Dienstag , 25. September 2018
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Die Fanclub-Gründerin Anita Mollenhauer (vorne, mit Rose) zusammen mit Stephanie Schmiedel aus Mallorca (links neben ihr), der aktuellen Leiterin Christiane Watral und einigen anderen der knapp 30 Mitglieder. (Foto: be)
Die Fanclub-Gründerin Anita Mollenhauer (vorne, mit Rose) zusammen mit Stephanie Schmiedel aus Mallorca (links neben ihr), der aktuellen Leiterin Christiane Watral und einigen anderen der knapp 30 Mitglieder. (Foto: be)

Mit dem Flieger zu den Rosen-Freunden

Lüneburg. Steffi ist kein Weg zu weit, wenn sie die anderen Fans der Roten Rosen treffen will. Am Freitag setzte sich Stephanie Schmiedel auf Mallorca, wo sie seit neun Jahren lebt, in den Flieger, um am Sonnabend bei der Geburtstagsparty zum zehnjährigen Bestehen des Rote-Rosen-Fanclubs im Lüneburger Capitol dabei sein zu können. Sie ist Rosen-Fan der ersten Stunde und Mitbegründerin des Clubs: „Ich hatte damals mit meiner Mutter einen zweistündigen Zwischenstopp in Lüneburg eingelegt und mir einen Außendreh angesehen, bin dabei auf andere Fans getroffen. Die waren alle nett, sagten, dass ich doch wiederkommen soll.“ Und sie kam wieder, ist bei etlichen der drei bis vier Treffen jährlich dabei.

„Salzmarkt“ nur im Studio

Den Anstoß zur Gründung des Clubs gab die erste Haupt-Rose Angela Roy. Die Gründerin und erste Leiterin Anita Mollenhauer aus Scheeßel erinnert sich: „Angela Roy kannte uns, da wir immer montags und dienstags bei den Außendrehs dabei waren. Wir wollten aber auch mal das Studio von innen sehen. Da empfahl uns Angela Roy in ihrer letzten Drehwoche, doch einen Club zu gründen.“ Schnell fanden zehn Frauen und Männer zusammen, heute sind es knapp 30.

Aktuell ist die Lüneburgerin Christiane Watral die Leiterin, auch sie ist von Anfang an dabei: „Montags und dienstags legen wir uns keine Arzt-Termine, dann sind die Außendrehs. Egal, ob am Bergström, im Kurpark, auf dem Markt oder im Clamartpark – wir sind überall dabei. Die schönste Erinnerung ist die an die Hochzeit von Hacki und Carmen auf dem Gut Flickenschild, die in Süttorf gedreht wurde.“ Die Fans bedauern allerdings, dass viele Szenen auf dem „Salzmarkt“ spielen, denn den gibt es nur im Studio, sodass die Produktionsfirma Serienwerft seltener in der Stadt selbst arbeitet.

„Da empfahl uns Angela Roy in ihrer letzten Drehwoche, doch einen Club zu gründen.“ Anita Mollenhauer, Gründerin und erste Leiterin

Die Stars der Lüneburger Erfolgsserie wissen ihre Fans zu schätzen. Schauspieler wie Gerry Hungbauer, Roswitha Schreiner, Imke Büchel, Johannes Terne, Sarah Alles oder Madeleine Lierck-Wien waren schon bei Treffen dabei. Brigitte Antonius kam gleich mehrfach und brachte immer reichlich Zeit mit. Einige Stars danken es ihren Fans auch auf ganz liebe Art, Club-Mitglied Thorsten Seiffart ist stolz: „Roswitha Schreiner hat mir sogar mal eine Karte aus Bali geschickt.“ Und die Fans haben für ihre Lieblinge Überraschungen parat, Christiane Watral: „Wir vergeben Urkunden und Pokale. Die Pokale für die beliebtesten Darstellerinnen gingen an Janette Rauch und Annett Kruschke, Stephan Schill bekam ihn als bester Schauspieler.“ Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt Sarah Maria Besgen: „Wir haben uns bei ihrer letzten Szene auf dem Friedhof von ihr verabschiedet mit einer Urkunde für unser ,liebstes Biest‘.“

Ständiger Kontakt per Internet und Telefon

Die Mitglieder, die alle auch schon als Komparsen in der Serie zu sehen waren, halten ständig per Internet und Telefon Kontakt. Sieht einer von ihnen in der Stadt Verkehrsschilder mit Hinweis auf Termine für Dreharbeiten, geht die Info schnell per Telefonkette weiter und die Mitglieder treffen sich an den jeweiligen Drehorten. Natürlich verpassen sie keine Folge in der ARD. Selbt Steffi schaut die Rosen täglich auf Mallorca: Über die Mediathek oder YouTube.“ Gestern stieg sie wieder in den Flieger. Sicher ist: „Ich komme wieder.“

Von Rainer Schubert