Mittwoch , 19. September 2018
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Nur an der IGS Lüneburg mussten Schüler aus Kapazitätsgründen abgewiesen werden, das Losverfahren traf 39 Mädchen und Jungen. (Foto: t&w)
Nur an der IGS Lüneburg mussten Schüler aus Kapazitätsgründen abgewiesen werden, das Losverfahren traf 39 Mädchen und Jungen. (Foto: t&w)

Die meisten Wünsche erfüllen sich

Lüneburg. Wenn sich die Eltern der Lüneburger Viertklässler nach einer geeigneten neuen Schule für ihr Kind umsehen, blicken die Stadt und der Landkreis als Schulträger stets mit Spannung auf die Entscheidungen. Denn sie müssen dafür sorgen, dass für alle Schüler genügend Platz vorhanden ist. Zwar haben Eltern die freie Wahl bei der Schulform, können ihrem Nachwuchs also beispielsweise durchaus selbstbewusst noch den Entwicklungsschub zutrauen und es trotz mäßiger Noten am Gymnasium anmelden, doch wo das Kind den Weg zum Abitur einschlagen soll, liegt nur so lange in den Händen der Mütter und Väter, wie Kapazitäten an den einzelnen Schulen vorhanden sind. Die gute Nachricht in diesem Jahr: Stadt und Kreis konnten fast alle Wünsche erfüllen.

Integrierten Gesamtschulen

„So entspannt wie in diesem Jahr war die Situation eigentlich noch nie“, skizziert Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck den Eindruck ihrer für Schulen zuständigen Kollegen. Nur an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Lüneburg mussten – wie in den Vorjahren – Schüler abgelehnt werden. 150 Plätze stehen dort stets zur Verfügung, weil erneut mehr Anmeldungen vorlagen, wurde gelost. 39 Schüler mussten sich am Ende neu orientieren. Einige sahen die zweite IGS im Landkreis in Embsen als beste Alternative, die in diesem Jahr auf 120 Schüler kommt, andere schwenkten zum Gymnasium oder zur Oberschule um.

Die Gymnasien

Das am stärksten angewählte Gymnasium in diesem Jahr ist das Johanneum mit 171 Schülern, die sechs 5. Klassen bilden werden. Eine Überraschung, denn in den Vorjahren war stets das Gymnasium Oedeme mit Abstand beliebtestes Gymnasium. In diesem Jahr liegen dafür 155 Anmeldungen vor – damit zeigt wohl auch die nach Elternklagen vom Gericht erzwungene Neuregelung von Schulbezirken (LZ berichtete) Wirkung. Denn wenn erneut deutlich zu viele Eltern ihre Kinder dort angemeldet hätten, hätten zuerst die Kinder aus Rettmer und Häcklingen das Nachsehen gehabt. Die gesamten Anmeldezahlen:

  • Johanneum: 171
  • Oedeme: 155
  • Wilhelm-Raabe-Schule = 137
  • Herderschule = 116
  • Bernhard-Riemann-Gymnasium = 112
  • Bleckede = 88

Für etwas Entspannung an den Gymnasien sorgt zudem, dass rund 80 Schüler weniger in die 5. Klassen wechseln als im Vorjahr. Darüber hinaus ist die Quote derer, die zum Gymnasium wechseln, leicht gesunken von 52 auf 50,8 Prozent.

Die Zahlen der Oberschulen:

  • Schule am Schiffshebewerk in Scharnebeck = 91
  • Oedeme = 70
  • Christianischule = 59
  • Hugo-Friedrich-Hartmann-Schule in Bardowick = 51
  • Oberschule Am Wasserturm = 46
  • Schule am Katzenberg in Adendorf = 44
  • Dahlenburg = 32
  • Neuhaus = 11
  • Für die Realschule Bleckede liegen 52 Anmeldungen und für die Hauptschule Bleckede 35 vor.

Von Alexander Hempelmann