Aktuell
Home | Badesaison | 450 000 Liter Wasser strömen ins Becken
Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth und Fachbereichsleiter Maren Dittmer haben sich bei Schwimmmeister Andre Maack-Alpen (v.l.) über den Stand der Vorbereitungen informiert. Foto: stb

450 000 Liter Wasser strömen ins Becken

Tespe. Die Pumpe läuft nonstop, das Wasser strömt Liter für Liter aus dem angekoppelten Strahlrohr in das 25 mal 12,5 Meter große Schwimmbecken des Freibades in Tespe. 450 000 Liter Wasser fasst das Edelstahlbassin, „drei Tage dauert es, bis das Becken befüllt und für den Badebetrieb bereit ist“, sagt Schwimmmeister Andre Maack-Alpen. Er und sein Team hatten in den vergangenen Tagen alle Hände voll zu tun, damit das Bad bereit ist für die Eröffnung der Saison 2018 durch Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth am Sonnabend, 5. Mai, 12 Uhr.

Neues Klettergerüst und optimierte Pumpen

Für Maack-Alpen ist es bereits die 17. Saison als Bademeister in Tespe, und doch muss er sich immer auf Neues einstellen. So auch in diesem Jahr. Neu installiert wurde im Bereich Schwimmbadtechnik ein sogenannter Frequenz-Umformer. Die Funktion erklärt die zuständige Fachbereichtsleiterin bei der Samtgemeinde Elbmarsch, Maren Dittmer: „Dieses Gerät optimiert die Leistung der Pumpen. Dadurch können wir bis zu 15 Prozent an Stromkosten beim Pumpenbetrieb einsparen.“ Neu ist auch ein Klettergerüst mit Kletterwand auf der Liegewiese. Insgesamt 40 000 Euro investiert die Samtgemeinde laut Dittmer und Roth in diesem Jahr in das Bad.

Susanne Röper bewirtet die Gäste

Mit Susanne Röper aus Tespe hat die Kommune rechtzeitig zum Saisonstart auch eine neue Pächterin gefunden. Sie und ihr Mann Roland werden künftig die Badegäste unter anderem mit Currywurst, Pommes, Eis, Kaffee und Kaltgetränken versorgen. Am Ende ihrer ersten Saison stehen aber auch für die neuen Pächter weitere Veränderungen an. Die Samtgemeinde plant, den Kiosk umzubauen. „Wir wollen ihn nach außen hin öffnen und dann ist eine Terrasse außerhalb des Freibadgeländes denkbar“, sagt Roth. Es geht bei der Umgestaltung darum, dass die Pächterin die Möglichkeit bekommt, mehr Umsatz zu generieren und sie somit unabhängiger von der reinen Badezeit zu machen. „Durch den zusätzlichen Verkauf von Getränken, Zeitungen oder auch Eis an einen größeren Kundenkreis.“

Das Freibad Tespe ist für die Kommune ein Zuschussgeschäft. „Je nach Wetter schießt die Samtgemeinde rund 100 000 Euro jedes Jahr zu“, sagt Roth. Eine Aufwendung, die vor allem den Jüngsten in den Mitgliedsgemeinden zugute kommt. Jede Grundschule in der Elbmarsch hat Schwimmunterricht in Tespe. „Damit hat jedes Kind bei uns in der Samtgemeinde die Möglichkeit, schwimmen zu lernen.“

von Stefan Bohlmann