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Die Handwerkerautos stehen vor dem Gebäude, denn die IGS in Embsen wächst, es müssen mehr Schüler untergebracht werden. Und auch das neue Selbstlernzentrum soll in Kürze fertig sein. Foto: t&w

Lüneburgs Bildungs-Baustellen

Lüneburg. Von wegen tote Hose: Auch wenn die Schüler und Lehrer der Lüneburger Schulen derzeit ihre Sommerferien genießen, herrscht in vielen Klassenräumen und Lehrerzimmern, auf Pausenhöfen, in den Sporthallen und selbst auf den Schultoiletten eine Menge Betrieb. Denn Stadt und Landkreis als Schul-träger nutzen gerade die unterrichtsfreie Zeit, um die Gebäude auf Vordermann zu bringen, auch wenn angesichts der millionenschweren Projekte und umfangreichen Erweiterungen die Arbeiten natürlich längst nicht alle in den Ferien allein erledigt werden können. An manchen Schulen sind Handwerker seit Jahren Dauergäste. Denn wenn sie in diesen Tagen zum Presslufthammer oder zum Schlagbohrer greifen, stören sie keine Klassenarbeiten oder Prüfungen. Deshalb ballen sich momentan die Baustellen. Die LZ gibt einen Überblick.

Millionen für Um- und Ausbauten

Grundschule Häcklingen: Ausbau zur Ganztagsschule. Unter anderem werden Speiseräume, eine Austeilküche und behindertengerechte Toiletten geschaffen, darüber hinaus Klassen- und Gruppenräume. Die Arbeiten haben bereits im März 2017 begonnen, im November des laufenden Jahres soll der Neubau fertig sein. Im Anschluss stehen der Umbau im bestehenden Gebäude und die Außenanlagen auf dem Programm. Kosten: rund 3,5 Millionen Euro.

Grundschule Hasenburger Berg: Der Ausbau zur Ganztagsschule läuft seit zwei Jahren. Die Grundschule wird um eine Mensa und weitere Klassenräume erweitert, außerdem wird die Außenanlage neu gestaltet. Im Oktober soll die Sanierung des Schulgebäudes abgeschlossen sein. Kosten: rund 7,5 Millionen Euro.

Johanneum: Der Altbau und zwei Fachunterrichtsräume des ältesten Gymnasiums Lüneburgs werden seit Frühjahr saniert. Zudem laufen die Arbeiten zum geplanten Kioskanbau an der Mensa, sie sollen im September beendet sein. Kosten: rund 270.000 Euro.

Wilhelm-Raabe-Schule: Vor zwei Jahren begannen die Umbauten im Altbau mit Klassenraumsanierungen, entstanden sind auch eine Mensa und ein Selbstlernzentrum, für Letzteres liegen die Arbeiten in den letzten Zügen, im August soll das Zentrum fertig sein. Kosten: rund 4,38 Millionen Euro.

Herderschule: Erweiterung der bestehenden Mensa des Gymnasiums und Neubau einer Austeilküche für den Ganztagsschulbetrieb laufen seit November 2016, aktuell gibt es zudem Fassadenarbeiten, die voraussichtlich im November beendet sein sollen. Kosten: rund 2,6 Millionen Euro.

BBS I: Die kaufmännische Schule bekommt in den Ferien einen neuen Anstrich und neue Böden. Kosten: rund 40 000 Euro.

BBS II: Ein Raum wird zum Lernzentrum umgebaut, Sanitärräume werden saniert und die Lehrküche erneuert. Diese Arbeiten haben gerade begonnen und sollen jeweils noch im August, Oktober und Dezember beendet werden. Außerdem wird ein Werkstatttrakt fortlaufend umgebaut und saniert. Seit Januar läuft die Brandschutz- und Elektrosanierung bis Dezember. Bodenbelags- und Anstricharbeiten sollen ebenfalls in den Ferien über die Bühne gehen. Gesamtkosten ohne Elektroarbeiten: 1,47 Millionen Euro.

BBS III: Auch hier laufen Bodenbelags- und Anstricharbeiten. Kosten: rund 20.000 Euro. Seit Januar werden ebenfalls der Brandschutz und die Elektronik saniert, die Arbeiten sollen wie bei der BBS II im Dezember abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten für beide Schulen betragen dafür rund 500.000 Euro.

BBS I-III: Für alle drei Schulen entsteht eine neue Sporthalle. Die Arbeiten sollen im August beendet werden. Kosten: rund 2,9 Millionen Euro.

Schulzentrum Oedeme: Im Untergeschoss des Gymnasiums und in der Technikzentrale wird seit März modernisiert und der Brandschutz saniert. Ende der Arbeiten: August. Seit Juli werden die zentrale Stromversorgungsanlage und der Heizkessel erneuert. Gesamtkosten: rund 1,68 Millionen Euro.

IGS Embsen: Seit September vergangenen Jahres wird die Oberstufe der Gesamtschule erweitert. Seit Juli kommt nun eine zweite Erweiterungsmaßnahme der Oberstufe hinzu. Die erste Erweiterung wird im August abgeschlossen sein, die zweite genau ein Jahr später. Außerdem wird seit Oktober 2017 ein Selbstlernzentrum eingerichtet, das ebenfalls diesen August fertiggestellt wird. Damit verbunden erhält die IGS im August eine neue Ausstattung und Möblierung. Gesamtkosten: rund 2,58 Millionen Euro.

Schulzentrum Bleckede: Das Gebäude erhält in den Ferien einen neuen Anstrich. Kosten: rund 40.000 Euro.

Weitere Bildungs-Baustellen

Sporthallen Kaltenmoor: Die beiden Dreifeld-Hallen werden umfassend saniert, alles begann mit dem Rückbau im November 2016. Sanierungen für die Kita-Außenstelle in Kaltenmoor werden gleich mit erledigt. Im Dezember sollen die Hallen und die Kita fertig sein. Kosten: rund 11,5 Millionen Euro.

Kita Casino: In das Erdgeschoss des ehemaligen Offiziers­casinos der Schlieffenkaserne werden zwei weitere Gruppenräume eingebaut. Die Ausbauarbeiten haben im Mai begonnen und sollen im September abgeschlossen sein. Kosten: rund 110.000 Euro.

Familienzentrum Kaltenmoor mit Awo-Kita: Die Park­palette an der Ecke Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße/Graf-von-Moltke-Straße wird abgerissen. Für den geplanten Neubau einer Acht-Gruppen-Kita soll im August die Architektenvergabe erfolgen. Gebaut wird dann ab 2019, 2021 soll der Neubau fertig sein. In den zieht auch das Familienzentrum ein. Kosten: rund 5,5 Millionen Euro.

Von Alexander Hempelmann und Maribel Graf