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Auch der Automat in Bardowick ist zerstört worden. Hier gibt es Fahrscheine bis auf Weiteres nur im Zug. (Foto: metronom)^Auch der Automat in Bardowick ist zerstört worden. Hier gibt es Fahrscheine bis auf Weiteres nur im Zug. (Foto: metronom)
Auch der Automat in Bardowick ist zerstört worden. Hier gibt es Fahrscheine bis auf Weiteres nur im Zug. (Foto: metronom)

Kein Ersatz für zerstörte Fahrkartenautomaten

Ashausen. Vandalismus am Bahnsteig: Wegen beschädigter und teils vollkommen zerstörter Fahrkartenautomaten können Fahrgäste des Metronom an mehreren Bahnhöfen keine Tickets mehr kaufen. Und Ersatz wird es so schnell nicht geben.

Bereits drei Mal wurden etwa die Automaten in Ashausen vollständig zerstört, vier Mal stark beschädigt. Und in allen Fälle, berichtet Björn Pamperin, Pressesprecher des Bahnunternehmens, sei die Zerstörungswut zwecklos gewesen, denn das erhoffte Geld aus den Geräten hätten die Täter nicht erbeuten können.

Im vergangenen Jahr wurden bei Metronom insgesamt 15 Fahrkartenautomaten beschädigt, davon zehn komplett zerstört. Pamperin zufolge ist die Tendenz 2018 bisher unverändert. Neben Ashausen seien auch Meckelfeld und Bardowick ein Brennpunkt des Vandalismus. Auch dort stehen zurzeit keine Automaten.

Neue Geräte erst Ende des Jahres

Bis das Uelzener Unternehmen neue Ticketdrucker aufstellen kann, wird es noch eine Weile dauern. „Wir haben schlicht keine Reservegeräte mehr, um die zerstörten Automaten zu ersetzen. Die neu bestellten Automaten werden erst Ende 2018 geliefert. An anderen Standorten Automaten abzubauen ist leider nicht möglich“, erklärt Metronom-Sprecher Pamperin

Die Fahrgäste am Bahnsteig werden dort, wo eigentlich ein Automat stehen sollte, durch große Schilder informiert. „Niemand in Ashausen, Meckelfeld oder Bardowick muss sich Sorgen machen, dass er schwarz fährt. Wenn die Automaten am Bahnhof fehlen, verkaufen wir die Fahrkarten selbstverständlich im Zug“, sagt Pamperin. lz

5 Kommentare

  1. magnusausonius

    Zu den Zeiten, als Bahngesellschaften kundenorientiert arbeiteten und Menschen statt Maschinen beschäftigten, gab es an jedem Bahnhof einen Bahnhofsvorsteher, der im Zweifel auch Fahrkarten verkaufte. In anderen Ländern wie Österreich und der Schweiz ist das immer noch so. Vielleicht ist die Geldgier mancher Unternehmen doch eher ein Rückschritt als der Beginn einer großen Zukunft.

    • Jahrtausendstark

      Bald gibt es ja die künstliche Intelligenz… die kann dann bei Vandalismus zurück schiessen 😉

  2. Warum werden die Automaten nicht dort aufgestellt, wo sie mit Kameras überwacht werden dürfen? Warum arbeiten sie noch mit Bargeld, das Begehrlichkeiten weckt? Und warum sind sie nicht gleich im Zug, um den Zugbegleiter zu entlasten? Es gibt so viele Möglichkeiten etwas zu ändern.

  3. Man könnte so viel Geld sparen wenn man Zugverkehr kostenlos betreiben würde und den gesamten Kram verstaatlichen würde. Aber Neeeeeein das wäre wieder viel zu einfach.

    Lieber 10 mal ’nen Fahrkartenautomaten ersetzen, jeden Verkehrsverbund eine eigene Website + App entwickeln lassen wo man die Fahrzeiten + Fahrkarten einsehen bzw. kaufen kann und natürlich die Gebühren an die Kreditkarteninstitute und Zahlungsabwickler doppelt und dreifach bezahlen.

    Mal von den ganzen zigfachen Verwaltungskosten ganz zu schweigen. Was für ein riesen Schwachsinn. Denn am Ende arbeitet jedes einzelne Unternehmen doch im Verlustbereich und muss quersubventioniert werden.

    Aber anstatt das mal anzupacken wird lieber weiter über die pösen Asylsuchenden und Arbeitslosen rumgeheult. Hat eigentlich mal jemand durchgerechnet wie viel Arbeitslose und Asylsuchende man von dem Geld was ein Bahnvorstand bekommt eigentlich so durchfüttern könnte? Würd mich mal brennend interessieren…

  4. Steffen W.
    ihr gedankenansatz ist es wert verfolgt zu werden. wir haben da leider ein problem. logik ist nicht jedermanns sache. und wo will die politik in der zukunft ihre vertreter unterbringen, wenn es schule machen würde?