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Bereits in den Sommerferien soll diese Kreuzung im Bereich Scharnebecker Weg/Kastanienallee zu einem Kreisverkehrsplatz umgebaut werden. (Foto: be)

Noch ein Kreisel

Adendorf. Die Gemeinde Adendorf bekommt noch einen Kreisel – das beschloss der Gemeinderat mehrheitlich während seiner jüngsten Sitzung. Wie berichtet, soll die Kreuzung Scharnebecker Weg/Kastantienallee durch einen Kreisverkehrsplatz ersetzt werden, der die Zufahrt zum künftigen Tagungszentrum Castanea Forum ermöglichen soll. Die Planungen stellte Tiefbauingenieur Heinrich-Martin Feuerbach im Rat noch einmal vor. Gebaut werden soll ein „Standardkreisel“, wie er innerhalb geschlossener Ortschaften in vielen Kommunen zu finden sei. Mit einem Außendurchmesser von 26 Metern und einem inneren Ring von 6,80 Metern. Dieser soll begrünt und mit Büschen bepflanzt werden. Die Planungs- und Baukosten trägt nicht die Gemeinde, sondern Rainer Adank als Investor.

Umbau in den Ferien geplant

In den Sommerferien soll mit dem Bau begonnen und die Arbeit in dieser Zeit nach Möglichkeit auch abgeschlossen werden, damit es nach den Ferien zu keinen Behinderungen im Schulbusverkehr kommt.

Im Zuge des Kreiselbaus muss laut Feuerbach auch eine Asbest-Wasserleitung verlegt werden. Das Wort „Asbest“ aber rief Hans-Dieter Wilhus (ABAE) auf den Plan: Er forderte besondere Umsicht, „damit es zu keinen Verunreinigungen im Wasser und zu keinen Gefährdungen der Arbeiter durch Asbeststaub kommt“. SPD-Fraktionschef Jürgen Schreiber begüßt den Bau eines Kreisels. Er sieht diese Maßnahme als weiteres „verkehrsdämpfendes Element“ ganz im Gegensatz zu Markus Graff (Linke). Er befürchtet, dass der Keisel das Gegenteil bewirkt: „Durch das Castanea Forum und den Kreisel werden wir noch mehr Verkehr in den Ort leiten.“

Diese Sorge äußerte auch Hans-Dieter Wilhus: „Belastet werden durch diesen Kreisverkehr die Bürger im Altdorf.“ Er hätte sich gewünscht, den Kreisel in Richtung der Kreisstraße 3 zu verlegen, doch diesem Vorschlag sei der Rat nicht gefolgt. „Ziel sollte es doch sein, den Verkehr um Adendorf herum zum Castanea zu führen“, so Wilhus, mit dieser Planung sei diese Absicht nicht geglückt. Wenig anfreunden mit dem Castanea Forum kann sich auch Matthias Wiebe (Grüne), den Kreisel selbst findet der stellvertretende Fraktionschef der Grünen allerdings als „verkehrsberuhigendes Element“ gut.

Bann von Glyphosat

Einstimmig sprach sich der Rat dafür aus, die drei gemeindeeigenen Laubkisten abzubauen. Ursprünglich aufgestellt, damit die Bürger im Herbst das Laub, das von den gemeindeeigenen Bäumen auf die Straße fällt, darin entsorgen können. Über die Jahre hinweg seien diese Laubkisten jedoch immer mehr zweckentfremdet worden, beobachtete der grüne Ratspolitiker Matthias Wiebe, dessen Fraktion gemeinsam mit der SPD den Antrag auf Abbau der Laubkisten gestellt hatte: Anstelle von Laub befände sich Rasenschnitt und sonstiger Gartenabfall in den Behältern. Dafür allerdings seien die Laubkisten nicht aufgestellt worden. Deshalb würden sie jetzt abgebaut.

Auch bei der Ächtung von Glyphosat ist sich der Rat einig: Das umstrittene Pflanzenschutzmittel darf auf von der Gemeinde verpachteten Flächen nicht mehr eingesetzt werden. Einen entsprechenden Antrag hatte Markus Graff eingebracht, dem der Rat jetzt einstimmig folgte.

Von Klaus Reschke

One comment

  1. Erika Heinbockel

    Für die Golfer eine komfortable Ergänzung der schönen Anlage vor dem BEST WESTERN PREMIER Castanea Resort Hotel.