Dienstag , 25. September 2018
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In Lüneburg gibt es sieben Ausleihstationen fürs „StadtRad“, eine davon ist hier in der Roten Straße. Doch die Zukunft in Lüneburg ist ungewiss. Ein Foto des neuen Lastenfahrrads finden Sie im Laufe des Tages auf www.landeszeitung.de im Internet. (Foto: phs)

Gibt es Lastenräder zum Leihen bald in Lüneburg?

Lüneburg. Rot, fahrbereit, umweltfreundlich – seit 2013 gibt es in Lüneburg das Fahrradvermietsystem „StadtRad“. Längst hat es sich einen festen Platz in der Stadt erobert, rund 60 000 Mal wird es inzwischen pro Jahr genutzt. Doch die Zukunft um das Ausleihrad in Lüneburg ist ungewiss, Grund sind auslaufende Verträge mit dem Betreiber. Nun aber gibt es Hoffnung, und die kommt aus Hamburg.

Weitere zehn Jahre wird die Elbmetropole ihr „StadtRad“ von der DB Connect GmbH betreiben, den Zuschlag erhielt die Bahn-Tochter Ende Juni. Sie ist Betreiberin des Fahrradverleihsystems „Call a bike“, an das sich bundesweit 60 Städte angeschlossen haben, darunter auch Hamburg und Lüneburg mit ihrem „StadtRad“. Der Vorteil: Wer sich bei diesem System angemeldet hat, kann auch die Leihräder in den anderen Städten nutzen – ein Service, der besonders von Bahnfahrern geschätzt wird.

Hamburg stockt auf

Weil Hamburg aber nach Ende der Vertragslaufzeit den Betreibervertrag europaweit neu ausschreiben musste, war ein neuer Vertrag in Lüneburg vorerst auf Eis gelegt worden. Man wollte abwarten, wer neuer Betreiber in Hamburg wird, um Pendlern weiterhin den gewohnten Service eines einheitlichen Systems bieten zu können. Deshalb hatte sich die Stadt entschlossen, den laufenden Vertrag lediglich um weitere zehn Monate bis zum 31. März 2019 zu verlängern (LZ berichtete).

Mit dem Neuabschluss, der ab Januar 2019 für Hamburg gilt, setzt die Elbmetropole verstärkt aufs Leihrad: So soll die Anzahl der Leihräder von 2450 langfristig auf 4500 Räder steigen, die Anzahl der Ausleih-Stationen erhöht sich von 200 auf 350. Außerdem sollen im kommenden Jahr neue, komfortablere Modelle mit einem tieferen Einstieg und einer Bedieneinheit für das An- und Abmelden am Lenker statt wie bisher am Hinterrad eingesetzt werden. Und: Hamburg will auch Lastenräder mit Elektro-Unterstützung anbieten.

Ob das auch für Lüneburg kommen wird, steht noch in den Sternen. „Das ist auf jeden Fall attraktiv, wir müssen aber schauen, was es kostet“, sagt Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck. Man werde jetzt Angebote einholen.

Januar ohne Stadtrad

Auch DB Connect würde gern wieder Anbieter für Lüneburg werden, „wir stehen bereit und freuen uns über einen neuen Vertrag“, erklärte ein Bahnsprecher auf LZ-Nachfrage. Ob aber auch Lüneburg in den Genuss der komfortableren Räder kommen wird, ließ er offen. Das hänge vom Zustand der aktuell in Lüneburg eingesetzten Räder ab.

Die Hamburger StadtRad-Nutzer werden übrigens im kommenden Januar vorübergehend aufs rote Tretmobil verzichten müssen. Dann soll die Umstellung auf die neuen Räder vorgenommen werden. Laut Bahnsprecher wurden die Kunden bereits informiert.

Von Ulf Stüwe

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