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Perfekte Körperbeherrschung zeigt die achtjährige Lea bei ihrem Spagatsprung. Die Übung war Teil der Vorführung bei der Verleihung der Auszeichnung "Sportfreundliche Schule". Foto: t&w

Immer in Bewegung

Lüneburg. Bürgermeister Eduard Kolle hatte ein schlechtes Gewissen: „Ich wohne gleich hier oben am Kreideberg und hätte den kurzen Weg zur Hermann-Löns-Schule eigentlich mit dem Rad kommen müssen“, gab er zähneknirschend zu, „insbesondere zu so einer Veranstaltung.“ Aus Zeitgründen hatte er sich dann aber doch für das Auto entschieden. Die Kinder nahmen‘s gelassen und zeigten ihrerseits, was Sache ist: Mit einem bewegungsträchtigen Programm feierten sie die Auszeichnung „Sportfreundliche Schule.“

Auszeichnung für drei Jahre

Als erste und bislang einzige Einrichtung der Hansestadt Lüneburg darf die Bildungsstätte Vor dem Neuen Tore die Anerkennung für nun drei Jahre offiziell führen, zudem eine entsprechende Plakette am Gebäude anbringen. Diese nahmen Nashbeer und Lina, die beiden siegreichen Erstklässler des diesjährigen Topspin-Wettbewerbs, jetzt aus den Händen von Detlef Zeidler-Bretschneider, Beauftragter für den Schulsport der Regionalabteilung Lüneburg, stolz entgegen.

Der Topspin-Cup, der den Kindern einen einfachen Zugang zum Tennis vermitteln soll, ist nur eine der sportlichen Veranstaltungen, die an der Hermann-Löns-Schule regelmäßig ausgerichtet werden. Darüber hinaus können die Jungen unter fachmännischer Anleitung einen Einblick in das Ropeskipping erhalten, die Mädchen beim Handball schnuppern und alle gemeinsam an der Abnahme des Sportabzeichens, dem Seifenkistenrennen oder den zahlreichen Laufwettbewerben der Stadt teilnehmen.

Seit Jahren ist hier Urte Gehrckens-Gärtner aktiv: Einmal pro Woche lädt die Lehrerin die Kinder zur nachmittäglichen Lauf-Arbeitsgemeinschaft ein und bereitet den Nachwuchs damit auf die Wettbewerbe vor – und das mit viel Erfolg: Regelmäßig geht die Hermann-Löns-Schule mit dem Pokal als teilnehmerstärkste Schule aus dem jährlichen Tiergartenlauf hervor und verzeichnet dort wie auch beim Run for Help zahlreiche Gewinner in ihren Reihen.

Bewegte Pausen

Schulleiterin Katharina Gottschling konnte bei ihrer Bewerbung aber noch mit weiteren Aspekten punkten: „Wir haben drei Stockwerke, zwei Treppenhäuser und Toiletten im Außenbereich. Allein da muss man sich schon viel bewegen“, sagte sie in der Begrüßung augenzwinkernd, „zudem legen wir die Wege zu außerschulischen Zielen meist zu Fuß zurück und auch bei Klassenfahrten den Fokus auf Sport.“ Ein ganz wichtiger Aspekt sei aber auch das Konzept „Bewegte Pause“: Hierbei können sich die Schülerinnen und Schüler während der Zeiten zwischen dem Unterricht Spielgeräte ausleihen.

Neben dem Sport wird an der Hermann-Löns-Schule auch die musikalische Ausrichtung sehr gefördert. Und wie sich diese beiden Aspekte hervorragend kombinieren lassen, zeigten die Kinder dann auch den Gästen: Mit flotten Tänzen, bewegungsreichen Liedstücken und einer klangvoll untermalten Ropeskipping-Darbietung feierten sie die neue Auszeichnung.

von Ute Lühr