Mittwoch , 19. September 2018
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Die neue Doppel-Spitze bei der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg: Frank Müller (l.) und Jan-Göran Heyden. Foto: t&w

Neues Führungs-Duo der Lebenshilfe

Lüneburg. Gerade mal zwei Jahre war Peter Hambrinker Geschäftsführer der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg. Nachdem er gekündigt hat, um eine neue Aufgabe an der Hoc hschule in Hamburg zu übernehmen, steht der Lebenshilfe nun ein neues Führungs-Duo vor: Frank Müller und Jan-Göran Heyen leiten als gleichberechtigte Geschäftsführer die Geschicke der Einrichtung, die einer der größter Arbeitgeber in Stadt und Kreis Lüneburg ist.

Der 43-jährige Heyen war erst im vergangenen Oktober zur Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gekommen, um die Aufgaben des Verwaltungsleiters zu übernehmen. In seiner neuen Position als Geschäftsführer zeichnet er gleichzeitig als kaufmännischer Leiter verantwortlich. Müller (63) ist seit fast 40 Jahren für die Einrichtung tätig, zeichnet bereits seit 2000 als Geschäftsführer mit dem Schwerpunkt Wohnen und Assistenz verantwortlich. Dazu kommt nun für ihn die Gestaltung fachlicher Inhalte.

Die Lebenshilfe ist inhaltlich gefordert

Auf das Duo kommen große Herausforderungen zu im Zusammenhang mit dem Bundesteilhabegesetz, das Anfang 2017 in Kraft trat und in mehreren Stufen umgesetzt werden soll. „Unter anderem werden Finanzierungen im Wohnbereich geändert und in verschiedene Kostenarten aufgesplittet. Das hat einen hohen bürokratischen Aufwand zur Folge, es ist nicht gesichert, dass alle Kosten erstattet werden“, erläutert Müller.

Zudem ist die Lebenshilfe inhaltlich gefordert. Laut Gesetz sollen Menschen mit Behinderung in den Bereichen Wohnen und Arbeiten individuelle Angebote bekommen, um so die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu verbessern. „Das bedeutet, dass wir alle unsere Angebote überprüfen und gegebenenfalls auch neu aufstellen müssen.“

Rund 900 hauptamtliche Mitarbeiter sind beschäftigt

Immerhin mehr als 1800 Menschen mit Handicap nutzen Dienste und Einrichtungen der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg. Sie arbeiten in den Werkstätten, leben in Wohnheimen, Wohngruppen oder werden in der eigenen Wohnung begleitet. Zu den Angeboten gehören außerdem Kitas, die Mobile Frühförderung und die Mobilen Assistenzdienste, zum Beispiel in der Schule. Rund 900 hauptamtliche Mitarbeiter sind beschäftigt.

Zu den Aufgaben des Führungs-Duos gehören auch Modernisierungsmaßnahmen wie zum Beispiel in den Werkstätten, die zurzeit laufen. „Wir stehen bei fast allen Einrichtungen und Gebäuden vor der Frage, wie wir sie zeitgemäß gestalten können oder wo eventuell auch Neubauten notwendig sind, um unsere Angebote zukunftssicher aufstellen zu können“, sagen Müller und Finanzchef Heyen. as