzes, Komplizenschaft zwischen privaten Interessen und öffentlichen Ressourcen, fehlendes Verantwortungsbewusstsein und das Ersetzen von tragfähigen Entwichlungsperspektiven durch massenmediales Marketingtrommelfeuer. Die politischen Gegner wurden als Feinde der Freiheit, Befürworter des Etatismus, „Kommunisten“, Bedenkenträger, Ewiggestrige und weltfremde „Intellektuelle“ porträtiert (oder sollte man sagen: diffamiert?).

          Ob Sie dem echten Holm Keller einen Gefallen getan haben, indem Sie Ihre literarische Figur „Holm Keller“ in die Nachbarschaft der netzwerkenden Rückzahlungsverhinderer von unrechtmäßig erschlichenen Subventionsmillionen und der universitätsgesellschaftsfinanzierten Reisenden in Sachen „weltweiter persönlicher Kontaktpflege“ gerückt haben, möchte ich nicht entscheiden.

          Mehr zu diesem von Ihnen angehimmelten Typus erfahren Sie hier: http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-freiherr-als-staubsaugervertreter

          Im Übrigen stellt Ihre Wortmeldung, wie ich finde, ein illustratives Exempel zum Thema des gleich folgenden Leserbriefes dar, der unter der Überschrift „Rücktritt ausgeschlossen“ die inklusiven Strukturen der exklusiven „Transparenzgesellschaft“ beschreibt.

      • Es ist ein Model und es sieht gut aus

        Was macht eigentlich ein Master of Public Administration (MPA) der Kennedy School of Government, Harvard University, genau, der gleichzeitig Senior Vice President Corporate Development bei Bertelsmann, Operndramaturg für Robert Wilson, Dramaturg und Producer für arte Deutschland TV GmbH und Lehrbeauftragter im Kontextstudium an der Universität St. Gallen ist ?

        Wenn ich so auf die Auskünfte im universitätsoffiziellen Lebenslauf von Holm Keller schaue, erinnere ich mich daran, wie kürzlich einmal für eine Sekunde, deren Dauer, Intensität und innerer Zusammenhang mir schon seit Jahren entfallen scheint, mein Glaube an das „Studienmodell Neuen Typs“ erlahmte, ich dann aber anschließend sofort erkannte, dass ich doch richtig lag:

        Als mir eine Partybekanntschaft am ersten warmen Frühlingsabend im romantischen Weingarten der historischen Lüner Mühle verriet, Absolventin des »anwendungsorientierten Masterprogramms Management & Entrepreneurship« der Leuphana, Heideharvard, zu sein, genauer »Master of Management & Financial Institutions (M.A.)«, und im »Change Management« einer großen Bank zu »performen«, war ich doch sehr beeindruckt ob der Herausforderungen einer sich wandelnden Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts und den anspruchsvollen Konzepten der Nachhaltigkeit, mit denen sie sich tagein, tagaus beschäftigen muss.

        Auf weitere Nachfrage fand ich dann heraus, dass es sich beim Arbeitgeber der Dame um die Spielbank Hohensyburg handelt und sie am Eingang Bargeld gegen Jetons wechselt.

        Ich hatte also nicht unrecht. Und obendrein hat sie noch mit Menschen zu tun.

        Kay Hinz

  3. Rücktritt ausgeschlossen

    Sekten und auch „neue“ akademisch-religiöse Bewegungen sind Vereinigungen von kleinen, freiwilligen, erwählten und exklusiven Gruppen. Sie etablieren eine alternative Lebenswelt für ihre Anhängerschaft, sowohl in ihrem intellektuellen Begreifen der Realität als auch in ihren sozialen Bindungen. Solche akademisch-religiösen Bewegungen sind exklusiv, sie dulden keine doppelte Bindung, keinen Kompromiss mit ihren Prinzipien, keine Lossagung vom Führungsstandard, den sie billigen und sie dulden auch keine Verletzung der Tabus, die sie aufstellen. Sie sind gebundene Gemeinschaften, die idealistisch bedingt keine Ambiguität zulassen, aufgrund der Respektierung des Status der AnhängerInnen, ihres Anspruches auf das Monopol der Wahrheit und der exklusiven, rational oft nicht nachvollziehbaren Rechtfertigung ihrer Handlungsweise. Ein weiteres Merkmal ist, dass religiöse Bewegungen die volle Anerkennung der Amtsgewalt von anderen, allgemein anerkannten akademisch-religiösen Würdenträgern und oft sogar die Anerkennung der Staatsgewalt verweigern.

    Die Sekte betont ihr eignes Monopol zumindest im Bereich der Wahrheit. Sie ist eine freiwillige Organisation in dem Sinn, dass auch Eintrittswillige sich anstrengen und eine persönliche Bindung zur Bewegung herstellen müssen, bevor sie als Mitglieder akzeptiert werden. Die Mitgliedschaft in einer Sekte ist inkompatibel mit einer Verbindung zu einer anderen Religion. Daraus wird gefolgert, dass für diese separierten Sektenmitglieder die Religion als ernst angesehen wird und sie keine Formalität bildet. Es bestehen gleichzeitig Verpflichtungen in bezug auf die Respektierung von Verhalten und Lebensstil, die die Sekte vorschreibt. Der Eintritt erfolgt durch testen des persönlichen Verhaltens, ob das potentielle Mitglied vertraut ist mit den Doktrinen, mit der moralischen Rechtschaffenheit oder mit einer Kombination von solchen Unterscheidungsmerkmalen. Die Disziplin ist rigoros und es bestehen Prozeduren für die Suspendierung oder für das Ausstossen der moralisch Eigensinnigen oder für solche, die die Sektenlehre anzweifeln. Grösstenteils sind die Sektenmitglieder von der übrigen Gesellschaft getrennt und entwickeln eine eigene Kultur.

    Die Funktion der Exekutive einer Organisation liegt darin, die Organisation zusammenzuhalten und zu erhalten. Dies wird dadurch erreicht, dass versucht wird, einen Überschuss von Anreizmitteln zu erhalten durch die Verteilung von Anreizen, um Aktivitätsbeiträge hervorzurufen. Dies kann geschehen durch die Abgrenzung der „leadership“-Funktion, deren Funktion im Erschaffen, Klären und Verbreiten von substantiellen Zielen liegt. Auch wenn die beiden Funktionen bei einer einzigen Person liegen, kann dies zu Konflikten zwischen diesen Funktionsanforderungen kommen. Die Exekutive hat ein starkes persönliches Interesse, die Organisation zusammenzuhalten. Im allgemeinen besteht die minimale Erwartung von Gruppenmitgliedern darin, dass die Exekutive es nicht zulassen wird, dass die Gruppe kleiner wird oder sogar zusammenbricht.

    Alle überlebensfähigen Organisationen müssen den Mitgliedern Anreizmittel anbieten, als Gegenleistung für den individuellen Beitrag an die Organisation (Clark & Wilson 1961:132). Anreizmittel für den Beitritt in eine soziale Bewegung können materiell, solidarisch oder zweckmässig sein.

    Der materielle Anreiz ist greifbar, er hat einen monetären Wert bzw. er kann leicht in einen solchen überführt werden.

    Die solidarischen Anreizmittel sind immateriell und leiten sich zum grössten Teil aus dem Akt der Vereinigung ab wie auch aus der Entgeltung von Sozialisierung, Gruppenzusammengehörigkeitsgefühl und Gruppenidentifikation, vom Status, der für den Einzelnen aus der Mitgliedschaft erwächst (Anerkennung, Spaß und Geselligkeit etc.). Charakteristisch für diese Art von Anreizmittel ist, dass sie relativ unabhängig vom präzisen Zweck der Verbindung sind.

    Die zweckmässigen Anreizmittel sind ebenfalls immaterieller Art, sie lassen sich aber eher vom festgesetzten Endzweck der Vereinigung ableiten als von der simplen Tat des Mitmachens. Die Mitglieder sind zusammen, um eine Veränderung des status quo zu erstreben und nicht, um sich an der Präsenz eines anderen zu erfreuen. Diese Beweggründe lassen sich in den suprapersonellen Zielen der Organisation wiederfinden (der Neue Mensch, Studienmodell Neuen Typs, etc.).

    Sich als exklusiv oder als Elite verstehende Organisationen versuchen eine Homogenität ihrer Mitglieder zu erreichen, indem sie einen relativ strengen Selektionsprozess und strenge Mitgliedschaftsbedingungen haben. Die organisatorische Bedingung von exklusiver und homogener Mitgliedschaft kann mit einem „leadership“-Stil verbunden sein. Die exklusiv-expressive Vereinigung verlangt ein intensives Engagement von seinen Mitgliedern und pflegt Ziele und Absichten, mit denen sich die Mitglieder als Nutzniesser der organisatorischen Aktivität identifizieren. Kompetative Optionen werden eher in den Anliegen der Gemeinschaft als in anderen Organisationen mit parallelen Absichten als existent angesehen. Dies wird dadurch erreicht, dass die exklusiv-expressive Organisation die Konkurrenz für Belohnungsalternativen durch Abschirmen der Mitglieder von der Umgebung ausschliesst. Oft beobachtet man, dass Organisationen, die das Individuum mit einem persönlichen Status oder mit einer einzigartigen ideologischen Perspektive versehen, notwendigerweise für das Mitglied die Gelegenheit zur Erreichung dieser Vorteile von anderen Quellen, sprich anderen Organisationen, verhindern müssen. Soziale Isolation oder andere abschirmende Mechanismen verhindern im allgemeinen, dass die Mitglieder von anderen Arten der Bewältigung in anderen sozialen Bewegungen erfahren. Die Ablehnung der konventionellen Gesellschaft oder zumindest die systematische Ablehnung von Teilen dieser Gesellschaft wird zur rentabelsten Quelle der Belohnung für die Mitglieder.

    Da die Situation von sozialen Bewegungen – hier religiösen Bewegungen – unstet ist, weil die Organisation die Anreizmittel unter wenig Kontrolle bringen kann und aufgrund ihrer nicht routinierten Arbeitsweise kann der Erfolg oder das Versagen der Organisation in hohem Maße abhängig sein von den Qualitäten und dem Engagement ihres Führungskaders und deren Taktiken.

    Sich als Charismatiker aufspielende Führer binden ihre Anhänger durch ihren einzigartigen persönlichen Stil und durch ihre Lehre. Charismatische Führer bieten eigene Lösungen von Problemen an, mit denen sich die Anhänger identifizieren.

    Eine Religion, die auf charismatischer Führung beruht, ist unstabil, da sie an die Personen gebunden ist. Mit dem Ausscheiden des charismatischen Führers erlischt auch die Dynamik ihrer Persönlichkeit und die Zeit der Bewährung folgt. Das Ausscheiden eines charismatischen Führers kann verschiedene Auswirkungen auf religiöse Bewegungen haben. Man geht heute davon aus, dass je bürokratischer eine Organisation ist, desto weniger führt der Ersatz eines charismatischen Führers zur Transformation der Organisation. Bei einer bürokratisierten Organisation kann der Wechsel gut aufgefangen werden, es bestehen Normen und Richtlinien, an die sich auch die neue Führungsspitze halten muss. In weniger bürokratisierten Bewegungen sind drei Entwicklungen möglich: 1. Rückgang der Mitgliederzahlen und Verlust von Sympathisanten, wenn diese eher dem charismatischen Leader verpflichtet waren als der Bewegung; 2. Zersplitterung in Untergruppen, wenn Meinungsverschiedenheiten über die Interpretation der Lehre des verstorbenen charismatischen Führers entstehen oder wenn die durch die Autorität des Führers unterdrückten Meinungsverschiedenheiten unter den Mitgliedern zu Tage kommen und 3. Professionalisierung der Exekutive, was einen Versuch darstellt, die administrative Struktur der Organisation zu rationalisieren, das ein Erbe des Führers darstellt. Kann das Charisma des ausgeschiedenen Führers nicht institutionalisiert werden, kann es zu den oben genannten drei möglichen Entwicklungen kommen bis hin zur Auflösung der Organisation, wenn sich keine entsprechende Nachfolge ergibt.

    • Eine interessante Analyse, die mir irgendwie aus meinen Fachbüchern bekannt vorkommt.

      Aber ich kann alle Fans der Leuphana beruhigen, die Nachfolgefrage wird professionell gelöst.
      Denn der „Leiter der Universitätsverwaltung und Universitätsentwicklung“ (war Verwaltungschef nicht mal der Job von vize president H. Keller? egal…), aufmerksamen Leseratten auch aus dem Schmöker „Wir sind Uni“ bekannt, tritt gerade in die Fußstapfen seines seines Mentor, des charismatischen Unipräsident S.Spoun und wird an der Harvard Kennedy School (ja, diesmal das echte Harvard) im Rahmen eines McCloy Stipendiums in „public administration“ ausgebildet.
      Persönliche Schwerpunkte:
      * Bildungs- und Innovationspolitik
      * Strategie- und Organisationsentwicklung
      * Kultureller Wandel von öffentlichen und nicht-gewinnorientierten Organisationen

      Also, keine Sorge, die Leuphanatiker werden auch weiterhin nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen indoktriniert, die Übernahme der Kult-Führung ist geregelt.

  4. Wenn die beiden Herren mehr Verantwortungsbewußtsein, mehr Scham, mehr Fähigkeiten zur Selbstkritik, mehr Anstand, mehr Rückgrat und weniger narzisstische Neigungen hätten, wäre dieser längst überfällige Schritt vielleicht schon vollzogen. Aber ich fürchte, ohne weisse Jacken wird man sie nicht vom Campus ziehen sehen.

    Es ist eine erbärmliche und für Lüneburg beschämende (Tragik-)Kommödie. Mir ist es als geborener und alteingessener Lüneburger peinlich und ich kann verstehen, wenn nicht nur ausserhalb dieser Stadt über die Stadt und ihr führendes Uni-Duo geschmunzelt wird. Es ist für mich unmöglich, diese Personen noch zu akzeptieren.

    • Aber wo sollen sie denn noch hin?

      sie haben doch nichts anderes getan und gelernt, als Schaum in Lüneburg zu schlagen und dünne Brettchen in Hannover zu bohren.

      Oder entspricht Leuphanatismus dem Anforderungsprofil irgendeines Brotberufes ?

  5. Nicht die Uni-Spitze muss weg. Der aktuelle Stiftungsrat muss weg.
    Alles andere regelt der akademische Senat. Wenn man ihn lässt.

  6. Kritischer Beobachter

    Die Rücktrittsforderung ist nett gemeint aber nutzlos. Dass ein Holm Keller und Sascha Spoun nicht freiwillig zurücktreten werden, ist seit der Farce um die präsidiale Wiederwahl in den Jahren 2011 und 2012 sonnenklar.
    Außerdem scheint die Angst sehr gross, dass eine Übergangsleitung als erste Amtshandlung alle Aktivitäten am Neubau stoppen wird. Wer will schon freiwillig die Verantwortung und Konsequenzen für das finanzielle Desaster des Duos Keller/Spoun tragen wollen?
    Das Problem an der Universität ist der Stiftungsrat, allen voran dessen Vorsitzender Meyer Guckel. Statt mit dem notwendigen Abstand aktiv über die Arbeit des Präsidiums zu wachen, arbeite er Hand in Hand mit dem Präsidium und deckte damit jahrelang den jetzt offen sichtbar gewordenen Pfusch. Das Unding an sich war sein rechtlich bedenkliches und an allen demokratischen Spielregeln vorbeiführendes aktives Werben für eine endlich erfolgreiche Wiederwahl von Holm Keller im dritten Wahlgang. Damit sollte klar sein, dass der aktuelle Stiftungsrat der Universität Lüneburg in Teilen nur noch ein Scheingremium ist, das seiner eigentlichen Aufgabe nicht mehr nachkommt.
    Die Ministerin hat gesetzlich die Möglichkeit, diesen Stiftungsrat aus wichtigem Grund abzuberufen. Ein solch wichtiger Grund sollte in Lüneburg jetzt gegeben sein. Liebe Frau Heinen-Kljajić handeln Sie. Jetzt!

  7. Ein wirklich interessanter und kreativer Ansatz der LZ, zeitlich und thematisch unverwandte Kommentare mit einem aktuellen Artikel zu verlinken.

    Zur Neuverhandlung meint z.B. Ron: „Das diese Konsequenzen dann aber trotzdem nicht gezogen werden …. da fehlen jedem die Worte ! Bananenrepublik Deutschland !“.

    Und die Soziologin kennzeichnet den Prozess treffend als „Eine interessante Analyse, die mir irgendwie aus meinen Fachbüchern bekannt vorkommt.“

    Gesine empört sich, über wen wohl, „sie haben doch nichts anderes getan und gelernt, als Schaum in Lüneburg zu schlagen“

    Aber, aber, Gesine, nun mal sachte, Rücktriit ausgeschlossen gibt wohlüberlegt zu bedenken, aus heutiger Sicht geradezu als Schröderstraßenprophet: „Mit dem Ausscheiden des charismatischen Führers erlischt auch die Dynamik ihrer Persönlichkeit und die Zeit der Bewährung folgt.“

    Weiter so mit dem Artikelkommentaromat, sehr unterhaltsam!

    • Dafür dürfen Sie sich bei denen bedanken, die Kommentare ohne inhaltlichen oder zeitlichen Bezug zum ursprünglichen Artikel verfassen. Wir „verlinken“ hier nichts, sondern staunen genau wie Sie. Weiterhin viel Vergnügen damit. bol/LZonline

    • Wenn die Leuphana-Posts zu der Liebeskind-Becher-Seite von vorgestern parallel gelesen werden, wirken diese Kommentare taufrisch. Als wären sie heute geschrieben: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1565572-der-libeskind-bau-kommt-auf-den-becher#comment-166032

      Man muss sich mal vorstellen, dass die Audimax-Betrügereien die Lüneburger nun schon seit zwölf Jahren beschäftigen.

      Schönen Gruß an die Arena.

      • Leuphana-Zentralgebäude und Steuermittelbetrug?

        Soweit auseinander scheinen auch mir die beiden Themenkomlexe gar nicht zu liegen.

        Ihre Behauptung, Herr Bohlmann, dass „die Kommentare ohne inhaltlichen oder zeitlichen Bezug zum ursprünglichen Artikel verfasst“ sind, lässt sich also nicht ohne Weiteres aufrecht erhalten. Sie sind das nicht einmal zum gegenwärtigen Artikel.

        Sollte ein „Algorithmus“ für die erhellende Zusammenstellung von Artikel und Kommentarstrang „verantwortlich“ sein, darf man diesem einen gewissen Sinn für aufklärerischen Witz wohl nicht absprechen.

        Was meinen Sie?

        • Offensichtlich ist in diesem Fall etwas durcheinandergeraten in unserer Datenbank. Wir hoffen, dass es ein Einzelfall ist und bitten um Nachsicht. Allerdings kommt eine Reihe von Kommentatoren hier regelmäßig auch ohne Datenbankfehler reichlich vom Thema ab. bol/LZonline

          • „Allerdings kommt eine Reihe von Kommentatoren hier regelmäßig auch ohne Datenbankfehler reichlich vom Thema ab. bol/LZonline“

            Mit Verlaub Herr Bohlmann. Warum veröffentlichen sie dann derartige Kommentare wenn ihnen das vorab schon auffällt. In der Print-Ausgabe konnte ich vergleichbare Abweichungen bei den Leserbriefen bislang noch nicht feststellen. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

          • Print und Online sind in der Tat zwei unterschiedliche Welten – mit ganz verschiedenen Lesern und oft ganz anderen Reaktionen. Und nicht zuletzt ist der Platz in der gedruckten Ausgabe begrenzt. bol/LZonline

          • Hallo Herr Bohlmann und Herr Mertens, auch in der Offline-Welt kommen Leute ohne Datenbankfehler reichlich oft vom Thema ab. Auf der Bäckerstraße wurde heute Vormittag zum Beispiel ein fremder Mensch von jemandem angesprochen, der sich als Kriminalhauptkommissar Kleb ausgab. Seine Vermieterin habe den Fremden angezeigt, weil dieser ein Zimmer aus einer ihrer Wohnungen in der Schröderstraße veruntreut habe, sagte Kleb. Der Fremde entgegnete, das stimme so nicht. Soeben habe er gesehen, daß das Zimmer sehr wohl da sei, aber die Vermieterin habe es widerrechtlich an eine andere Person vermietet. Kleb meinte dazu, letzteres sei im Unterschied zur physischen Entfernung eines Zimmers keine Straftat, sondern ein privatrechtlicher Fall. Dafür sei die Kriminalpolizei nicht zuständig, der Fremde müsse sich an einen Anwalt wenden. Er überreichte ihm demgemäß die Visitenkarte eines Anwalts und riet: „Gehen Sie am besten gleich hin.“ Man weiß bisher nicht, was daraus noch wurde.

  8. Und schon wieder geht es um den Mann aus Kayseri!!!
    Jahrelang Steuern hinterzogen trotz vorheriger Steuerprüfung und dann nach noch von „Unschuld“und „Reue“ reden. Jetzt sind sie wieder rein Herr Sevim. Für mich hat einzig und allein die Stadt die alleinige Schuld: Die ganze Tat zugeschaut, toleriert und dann am Ende der Cleverness von Herrn Sevim zum Opfer geworden, ohne Profit. Vermutlich sind auch viele „Geschenke“ verteilt worden. Warum werden die Verantwortlichen seit 2009 nicht zu Rechenschaft gezogen? Warum konnte er wieder ein Haus am Petersberg ( vermutlich wieder über dritte Person) bauen?
    Die Stadt sollte sich schämen. Blamiert bis auf die Knochen, aber den treuen Steuerzahler schön aussaugen. Danke an alle, besonders Mädge.

    • Michael Mügge

      Hallo Herr Heribert,

      leider muss ich Ihnen hier einmal widersprechen und für die Stadt die Lanze brechen: die Steuererhebung und auch -fahndung wird durch die Finanzämter, eine Behörde der Länder durchgeführt. Die Kommunen haben hier keinerlei Befugnis zu agieren. Hinzu kommt folgende unbekannte Tatsache: die Mitarbeiter der Finanzverwaltung werden nur für das „Hereinholen“ der Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, Körperschaftssteuer etc. bewertet. Die Gewerbesteuer steht aber ausschließlich den Kommunen zu und die Erhebung der Steuer fließt nicht in die Jahresbeurteilung der Mitarbeiter der Finanzämter ein. Insofern ist kein Finanzamt im Lande Niedersachsen wirklich daran interessiert hier ein Auge drauf zu haben. Die Hansestadt Lüneburg erhält nur abschließend vom Finanzamt mitgeteilt, wie hoch die von dem Steuerpflichtigen einzutreibende Steuer ist und darf dann vollstrecken o.ä. MfG, Michael Mügge

  9. Ich weiß nicht, was Sie haben. Der Mann wirkt sehr elegant zwischen seinen beiden beleibten Anwälten, seine ganze Erscheinung seriös und gefasst. Mehmet Sevim ist gebildet, weiß sich zu artikulieren und zeigt Einsicht. Das Jackett sitzt perfekt, der Blick ist offen, die Haare sind sauber geschnitten, der Teint sportlich gebräunt, seine Umgangsformen sind ausgezeichnet, er verfügt über viel Taktgefühl, großen Esprit und einen ausgeprägten Sinn für Höflichkeit und Anstand. Auch räumt er die Vorwürfe ja ein, bereut seine kleinen Schnitzer und Jugendsünden aufrichtig und hat inzwischen viel dazu gelernt.

    Wie bei einer europaweiten Ausschreibung des Arena-Betriebs in der Vrestorfer Heide an diesem Kandidaten sollte vorbeigeschaut werden können, erschließt sich mir nicht.