Mittwoch , 26. September 2018
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Michael Mross hat eine private Sternwarte und freut sich schon auf die Mondfinsternis. (Foto: t&w)
Michael Mross hat eine private Sternwarte und freut sich schon auf die Mondfinsternis. (Foto: t&w)

Eine Jahrhundert-Mondfinsternis

Lüneburg. Gleich zwei besondere Konstellationen machen den Nachthimmel am Freitag in Deutschland zu einem Spektakel – und das bei einer lauen Nacht mitten im Hochsommer. Der Mond taucht in den Erdschatten ein, es ist die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Der Mars ist der Erde gleichzeitig so nah wie selten. Zahlreiche Sternwarten, Planetarien, astronomische Vereine und Forschungsinstitute laden zum Beobachten ein. Die totale Mondfinsternis ist diesmal besonders lang: Der Mond taucht für eine Stunde und 44 Minuten vollständig in den Erdschatten ein. Übertroffen wird diese Mondfinsternisdauer erst am 9. Juni 2123 – um zwei Minuten.

Natürlich wird sich auch Michael Mross aus Südergellersen das Naturschauspiel nicht entgehen lassen. „Ich freue mich schon darauf“, sagt der Hobby-Astronom. Allerdings wird er sich sein mobiles Teleskop schnappen und dort hin gehen, wo keine Bäume im Weg sind. Der Mond stehe zu niedrig, die Sicht aus seiner privaten Sternwarte sei nicht optimal genug. Die Mondfinsternis sollte niemand verpassen und ab 21 Uhr den Blick in den Himmel richten.

Das Schauspiel fängt mit Beginn der Dunkelheit am Abend an: In München etwa geht der Mond am Freitag um 20.48 Uhr auf, in Hamburg um 21.16 Uhr – die Mondfinsternis hat dann schon begonnen. Eine Stunde später wird auch der Mars deutlich zu sehen sein, sagt Mross. Er leuchtet sehr hell mit rötlichem Licht. Zum Höhepunkt der Mondfinsternis gegen 22.22 Uhr stehen sowohl der Mond als auch der Mars noch tief über dem Horizont. Am Ende der Finsternis um 23.14 Uhr stehen die beiden Himmelskörper deutlich höher, beide leuchten rötlich. Das Schauspiel sei bis nach Mitternacht zu verfolgen und die Menschen könnten zuschauen, wie der Mond den Erdschatten verlässt. wko