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Verbrannte Kleidung vor dem Geschäft in Lüchow deutet auf das Feuer, das dort in der Nacht zu Donnerstag wütete. Foto: Lieske

Erneut Feuer bei KiK

Lüchow. Zwei Jahre nachdem der KiK-Markt in Dannenberg in Flammen stand, brannte in der Nacht zu Donnerstag gegen drei Uhr die Filiale in Lüchow aus. Die Polizei hält Brandstiftung für „hoch wahrscheinlich“. Die Ermittler vermuten die Täter in linken politischen Spektrum, der polizeiliche Staatsschutz ermittelt. Es liege zwar kein Bekennerschreiben vor, sagt Polizeisprecher Kai Richter. Doch man sehe einen Zusammenhang zur Tat von vor zwei Jahren: Damals waren Tage nach dem Brand in Dannenberg Erklärungen auf der linken Internetplattform „indymedia“ veröffentlicht worden, die Produktionspraktiken des Bekleidungshändlers KiK anprangerten. Zudem hatten Unbekannte Parolen an das Geschäft in Lüchow gesprüht, die Polizei fand eine Vorrichtung, die einen Brand hätte auslösen können. Dazu war es aber nicht gekommen.

500 000 Euro Schaden

Im aktuellen Fall gehen die Brandermittler davon aus, dass ein Schaden von rund einer halben Million Euro verursacht wurde. Es wurde niemand verletzt. In der Nacht waren rund 40 Feuerwehrleute im Löscheinsatz.

Unter der Hand heißt es aus Polizeikreisen, auffällig sei schon, dass es während der Kulturellen Landpartie zu dem Feuer kam – wie schon vor zwei Jahren. Denkbar sei es, dass „Zugereiste“ ihren Vandalismus im Wendland auslebten. Vor zwei Jahren hatte die Polizei zwar Tatverdächtige im Visier, konnte aber keine harten Beweise für ihre Vermutungen zusammentragen. Daher gilt der Anschlag als ungeklärt.

von Carlo Eggeling

Mehr dazu:

https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/329083-329083