Donnerstag , 13. Dezember 2018
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Paul Weber, Leadsänger von DenManTau, röhrte ältere Songs wie „Little darling“ und auch neuere Titel, die in Los Angeles eingespielt wurden. Foto: be
Paul Weber, Leadsänger von DenManTau, röhrte ältere Songs wie „Little darling“ und auch neuere Titel, die in Los Angeles eingespielt wurden. Foto: be

Stadtfest steht im Zeichen der Musik

Lüneburg. Das Konzept ging auf: Die Lüneburg Marketing GmbH nahm auf Initiative des Musikers Ben Boles den Donnerstag als vierten Stadtfest-Tag hinzu, ließ am Donnerstag Bands und Solo-Interpreten auf der Markt-Bühne agieren. Eine Art vorgezogene Eröffnung des Festes, zu dem die Veranstalter wieder rund 100.000 Gäste erwarten. Am Abend füllte sich der Platz mit mehreren hundert Besuchern. Das lag vor allem an den beiden deutschen Top-Bands DenManTau und Le Fly – und die waren gnadenlos gut, zogen nicht nur die eigenen Fans, die sie sich in den vergangenen Jahren erspielt hatten, vors Rathaus.

Programm Sonntag

„Es ist schön, dass Ihr uns wieder in Eure Familie aufgenommen habt“, freute sich Leadsänger Paul Weber von DenManTau und gestand, schon lange nicht mehr auf einem Stadtfest aufgetreten zu sein. Die Band, die sich ursprünglich als Schülerband an der KGS in Bad Bevensen fand, den Nachwuchswettbewerb Local Heroes in Salzwedel gewann, in Uelzen das Open R und in Lüneburg das lunatic-Festival rockte, lebt und arbeitet seit 2014 in Los Angeles. Ihren Sound nent sie Bohemian/Dance Rock, dahinter stehen starke, tanzbare Songs wie „I‘ll be your Ghost“ oder „Dark light“. Nach nur einer Stunde Show bei typischem Stadtfestwetter mit Regen gab‘s die Zugabe „Litte darling“. Einige Fans tanzten ausgelassen vor der Bühne zu den satten Sounds.

DenManTau und Le Fly begeistern die Fans

Le Fly touren seit einem Jahrzehnt durch die Lande. Entstanden ist die neunköpfige Formation aus zwei Freundeskreisen, eine Band hatte sich zuvor auf Rock spezialisiert, die andere auf HipHop. Nun mischen sie die verschiedensten Stile, lassen Rap, Rock, Reggae und vieles mehr aufeinander knallen. Das Ergebnis nennen die Musiker vom Kiez selbst St. Pauli Tanzmusik. Die Showtruppe spielte alte Songs und Titel aus dem aktuellen Album „Kopf aus Fuß an“.
Bereits am Nachmittag gingen die „Local Heroes“ auf die Bühne, angekündigt von Ben Boles, der die Idee zu der Neuerung hatte. Für die Sängerin Franka-Liv Traffa war es erst der zweite Live-Auftritt, den meisterte sie allerdings souverän und völlig relaxed.

Ein Kubaner singt „An Tagen wie diesen“

Die Lüneburger Band Oceans Daughter versteht sich auf klassischen Rock, der Adendorfer Gospelchor auf schwarze Musik. Mit gefühlvollen Balladen in spanischer Sprache aus eigener Feder begeisterte Amed Soto Cańizares das Publikum. Der Mann aus Kuba, der vor vier Jahren nach Lüneburg kam, coverte aber auch einen deutschen Song: „An Tagen wie diesen“. Das vierstündige Nachmittagsprogramm beendete die Lüneburger Formation Flower Rush mit ihrem poppigen Punk-Sound.

Offiziell eröffnet wird das Stadtfest am Freitag um 17.30 Uhr auf dem Markt. Höhepunkte für die jungen Besucher sind die Sport- und Tanz-Shows am Sonnabend von 10 bis 15.45 Uhr auf dem Markt und von 12 bis 12.45 Uhr auf dem Sand sowie am Sonntag von 12 bis 13.15 Uhr auf dem Markt. Der Kinderflohmarkt auf dem Stadtwall beginnt am Sonntag um 8 Uhr, das VfL-Spielfest um 10 Uhr im Liebesgrund. Das Lünepost-Karaoke-Finale startet am Sonntag bereits um 14 Uhr, der Sieger oder die Siegerin wird rechtzeitig vor dem um 17 Uhr beginnenden Public Viewing mit dem WM-Spiel Deutschland gegen Mexiko gekürt. Nach einer kurzen Umbaupause geht es auf dem Markt rockig weiter mit den Rock‘n‘Roll Deputys, auf dem Sand setzen die Elbrebellen den Schlussakkord des Stadtfestes.

Von Rainer Schubert

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3 Kommentare

  1. Es ist sehr schade das es so wenig Buden gibt.
    Kaum noch die fliegenden Händler wie vor noch nicht allzu langer Zeit.Auch die Auswahl an Buden mit Essen schrumpf Gefühlt von Jahr zu Jahr.Und der Tag des Handels verdient seinen Namen schon lange nicht mehr.
    Sind die Standpreise immer noch so hoch???
    Es fühlt sich an als wenn das Stadtfest langsam stirbt!!

  2. Es ist Stadtstaaten in Lüneburg und ich habe noch nie so viele Lüneburger in Sondervig/ Dänemark gesehen wie dieses
    Jahr! Wie kommt das?

  3. Es ist Mittwoch und es gibt noch immer keine Stadtfest Fotogalerie vom Samstag und Sonntag, schon gar nicht vom tollen Vfl-Fest im Liebesgrund – schade! Wir haben umsonst die LZ von Montag und Dienstag gekauft, hatten so auf schöne Bilder gehofft 🙁