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Ein Plädoyer für die Weiterbildung

Lüneburg. Eine „solide Entwicklung am Arbeitsmarkt“ bilanziert Kerstin Kuechler-Kakoschke, Chefin der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. Die Arbeitslosenquote in Stadt und Landkreis Lüneburg sank von Ende März bis jetzt um 0,1 auf 5,5 Prozent, vor einem Jahr waren es noch 5,7 Prozent. 5241 Frauen und Männer suchen aktuell nach einer Stelle, im März waren es 60 mehr, im April 2017 sogar 171.

Bei der Präsentation der Statistik hielt die Agentur-Chefin ein Plädoyer für die Aus- und Weiterbildung: „Qualifikation und Ausbildung bestimmen entscheidend individuelle Risiken und Chancen. So sind beispielsweise gering qualifizierte Frauen und Männer häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als Personen, die über eine abgeschlossene Ausbildung verfügen. Die Anforderungen im Beruf und am Arbeitsmarkt wandeln sich fortlaufend und daher stehen nicht nur Arbeitsuchende vor der Herausforderung, Kenntnisse auf den neuesten Stand zu halten, sondern auch Beschäftigte und Berufsrückkehrende.“

Seit Jahresbeginn 5533 Arbeitslosmeldungen

Die Arbeitsagenturen und Jobcenter fördern Qualifizierungen bis hin zum Berufsabschluss über eine Umschulung. Dass es finanziell durchaus lohnend ist, auch später nochmals mit einem Berufsabschluss durchzustarten, zeigten Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Kerstin Kuechler-Kakoschke: „So verdient ein Beschäftigter mit Ausbildung im Verlauf seines Erwerbslebens rund 240 000 Euro mehr als jemand ohne Berufsausbildung.“ In Lüneburg befanden sich im April 312 Frauen und Männer in solch einer geförderten beruflichen Weiterbildung.

Die Agentur-Chefin nennt weitere Zahlen: In diesem Monat meldeten sich 1299 Personen neu oder erneut arbeitslos, 46 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1353 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 112 weniger gegenüber April 2017. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 5533 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 235 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 5284 Abmeldungen von Arbeitslosen (minus 413).

Der Bestand an Arbeitsstellen in Stadt und Kreis ist im April um 62 auf 1698 Stellen gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 220 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im April 456 neue freie Stellen, 18 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1931 Arbeitsangebote bei der Agentur ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 200 Stellen. rast

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