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Dieser kleine Schotterweg von der Ortsumgehung Barendorf ist wichtig für den Bau der Windenergieanlagen in Wulfstorf. Foto: cm

Vastorfer Weg nötig für Windräder in Wulfstorf

Vastorf. Die geplanten Windenergieanlagen in der Nachbarschaft waren wieder einmal Thema beim jüngsten Gemeinderat in Vastorf. Diesmal ging es jedoch nicht darum, die umweltschutzrelevanten Hausaufgaben des Nachbarlandkreises zu machen, sondern vielmehr um einen Weg der Gemeinde Vastorf, den der Bauernverband für die Erschließung nutzen möchte, wenn die Anlagen in Wulfstorf tatsächlich gebaut werden.

Das Gebiet liegt eigentlich mitten im Nirgendwo, die Zuwegung gestaltet sich etwas problematisch. „Diese Trasse ist die umweltverträglichste, wirtschaftlichste und zugleich die, die mit den wenigsten Belastungen für die Anwohner verbunden ist“, erklärte Projektentwickler Steffan Föllner vom Bauernverband. 1,3 Kilometer Vastorfer Weg entpuppen sich dabei als Zünglein an der Waage. „Die Nutzung dieses Weges ist für uns essentiell“, stellte Föllner klar.

Politiker zeigten sich skeptisch

Der Weg, der von der so genannten Barendorfer Kurve abgeht, soll in 4,60 Meter Breite als Schotterweg ausgebaut werden. Dazu müssten einige Bäume gefällt und der Graben an der Kreisstraße verrohrt werden. Der Einfahrtsbereich selbst soll mit Eisenplatten verbreitert werden, damit die bis zu 76 Meter langen Lkw mit den Elementen der Windanlagen die Kurve überhaupt nehmen können. „Wir rechnen mit etwa 1000 Transporten in sechs bis acht Monaten Bauzeit“, erläuterte Föllner. Die Großkomponenten würden nachts geliefert.

Die Politiker zeigten sich skeptisch, fragten nach Abschreibungen für den dann ausgebauten Weg, nach Rückbau und Unterhaltung der Strecke. Föllner sagte den Rückbau zu, falls gewünscht und versicherte, der Bauernverband werde den Weg fachgerecht und zu seinen Kosten in Stand halten. Doch noch immer zögerte der Rat. „Ich beantrage, das Thema noch einmal in den Fraktionen zu beraten“, sagte Karsten Halbensleben (CDU).

Projektentwickler Föllner vom Bauernverband intervenierte, denn: „Wir wollen nach der Sommerpause den Genehmigungsantrag einreichen, deshalb müssen wir schnellstmöglich wissen, ob wir den Weg in dieser Weise nutzen können.“ Nach kurzer Diskussion mit dem Rat sagte Gemeindedirektor Dennis Neumann zu, dass der Bauernverband bis zum 15. Juli Bescheid bekommen werde. Sollte der Rat zustimmen, wird ein städtebaulicher Vertrag mit dem Bauernverband geschlossen. cm

2 Kommentare

  1. der bauernverband versteht sein handwerk. er kann prima erpressen. alles zum wohl der allgemeinheit natürlich. selten so gelacht.

  2. Werden die Windkraftanlagen in Wulfstorf nun gebaut oder nicht?
    Man bekommt den Eindruck, mit der Schottterpiste in der „Barendorfer Kurve““ sollen einfach schon mal Tatsachen geschaffen werden. Ich habe in der LZ dazu nur einen Artikel von 2016 gefunden, falls es dazu einen aktuelleren LZ-Bericht gibt, wäre ich für den Link bzw. einen Hinweis sehr dankbar. https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/304991-windparks-potenzielle-betreiber-ihre-plaene-vor
    Insgesamt darf man kritisch hinterfragen, ob es wirklich so alternativlos und toll ist, wie sich das Industriegebiet in Vastorf nun nach und nach immer weiter ausbreitet (besonders prächtig ist nach wie vor das wunderbar eingezäunte Palettenlager am „Vastrofer Kreisel“, für mich ein Symbol für die (fragwürdige) EU-Subventionspolitik und „konjunkturbelebende Wirkung“ dieses Projektes). Ich wünschte mir für meine Enkelkinder jedenfalls weniger Industriezäune und Beton im Lüneburger Umland, dafür mehr Wald und Engagement in puncto Umweltschutz. Aber wahrscheinlich ist die Ecke bei Barendorf sowieso für künftige Gimpel- und Waldkautz-Generationen verloren, denn wenn nichts mehr schief geht, kommt bald ja der heiß ersehnte „Lückenschluss“, und die Barendorfer dürfen sich nicht nur über riesige Windkraftanlagen, sondern auch noch über eine tolle Autobahn, direkt vor ihrer Haustür, freuen …