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Junge Kräfte suchen Perspektive

Lüneburg. „Unternehmen sollten die Sommermonate nutzen, um junge Fachkräfte einzustellen. Denn nicht jede frisch ausgebildete Fachkraft konnte im Ausbildungsbet rieb bleiben und ist derzeit auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung.“ Diesen Appell richtet Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, an die Arbeitgeber der Region. Denn auf der einen Seite waren Ende Juli 1750 offene Stellen in Stadt und Landkreis Lüneburg gemeldet, auf der anderen Seite suchten 5328 Frauen und Männer eine Arbeit, darunter viele Jugendliche. Insgesamt stieg die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Juni um 202 Betroffene, die Arbeitslosenquote um 0,2 auf 5,5 Prozent – das entspricht in etwa den Werten vom Juli 2017.

Auch Bewerbern eine Chance geben, die nicht ideal passen

„In den Sommermonaten werden die Arbeitslosenzahlen durch die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit geprägt, dadurch nahm im Juli die Arbeitslosenzahl zu“, erläutert die Agentur-Chefin. Durch das Ausbildungsende und das Schulende würden sich viele junge Menschen erwerbslos melden. So stieg die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre von Ende Juni auf Ende Juli um 184 auf 684 Betroffene. Kuechler-Kakoschke prognostiziert: „In den kommenden Wochen werden viele junge Menschen ihre Ausbildung oder ihr Studium beginnen und die Arbeitslosenzahlen werden wieder sinken.“

Angesichts des Fachkräftemangels rät Kuechler-Kakoschke den Arbeitgebern dazu, auch Bewerbern eine Chance zu geben, die nicht in allen Belangen das gesuchte Anforderungsprofil erfüllen. Der Arbeitgeber-Service berät interessierte Unternehmen dazu und informiert über finanzielle Fördermöglichkeiten, um einen höheren Einarbeitungsaufwand auszugleichen, erreichbar unter der kostenlosen Nummer (0800) 45555 20.

220 weniger Arbeitslosenmeldungen als im Vorjahr

Im Juli meldeten sich 1560 Personen in Stadt und Kreis neu oder erneut arbeitslos, 57 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1360 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit (–141). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 9623 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 220 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 9285 Abmeldungen von Arbeitslosen (–585).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 31 Stellen auf 1750 gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 82 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 505 neue Arbeitsstellen, 98 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 3269 Arbeitsstellen ein, die Veränderung zum Vorjahreszeitraum ist nur gering (–14).

Der gesamte Arbeitsmarktreport steht HIER zum Download bereit.

von Rainer Schubert