Aktuell
Home | Lokales | Adendorf | Surer Winkel im Blickpunkt
Der Vekehr und die Straßenführungim Bereich Grüner Weg /Lindenweg / Im Suren Winkel sorgen immer wieder für Diskussionen in Adendorf. Foto: A/t&w

Surer Winkel im Blickpunkt

Adendorf. Wie geht es weiter mit dem Verkehr in Adendorf – dazu hatte Rainer Dargel von der Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV) aus Hannover im Februar im Verkehrsausschuss der Gemeinde die Fortschreibung des „Verkehrsentwicklungplans“ vorgestellt. Um die Bevölkerung darin noch enger einzubinden, plant die Gemeindeverwaltung nun für Ende Mai eine Bürgerversammlung im Rathaus. Das berichtete jetzt Bauamtsleiter Christian Ninnemann.

Unterdessen ist die Initiative zur Verkehrsberuhigung Im Suren Winkel/Lindenweg/Grüner Weg weiterhin aktiv. So sehen sich die Mitglieder durch die kürzlich vorgelegten Ergebnisse der Verkehrszählung im Zuge des Verkehrsentwicklungsplans bestätigt. Nur zöge die Gemeinde Adendorf daraus die falschen Schlüsse, erklärt Reinhard Wolff als Sprecher der Initiative.

„Der Befund ist eindeutig“

Wolff sagt: „Der Befund ist eindeutig: Der Straßenzug Im Suren Winkel/Lindenweg/Grüner Weg gehört innerhalb des Adendorfer Wohngebietes zu den Straßen mit dem höchsten Anteil an Durchgangsverkehr. Dieser Anteil an Durchgangsverkehr beträgt 40 Prozent in Fahrtrichtung Norden. Zum Vergleich: Im Kirchweg sind es 15 Prozent.“

Für wirksame Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung müsse der Hebel folglich beim Durchgangsverkehr angesetzt werden, sagt Wolff. „Der Durchgangsverkehr gehört nicht in die Wohngebiete und kann durch planerische Eingriffe in das Straßennetz verändert werden. Einer unserer Vorschläge lautet deshalb, die Straßenachse Grüner Weg/Lindenweg/Im Suren Winkel in Richtung Norden durch ein Abhängen an der Kreuzung Im Suren Winkel/Sandweg zu unterbrechen.“ Der überörtliche Verkehr mit dem Ziel Sportzentrum Adendorf würde, so Wolff, über die Art­lenburger Landstraße und die Kreisstraße 30 fließen können. „Die Straßenachse Grüner Weg/Lindenweg/Im Suren Winkel könnte so spürbar entlastet werden“, sagt der Sprecher weiter.

„Wir wollen die hohe Verkehrsbelastung nicht mehr ertragen“

Demgegenüber erweise sich die politische vorgegebene Planung zum Ausbau des Suren Winkel als eine „Hauptverkehrsachse“ als Irrtum. Reinhard Wolff und seine Mitstreiter sind überzeugt: „Der Plan von einem autogerechten Ausbau Im Suren Winkel ist nach deutschem und europäischem Recht nicht realisierbar, es fehlen dafür die vorgeschriebenen Flächen für Gehwege, Fahrbahn und barrierefreie Zugänge.“

Die Ausbaupläne der Gemeinde, erklärt Wolff, seien „gegen die Interessen der Anwohner und Eigentümer gerichtet“, denn wir wollen die hohe Verkehrsbelastung nicht mehr ertragen und keine Ausweitung des Straßenprofils durch Verlust von Grundstücksflächen. Dies würde zu einer weiteren Steigerung des Verkehrsaufkommens führen. Reinhard Wolff: „Die Grenzen einer zumutbaren Belastung sind für uns überschritten.“

Von Ingo Petersen

Mehr dazu:

Bauausschuss empfiehlt Maßnahmen für Adendorfer Straßenzug Im Suren Winkel

Im Suren Winkel in Adendorf: Keine Einigung

Winkelzüge um den Suren Winkel