Mittwoch , 26. September 2018
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Die vorgesehene Baulandfläche in Vögelsen von 3,7 Hektar soll in 46 Grundstücke eingeteilt werden. Mehr als 400 Interessenten hatten sich gemeldet, der größte Teil des Geländes ist bereits verkauft. (Foto: skyimage21)
Die vorgesehene Baulandfläche in Vögelsen von 3,7 Hektar soll in 46 Grundstücke eingeteilt werden. Mehr als 400 Interessenten hatten sich gemeldet, der größte Teil des Geländes ist bereits verkauft. (Foto: skyimage21)

Damoklesschwert über Baugebiet

Vögelsen. Obwohl noch immer das Gerichtsverfahren wie ein Damoklesschwert über dem geplanten Vögelser Wohnbaugebiet Süderfeld III schwebt, schreiten die Bauarbeiten weiter voran. Wie berichtet, versucht ein Anwohner das Baugebiet Süderfeld III vor Gericht zu stoppen. Auf LZ-Nachfrage bestätigt Michaela Obelode, Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg, dass auch rund drei Monate nach Einreichung des Antrags auf einstweilige Anordnung noch keine Entscheidung im Eilverfahren gefällt wurde. Obelode sagt: „Bei dem Verfahren stehen noch Stellungnahmen der Beteiligten aus.“ Auch deshalb sei mit einer unmittelbaren Entscheidung noch nicht zu rechnen.

Überlastung durch Straßenverkehr?

In einer ersten Stellungnahme hatte der Kläger eine Überlastung durch zunehmenden Straßenverkehr befürchtet, sollte das Baugebiet umgesetzt werden. Unterdessen wurde der neue Kreisverkehr am Vögelser Ortsausgang Richtung Dachtmissen fertiggestellt, mit dessen Hilfe das Baugebiet erschlossen werden soll. Dazu sagt Hermann Struck, Geschäftsführer des Erschließungsträgers Sparkassen Hanse Immobilien (SHI): „Der Kreisel zur Einfahrt des Baugebietes führt bereits jetzt zu einer Entschleunigung des Tempos und Lärmberuhigung beim Autoverkehr für die Ortseinfahrt nach Vögelsen.“

Baureife bis Ende September

Die Nachfrage nach den 46 Baugrundstücken sei weiterhin überdurchschnittlich hoch. „Der wesentliche Teil der Kaufverträge ist bereits beurkundet“, sagt Struck. Er erwartet die Baureife für das Baugebiet Süderfeld III bis Ende September 2018, „sodass die Käufer dann auch auf Basis erteilter Baugenehmigungen mit ihren Baumaßnahmen starten können“. Auf die wiederholte Frage, welche Risiken für die SHI sowie die Grundstückskäufer entstehen, sollte der Bebauungsplan vor Gericht später doch zu Fall gebracht werden, sagte Struck: „Aufgrund des laufenden Verfahrens erteilen wir zu diesem Punkt auch grundsätzlich keine weiteren Auskünfte.“

Von Dennis Thomas