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Danny Wandelt (r.) und Bürgermeister Rolf Semrock präsentieren die Web-App für das „Huus för Kinner“. (Foto: dth)

Eine App für den Kindergarten

Radbruch. Je nach Studie nimmt der Durchschnittsnutzer sein Smartphone 88- bis 214-mal am Tag in die Hand: Eltern im Kindergarten Radbruch haben jetzt noch einen Grund weniger, den elektronischen Helfer beiseite zu legen, wenn es beispielsweise um Anschläge am schwarzen Brett geht. Denn Termine, Elterninfos und vieles mehr teilt der Kindergarten „Huus för Kinner“ jetzt per Smartphone-App mit, die gleichzeitig eine Variante der neuen Webseite der Radbrucher Einrichtung ist. Erstellt hat beides Danny Wandelt, Vorsitzender des Fördervereins „Huus för Kinner“. Er sagt: „Es ist ein Beitrag, die Kommunikation zwischen Kindergarten und Eltern zu verbessern.“

Radbruchs Bürgermeister Rolf Semrock freut sich über das ehrenamtliche Engagement seitens des Fördervereinsvorsitzenden. „Das ist ein tolles Angebot und entlastet auch die Leitung des Kindergartens.“ Zumal die Gemeinde keinen Euro für die Umsetzung der Webseite zahlen musste. Das Einrichten der Seite sei laut Wandelt an einem Zehn-Stunden-Tag erfolgt. Dem sei aber eine konzeptionelle Vorbereitungszeit von drei Monaten vorausgegangen. Wandelt selbst schätzt auf LZ-Nachfrage den Wert der Eigenleistung auf 3000 bis 5000 Euro. Zumal der Radbrucher sich auch gestalterisch viel Mühe gegeben hat. So sind die ersten Eindrücke auf der Online-Seite geprägt von Luftaufnahmen, bei denen die Kamera übers Feld auf den Kindergarten zufliegt. Aber die Seite ist nicht nur ansehnlich, sondern auch nützlich.

Informationsfluss von Kindergarten zu Eltern soll besser werden

Eine Vielzahl der meistgenutzten Dokumente stehen auf der Seite zum Herunterladen bereit: Angefangen bei der Kindergarten-Anmeldung, über Ermäßigungsanträge bis hin zu Vordrucken für Einzugsermächtigungen. Die Webseite www.huus-foer-kinner.de gibt es zugleich auch optimiert fürs Smartphone, als sogenannte Web-App unter app.huus-foer-kinner.de. Die Inhalte sind identisch, nur anders sortiert und die Web-App bedarf keiner Installation auf dem Endgerät. Auf der Startseite helfen in der smarten Variante sechs Symbole bei der Navigation und führen zu den Bereichen News, Termine, Kontakt, Kiga-ABC, Downloads und Förderverein.

Erste positive Rückmeldungen von Eltern hat Wandelt, der selbst Vater ist, bereits erhalten. Vor allem die Vordrucke beziehungsweise die Möglichkeit, online Mitteilungen abzusetzen, fand besonderen Anklang. Auch Kindergarten-Leiterin Angelika Arndt ist angetan: „Wir erhoffen uns, dass der Informationsfluss vom Kindergarten zu den Eltern besser klappt. Denn immer mehr Eltern gucken gerne lieber aufs Handy, anstatt sich lange in unserem Flur aufzuhalten und sich dort die ganzen Aushänge durchzulesen.“ Auch das Kontaktformular sei schon häufiger genutzt worden. Arndt: „Für den Erstkontakt ist das schon ganz gut.“

Von Dennis Thomas