Donnerstag , 15. November 2018
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Kai Haschke (l.) und Helmut Klemm vom Bardowicker Bauhof haben unter anderem auch am Friedhof in Radbruch neue Radbügel aufgestellt. Foto: stb

Kommunen stellen Radbügel auf

Bardowick/Marschacht. Jede Menge neue Fahrradständer gibt es in den Samtgemeinden Bardowick und Elbmarsch. Seit einigen Tagen montieren beide Kommunen auf öffentlichen Flächen Radbügel: 153 in den Bardowicker Mitgliedsgemeinden und 85 in den Orten an der Elbe sowie in der Binnenmarsch. „Wir wollen eine fahrradfreundliche Kommune werden“, sagt Petra Gebert von der Samtgemeinde Bardowick. Und Anke Schoppmann von der Samtgemeinde Elbmarsch ergänzt: „Wir fühlen uns besonders verpflichtet, weil wir direkt am Elberadweg als einem der beliebtesten Fernradwege Deutschlands liegen.“

Die Samtgemeinde Bardowick stellt unter anderem an allen Grundschulen, Feuerwehrhäusern und kommunalen Friedhöfen sowie Kindergärten, am Naturbad in Bardowick, am Barumer See, am Dorfgemeinschaftshaus Wittorf und an der Schleuse Bardowick Metallbügel auf, schafft so neue Parkplätze beziehungsweise modernisiert die vorhandenen. Die Samtgemeinde Elbmarsch bestückt Fahrradstellplätze an allen Grundschulen, Sporthallen sowie am Freibad Tespe mit den Halterungen für die Zweiräder. Die Bügel gleichen einem kurzen kopfstehenden Geländer in U-Form, an das Räder gelehnt und angeschlossen werden können.

Fahrrad als attraktive Alternative zum Auto

Die Beschaffung der Radbügel ist ein Kooperationsprojekt der Leader-Regionen Achtern-Elbe-Diek und Naturpark Lüneburger Heide. Die Fäden zieht der Landkreis Harburg bei diesem europäischen Förderprogramm. Als Mitglieder der Leader-Region Achtern-Elbe-Diek haben die Samtgemeinden Bardowick und Elbmarsch die Möglichkeit, von dem Projekt zu profitieren. Für Orte an der Elbe und in der Heide bezuschusst die EU den Aufbau von insgesamt 792 Anlehnbügeln für Fahrräder. In den Heidedörfern sind es 375 Parksysteme für Fahrräder, in den Mitgliedskommunen der Region Achtern-Elbe-Diek 417. Zu dieser gehören neben den Samtgemeinden Bardowick und Elbmarsch die Stadt Winsen/Luhe sowie die Gemeinden Stelle und Seevetal.

Ziel ist es in der Achtern-Elbe-Diek-Region unter anderem, in den Kommunen die umweltfreundliche Mobilität zu steigern, das Fahrrad als attraktive Alternative zum Auto zu etablieren. Darüber hinaus soll die Erreichbarkeit öffentlicher Einrichtungen mit dem Rad verbessert werden. „Den Menschen soll es künftig möglich sein, schnell und direkt von Ort zu Ort zu kommen“, fasst Petra Gebert zusammen. Daher ist fortwährend geplant, die Radwege gut auszubauen und gemeindeübergreifend zu vernetzen. Denn die Zahl der Fahrradfahrer soll langfristig größer werden, so das Bestreben. „Begleitend dazu müssen Radler auch Möglichkeiten haben, Fahrräder zentral parken zu können“, so Gebert weiter. Gleiches gilt ihr zufolge für Radtouristen, die über die Radwanderwege in der Region die Orte besuchen. Der Aufbau der Radbügel sei ein Schritt in diese Richtung.

Von Stefan Bohlmann