Dienstag , 25. September 2018
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Der Hausbock ist aus dem Dorfgemeinschaftshaus am Schmiedeberg verschwunden. Jetzt ist Großreinemachen angesagt. Foto: uk

Der Hausbock flog raus

Südergellersen. Die Schädlinge sind verschwunden, das Dach wieder tadellos in Ordnung: Gute Nachrichten zum Thema Dorfgemeinschaftshaus konnte Bürgermeister Steffen Gärtner (CDU) bei der jüngsten Sitzung des Rates Südergellersen vermelden. Die Sanierungsarbeiten am historischen Gebäude auf dem Schmiedeberg seien optimal verlaufen: „Alle beteiligten Firmen haben hervorragende Arbeit geleistet“, zeigte sich Gärtner zufrieden. Ebenso positiv: Vermutlich kommt die Gemeinde finanziell günstiger weg als geplant. Noch lägen zwar nicht alle Rechnungen vor, aber statt der veranschlagten 130.000 Euro werden die Kosten laut Gärtner maximal 110.000 Euro betragen.

Schädling störte Ausbaupläne

Böse überrascht worden war die Gemeinde vor einem Jahr, nachdem feststand, dass im Gebälk des Dorfgemeinschaftshauses der Hausbock sitzt. Vor neun Jahren war das Gebäude neben der historischen Schmiede aufwändig saniert und zum Gemeinschaftshaus mit Saal und Gemeindebüro ausgebaut worden. Schnell war klar, dass nur radikale Maßnahmen helfen würden: Statt wie ursprünglich geplant mit dem Dachausbau zu beginnen, ging es zuerst dem Holzschädling an den Kragen. Am kompletten Dachstuhl mussten lose Teile abgeschlagen, einige Balken ausgetauscht und andere verstärkt werden. Im befallenen Gebälk wurde dann ein thermisches Verfahren zur Bekämpfung des Hausbocks eingesetzt. Zum Abschluss wurde die Dachfläche gedämmt und wieder eingedeckt.

Anlass für ein Großreinemachen

Nach dem Abbau des Gerüsts präsentiert sich das Dorfgemeinschaftshaus jetzt wieder so schmuck wie zuvor. Ein guter Anlass für ein Großreinemachen auf dem Grundstück, findet die Dorfgemeinschaft Südergellersen. Zusammen mit der Gemeinde lädt der Verein deshalb alle Bürger am Sonnabend, 9. Juni, ab 10 Uhr zum „Putz- und Flicktag“ ein. Um das Haus herum soll gründlich sauber gemacht, dabei einige Kleinigkeiten repariert werden. Dazu kann das neue Dachgeschoss besichtigt werden, über dessen weitere Verwendung noch eine Entscheidung aussteht: „Es gibt viele Ideen, die von gewerblicher Vermietung bis zu Räumen für Jugendarbeit reichen“, sagt Gärtner. „Auch ein Coworking-Space, also Büroräume, die von mehreren Leuten genutzt werden, wären eine Möglichkeit.“

Mittag vom Grill für „Putzkolonne“

Die Helfer werden gebeten, Gartengeräte wie Schaufel, Besen und Spaten selbst mitzubringen, Müllsäcke und Handschuhe werden gestellt. Zur Stärkung erwartet alle Helfer zum Abschluss ein Mittagessen vom Grill.

Von Ute Klingberg