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Wolfgang Graemer platzierte 2017 mit Wasserturm-Geschäftsführerin Sabine Wohlers das Stadtmodell. Foto: A/phs

Wasserturm ein Fall fürs Gericht

Lüneburg. Das Landgericht wird sich vermutlich mit einem Streit um den Wasserturm beschäftigen: Der Lichtkünstler Wolfgang Graemer hat Klage gegen den Trägerverein eingereicht. Er fordert einen Schadenersatz von 10.000 Euro. Für den Verein weist Manfred Koplin die Forderung zurück. Eine Einigung ohne die Justiz scheint nicht möglich. Der stellvertretende Vorsitzende sagt: „Die Klageschrift liegt vor, wir werden darauf erwidern. Das braucht seine Zeit.“

Der Fall ist bekannt, die LZ hatte Anfang des Jahres darüber berichtet. Doch auch knapp ein halbes Jahr später gärt es weiter. Graemer, der sich beispielsweise am Wichernkranz beteiligt und in der Weihnachtszeit die Nicolaikirche illuminierte, erzählt die Geschichte so: Er habe mit dem damaligen Vereinschef Uwe Wegener vereinbart, das Modell zu bauen. Da der Verein kein Geld dafür hatte, habe er, Graemer, Sponsoren für Material und Herstellung besorgt und selbst 300 Stunden Arbeit investiert. Im Gegenzug habe er mit Wegener vereinbart, dass das Modell in der obersten Ebene stationiert wird – als Teil der Ausstellung. Doch nun steht die Stadtansicht im Erdgeschoss, man könne als Besucher keinen Vergleich zwischen dem modellhaften alten und dem neuen Lüneburg herstellen.

Trägerverein bleibt weiterhin ohne Vorsitzenden

Koplin hingegen sagt, es gebe unterschiedliche Aussagen. Wie es weitergeht, liegt nun beim Gericht.

Der Trägerverein bleibt auch weiterhin ohne Vorsitzenden. Der Posten ist seit Wegeners Abschied im Februar 2017 vakant. Auch bei einer aktuellen Mitgliederversammlung fand sich kein Kandidat. Für Koplin ist das kein Problem. Gemeinsam mit einem Mitstreiter teile er sich die Aufgaben: „Wir suchen weiter nach jemandem, der zu uns passt.“

Wie berichtet, hatte der 56 Meter hohe und 1906 erbaute Ausguck in der Vergangenheit mit eindringendem Wasser zu kämpfen. Das habe man inzwischen weitgehend im Griff. Nur bei einer bestimmten Windrichtung und Windgeschwindigkeit gebe es noch Probleme. Im Kern aber sei die Bausubstanz gut. ca