Mittwoch , 26. September 2018
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Der westliche Bereich der Ortsdurchfahrt Amelinghausen sollte in diesem Jahr saniert werden, jetzt hat die Landesbehörde die Arbeit um ein Jahr verschoben. (Foto: t&w)
Der westliche Bereich der Ortsdurchfahrt Amelinghausen sollte in diesem Jahr saniert werden, jetzt hat die Landesbehörde die Arbeit um ein Jahr verschoben. (Foto: t&w)

Amelinghausen muss noch warten

Amelinghausen. Der östliche Teil der Ortsdurchfahrt Amelinghausen im Zuge der Bundesstraße 209 und zusätzlich die Strecke zwischen Drögennindorf und Amelinghausen wurden Ende 2016 aufwändig saniert. Die Sanierung des westlichen Bereichs der Ortsdurchfahrt, zwischen der Einmündung zur Landesstraße 234 und der Kreisstraße nach Dehnsen bzw. Soderstorf, lässt dagegen auf sich warten: Der Geschäftsbereich Lüneburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat jetzt bekannt gegeben, dass die Arbeiten nicht, wie geplant 2018, sondern erst 2019 stattfinden.

„Wir sind mit den vorbereitenden Arbeiten für die Maßnahme noch nicht soweit, dass wir mit den Bauarbeiten beginnen können“, erklärt Geschäftsbereichsleiter Dirk Möller die Verzögerung. Unter anderem umfassende Informationen über den Straßenaufbau lägen noch nicht vor. Deshalb sei es noch nicht möglich, eine Ausschreibung für die Arbeiten zu erstellen.

Nach dem Heideblütenfest, das in diesem Jahr am Sonntag, 19. August, zu Ende geht, sollten die Staßenbaumaßnahmen beginnen. Die notwendigen Umleitungen bleiben Verkehrsteilnehmern nun für dieses Jahr erspart. Möller: „Auch für 2019 ist geplant, nach dem Heideblütenfest mit den Baumaßnahmen zu beginnen.“

Gemeinde hält Verzögerung für verkraftbar

„Die Bundesstraße in diesem Bereich muss gemacht werden“, betont Amelinghausens Gemeindedirektor Michael Göbel. Dass die Sanierung sich um ein Jahr verspäte, sei aber verkraftbar. Wichtig sei ihm vor allem, dass bei den anstehenden Bauarbeiten auch die Belange der Geschäftsleute, die für die Bauzeit Umsatzeinbußen fürchten, berücksichtig werden. „Da müssen vernünftige Bauabschnitte gebildet werden.“

Ende 2016 waren im östlichen Bereich der Bundesstraße 209 nicht nur die Deck- und Binderschicht erneuert worden. Es wurde in Amelinghausen auch einiges für die Verkehrssicherheit getan. So wurde am Ortseingang aus in Richtung Drögennindorf eine Verschwenkung mit Überquerungshilfe eingerichtet, um den Gehweg in Richtung Lopausee besser erreichen zu können.

Größtes Projekt der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in diesem Jahr in der Region ist die Grunderneuerung der Autobahn 39 zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord und Handorf, dazu die Sanierung der Anschlussstellen, sowie eines Abschnitts der Ostumgehung, der bereits fertiggestellt ist (LZ berichtete).

Eine weitere Maßnahme, die der Geschäftsbereich Lüneburg in diesem Jahr im Landkreis Lüneburg vor sich hat, ist die Sanierung der Landesstraße 219, von der Einmündung Kreisstraße 2 bis Hittbergen. Dirk Möller: „Das soll in der zweiten Jahreshälfte gemacht werden.“

Geld für Sanierung geht der Region nicht verloren

Insgesamt stehen dem Geschäftsbereich Lüneburg der Landesbehörde 2018 für Baumaßnahmen rund 33 Millionen Euro zur Verfügung. Möller: „26 Millionen Euro gehen in den Bereich Autobahnen und Bundesstraßen, sieben Millionen Euro fließen in Projekte an Landesstraßen.“ Die für dieses Jahr vorgesehenen Mittel für die Sanierung der Bundesstraße 209 sollen dabei nicht verloren gehen, sagt Dirk Möller. Sie sollen in anderen Regionen des Geschäftsbereichs verwendet werden. Neben dem Landkreis Lüneburg zählen dazu die Kreise Harburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg.

Von Ingo Petersen