Mittwoch , 26. September 2018
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Hier, mitten in Barendorf, zwischen der Stadtkoppel und dem Holunderweg, soll im Herbst ein neuer Spielplatz entstehen. Fotos: cm

Barendorf auf Wachstumskurs

Barendorf. Die Gemeinde Barendorf ist bei Neubürgern begehrt: Ständig kommen bei Gemeindedirektor Dennis Neumann Anfragen wegen möglicher Bauplätze. Deshalb plant die Gemeinde mit Blick auf die Zukunft ihre Entwicklung. „Wir wollen noch ein bisschen wachsen und wir vertragen das auch“, sagt Neumann. Erst kürzlich haben die Politiker das neue Baugebiet „Östlich Kiwitt“ auf den Weg gebracht.

Das Gebiet hat Platz für etwa 20 Grundstücke in der Größe zwischen 620 und 740 Quadratmetern und grenzt an die Kernbebauung „Auf dem Kiwitt“ entlang der B216. Zwar sieht der Flächennutzungsplan (F-Plan) dort keine Wohnbebauung vor, doch weil sowohl rechts als auch links von dem Gebiet Häuser sind, können die Barendorfer hier einen B-Plan verabschieden und den F-Plan später ändern. „Das spart uns Zeit“, sagt Neumann. Er rechnet damit, dass der neue B-Plan bis Ende 2018 vorliegt. Die Erschließung könnte dann im Frühjahr 2019 beginnen, so dass die Häuslebauer im Sommer loslegen können.

Reihenhäuser mit niedrigen Mieten

Viel Grün soll das Gebiet beinhalten – nicht zuletzt eine moderne Lärmschutzwand mit sogenannter Vertikalbegrünung zur Bundesstraße hin. Erstmals plant die Gemeinde hier auch kleinere Mehrfamilienhäuser zur Vermietung. „Angedacht sind eine Art Reihenhäuser mit niedrigen Mieten, um der wachsenden Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum nachzukommen“, erläutert Neumann.

Doch die Gemeinde denkt noch weiter. Falls die Nachfrage möglicher Neubürger für Barendorf ungebremst bleibt, haben Politik und Verwaltung schon ein weiteres Gebiet ins Augen gefasst: Unter dem vorläufigen Projektnamen „Hinter den Gärten“ könnte vom Kreisel aus eine vierte Abzweigung in ein künftiges neues Wohngebiet führen. Darüber muss die Politik aber erst noch diskutieren.

Neuer Kinderspielplatz ist in Arbeit

Neumann weiß auch, dass die Gemeinde in Sachen Infrastruktur nachziehen muss, wenn sie neue Bauplätze ausweist. Deshalb ist beispielsweise auch bereits ein neuer Kinderspielplatz in Arbeit. Neumann hat seine Spielplätze seit Amtsantritt immer im Blick. Anders als beispielsweise in Bleckede gibt es keine großen Überraschungen bezüglich der TÜV-Sicherheit. „Wir prüfen die Plätze jedes Jahr“, erklärt der Gemeindedirektor. Auch die Altersstruktur im Umfeld kennt Neumann. Deshalb hat sich die Gemeinde entschieden, den Platz im Habichtsweg zu schließen. „Die Kinder dort sind bereits aus dem Alter heraus, stattdessen werden wir im Bereich Stadtkoppel jetzt einen neuen bauen.“

Rund 60.000 Euro kostet der neue Spielplatz, der hinter dem Edeka im Bereich des Holunderweges entstehen soll. „Wir haben die Anlieger beteiligt und nachgefragt, was deren Wünsche sind“, so Neumann. Demnach liegen derzeit Themenspielplätze voll im Trend. Ob Piraten, Abenteuer oder andere Themen, die Gestaltung soll nach den Sommerferien begonnen und der Platz im Herbst gebaut werden.

Kindergarten bis zum letzten Platz ausgebucht

Doch Kinder brauchen nicht nur Spielplätze sondern auch Krippen, Kindergärten und Schulen. Obwohl derzeit alle Einrichtungen einschließlich des brandneuen Kindergartens bis zum letzten Platz ausgebucht sind, macht sich Neumann wenig Sorgen. „Ich rechne damit, dass es spätestens ab 2020 zur einer deutlichen Entspannung kommen wird“, ist er sich sicher. Daran werde auch der beitragsfreie Kindergarten nichts ändern: „Für Barendorf ändert sich da wenig, weil wir schon immer viele Berufspendler hatten, die ihre Kinder unterbringen mussten.“

Von Claudia Misiek