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Im Umfeld des Uni-Standorts in Volgershall ist ein Gebiet für Wohnraum und Gewerbe geplant. Insgesamt sollen auf der 20 Hektar großen Fläche zwischen Lüneburg und Reppenstedt drei Baugebiete entstehen. (Foto: phs)
Im Umfeld des Uni-Standorts in Volgershall ist ein Gebiet für Wohnraum und Gewerbe geplant. Insgesamt sollen auf der 20 Hektar großen Fläche zwischen Lüneburg und Reppenstedt drei Baugebiete entstehen. (Foto: phs)

Stadtverwaltung sieht den „Grüngürtel West“ gesichert

Lüneburg. Das unabgesprochene Vorpreschen von Oberbürgermeister Ulrich Mädge bei der Präsentation von Plänen für Wohnen und Gewerbe im Westen der Stadt im Zusammenhang mit dem Campus für 3D-Druck in Volgershall hatte bei Ratspolitikern für scharfe Kritik gesorgt. Sie kritisierten nicht nur die Vorgehensweise, sondern machten auch deutlich, dass die Planungen im Widerspruch zu den Beschlüssen für den „Grüngürtel West“ stünden. Einen Monat nach der Präsentation hat die Verwaltung nun das Thema an die erste Stelle der Tagesordnung des Bauausschusses gesetzt. Das remium tagt am Montag, 28. Mai, ab 15 Uhr im Huldigungssaal des Rathauses.

Den „Grüngürtel West“ hatte die damalige rot-grüne Mehrheitsgruppe 2014 ins Spiel gebracht. Er sollte dafür sorgen, dass im Westen keine Baugebiete mehr erschlossen und Landschaftsschutz und Naherholung gesichert werden sollen. Denn in den Vorjahren war gerade dort reichlich gebaut worden. Mitte 2016 legten die Grünen nach und forderten, die Stadt solle die Unterschutzstellung beantragen. Passiert sei nichts, hatten jüngst Birte Schellmann (FDP) und Ulrich Blanck (Grüne) noch einmal deutlich gemacht, nachdem Mädge die Pläne für eine Bebauung im Westen der Stadt öffentlich gemacht hatte.

Bei Volgershall bleibt Abstand mindestens 350 Meter groß

In der Vorlage der Verwaltung zum Ausschuss heißt es: Bereits in der Sitzung des Bauausschusses vom 9. Mai 2016 habe es einen Zwischenbericht zum Stand der Sicherung des „Grüngürtels West“ gegeben. Das Ergebnis sei gewesen, dass durch vorhandene Waldgebiete, Kleingartenanlagen sowie Landschaftsschutz-, Naturschutz- sowie Fauna-Flora-Habitat-Gebiete und Ausgleichsflächen bereits große zusammenhängende Flächen gesichert seien. Hinzu komme der im Aufstellungsverfahren befindliche Ausgleichsflächenpool.

Es solle nun die Gelegenheit genutzt werden, aus der sich am Uni-Standort Volgershall etablierenden 3D-Druck-Technik weitere Unternehmensgründungen zu fördern. „Entsprechend der hier bevorzugten innovativen Unternehmensmodelle ist eine enge Verbindung von wohnverträglichem, nicht-störendem Gewerbe mit dem Wohnen für Inhaber und Mitarbeiter vorgesehen“, heißt es. Die Gebiete zum Wohnen und Arbeiten sind nördlich von Volgershall und westlich davon an der Stadtgrenze zu Reppenstedt geplant. Und die Verwaltung unterstreicht: Die Grünfläche zwischen den Baugebieten „ist und bleibt ein Bestandteil des Grüngürtels West“. Der Gürtel behalte gegenüber Jüttkenmoor das geforderte Maß von mindestens 200 Metern Breite, gegenüber Volgershall sei er mindestens 350 Meter breit. Auch die Frischluftzufuhr für die Innenstadt durch den Grüngürtel sei weiter gewährleistet. Den weiteren städtebaulichen Entwurf werde ein Klimagutachter begleiten.

Innovative autofreie Baugebiete entwickeln

Außerdem soll in einer gemeinsamen Bauleitplanung mit der Gemeinde Reppenstedt vereinbart werden, dass auch die südlich des Sülzweges liegenden Freiflächen als Bestandteil des Grünzuges gesichert werden. Die Verwaltung erklärt, dass die Entwicklung eines „Digital-Campus“ also mit den Zielen der Sicherung eines Grüngürtels West übereinstimme und gleichzeitig die Möglichkeit eröffne, innovative Baugebiete mit neuen Formen der Verbindung von Wohnen und Arbeiten – dazu noch autofrei und mit einem Netz von Grünzügen – zu entwickeln.

Von Antje Schäfer

One comment

  1. Stadtverwaltung sieht den „Grüngürtel West“ gesichert, ich nicht, ganz im gegenteil. wie war das noch mit den holen sprechblasen von verwaltung und politikern?erst werden tatsachen geschaffen und dann behauptet man, man kann nicht mehr zurück. tatsache ist, hier soll nicht nur gebaut werden , sondern auch verkauft und gekauft werden. zum beispiel acker. schon seltsam, gemeindeeigentum gehört doch allen gemeindemitgliedern, wenn verkauft wird,entstehen prompt zäune. freier zugang gleich null.