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Die Arbeitsgruppe „Blühstreifen“ hat in der Gemeinde Hohnstorf neue Nahrungsquellen für Bienen gepflanzt. Mit dabei waren (v.l.): Jörg Lüdtke (UW), Imkerin Andrea Kowall, Bettina Künast (SPD-Fraktionsvorsitzende), Ernst Heuer (SPD Artlenburg), Claus Poggensee (ehrenamtlicher Verkehrs- und Umweltbeauftragter) und Markus Burmester. (Foto: ina)
Die Arbeitsgruppe „Blühstreifen“ hat in der Gemeinde Hohnstorf neue Nahrungsquellen für Bienen gepflanzt. Mit dabei waren (v.l.): Jörg Lüdtke (UW), Imkerin Andrea Kowall, Bettina Künast (SPD-Fraktionsvorsitzende), Ernst Heuer (SPD Artlenburg), Claus Poggensee (ehrenamtlicher Verkehrs- und Umweltbeauftragter) und Markus Burmester. (Foto: ina)

Hohnstorfer locken die Bienen an

Hohnstorf/Elbe. Mit Hacken und Spaten und einem Vertikutierer fand sich eine Gruppe Helfer im Triftweg, Ecke Ober-Savo-Ring, in Hohnstorf ein. Ihr Ziel: das Anlegen eines zehn Quadratmeter großen Blühstreifens, der Bienen, Hummeln und Schmetterlinge mit Nahrung versorgt. „Wir entfernen das Gras, vertikulieren, graben um und harken die Erde. Dann säen wir unsere Samenmischung aus“, erklärte Jörg Lüdtke, der für die Unabhängigen Wähler (UW) im Gemeinderat sitzt.

Pro Quadratmeter werden 2,5 Gramm Samen benötigt. Die sogenannte „Tübinger Mischung“ wurde mit dem Lüneburger Imkerverein auf die Beschaffenheit der Hohnstorfer Böden abgestimmt. Sie enthält Samen für 70 Prozent Stauden (Bienenweide, Kornblume, Buchweizen, Ringelblume), 20 Prozent Kräuter (Wildmalve, Dill, Borretsch, Koriander, Schwarzkümmel) und 10 Prozent Ölfrüchte (Ölrettich, Gelbsenf).

Samentüten mit Infoflyern

Die Gruppe SPD/FWGH hatte 2016 einen Antrag zur Finanzierung von Samen für Bienen-Blühwiesen und zur Anschaffung von Bienenvölkern in Höhe von 5000 Euro gestellt. Nach einigen Diskussionen willigte der Rat schließlich ein, 1000 Euro für das Vorhaben bereitzustellen. Im Frühjahr 2017 wurden erstmals Samentüten mit Infoflyern an Privathaushalte verteilt.

Ein zweiter Streifen entstand am selben Tag beim Hohnstorfer Sportplatz. Darüber hinaus steht das Projekt „Wiederbelebung der alten Streuobstwiese“ beim Hohnstorfer Friedhof auf der Gemeinde-Agenda. Von allen Parteien begrüßt, stellte die Umsetzung doch eine größere Herausforderung dar, als ursprünglich gedacht. So wurde nach nur einem Arbeitstag im letzten Sommer festgestellt, dass die Fläche professionell in Stand gesetzt werden müsste, was ein kleiner Arbeitstrupp Freiwilliger leider nicht schaffen kann. ina