Mittwoch , 26. September 2018
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Jannis Kretschmar und Jürgen Schmidt (vorn, v. l.) versenken die „Zeitkapsel“ für die DLRG-Fahrzeughalle im Stein, aufmerksam beobachtet von Karl-Heinz Otte, Jörg Verges, Karsten Kirchgässler und Markus Otte (hinten, v. r.). (Foto: phs)
Jannis Kretschmar und Jürgen Schmidt (vorn, v. l.) versenken die „Zeitkapsel“ für die DLRG-Fahrzeughalle im Stein, aufmerksam beobachtet von Karl-Heinz Otte, Jörg Verges, Karsten Kirchgässler und Markus Otte (hinten, v. r.). (Foto: phs)

Großer Traum rückt näher

Adendorf. Ihre Fahrzeuge und Boote an einem Punkt zentral abstellen und lagern, um in einem Notfall schnellstmöglich vor Ort sein zu können – davon träumen die Mitglieder der Ortsgruppe Adendorf-Scharnebeck der Deutschen-Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) schon seit mehr als zehn Jahren. Seit sechs Jahren planen sie ihren Traum. Jetzt steht er kurz vor der Verwirklichung: Am Sonnabend feierten sie auf dem Gelände an der Daimlerstraße in Adendorf die Grundsteinlegung.

Unter anderem die stellvertretende Landrätin Nicole Ziemer, Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack, Laars Gerstenkorn, Bürgermeister der Samtgemeinde Scharnebeck, und Nicole Bloch als Vertreterin der Sparkassenstiftung Lüneburg waren dabei, als Jürgen Schmidt, Vorsitzender der rund 700 Mitglieder zählenden DLRG-Ortsgruppe, die „Zeitkapsel“, gefüllt mit der aktuellen Aufgabe der Landeszeitung, einer Vorstandsliste, den Bauplänen und Münzen von 2018, in einer Wand versenkte.

Fundament und Sohle schon gegossen

22 Mal 18 Meter groß soll der gesamte Komplex werden, der in Stahlbauweise entsteht. Fundament und Sohle für den Sozialtrakt sind schon gegossen, die ersten Reihen Steine sind gelegt. Das Gebäude soll Raum bieten für drei motorisierte Fahrzeuge der DLRG-Ortsgruppe Adendorf-Scharnebeck, dazu für zwei Boote samt Trailern und einen weiteren Anhänger. „Bisher haben wir unser Gerät an vier verschiedenen Orten gelagert“, berichtet Jörg Verges, 2. stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe und verantwortlich für das Bauprojekt.

Neben den Stellplätzen soll der Komplex Sozial- und Sanitärräume sowie ein kleines Büro enthalten. die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant. Verges: „Eher wird es wohl Anfang 2019.“

„Mehr als 600 Stunden haben unsere Mitglieder in diesem Jahr schon auf der Baustelle verbracht.“ Jürgen Schmidt, DLRG Adendorf-Scharnebeck

Die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe sind – allesamt ehrenamtlich – in der Schwimmausbildung ebenso aktiv wie im Wasserrettungsdienst am Scharnebecker Inselsee und im Adendorfer Freibad, mit ihrer Schnellen Einsatz-Gruppe retten sie in Gefahr Geratene, auch bei den vergangenen Elbe-Hochwasserereignissen waren sie aktiv dabei.

Auf 350 000 Euro beziffern die DLRG-Verantwortlichen die Kosten für ihre Fahrzeughalle – und sie wollen das Projekt stemmen, ohne einen Kredit aufzunehmen. 125 000 Euro bringen die DLRGler aus eigenen Mitteln auf, finanzielle Unterstützung kommt unter anderem vom Landkreis Lüneburg, der Sparkassenstiftung Lüneburg, der Samtgemeinde Scharnebeck, den acht Scharnebecker Mitgliedsgemeinden, der DLRG, der Scharnebecker Erschließungsgesellschaft (SEB) und von privaten Spendern.

Viel Eigenarbeit der DLRG-Mitglieder

Die Gemeinde Adendorf stellte das Grundstück für die künftig Fahrzeughalle zur Verfügung. Angesichts einer Finanzierungslücke von rund 45 000 Euro kündigte Bürgermeister Maack aber auch an: „Wir müssen sehen, ob wir da noch einmal nachlegen können.“

Eine große Rolle in der Kalkulation des Projekts spielt aber auch die Eigenarbeit der DLRG-Mitglieder. „Mehr als 600 Stunden haben unsere Mitglieder schon in diesem Jahr auf der Baustelle verbracht“, berichtete Jürgen Schmidt. Und auch am Sonnabend wurden Jörg Verges und weitere Helfer im Verlaufe der kleinen Feier ungeduldig: „Wir müssen das schöne Wetter nutzen.“

Von Ingo Petersen