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Schicken den neuen „Salzhausen-Sprinter“ ins Rennen um die Gunst der Pendler (v.l.): Elisabeth Mestmacher, Christa Beyer, Wolfgang Krause und Rainer Rempe. (Foto: t&w)
Schicken den neuen „Salzhausen-Sprinter“ ins Rennen um die Gunst der Pendler (v.l.): Elisabeth Mestmacher, Christa Beyer, Wolfgang Krause und Rainer Rempe. (Foto: t&w)

Schneller Start in den Arbeitstag

Salzhausen/Winsen. Das zusätzliche und schnellere Busangebot ist Kreis und Kommunen 130 000 Euro wert. Ab dem 9. August soll der „Salzhausen-Sprinter“ die Buslinie 4406 zwischen Salzhausen und Winsen/Luhe verstärken und als Express-Linie den Heideort mit dem Bahnhof in der Luhestadt verbinden. Die Fahrtzeit der Sprinter-Verbindung im Landkreis Harburg soll bis zum Bahnhof unter 25 Minuten betragen, anstatt über 40 Minuten bei der regulären Busverbindung. Laut Salzhausens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause richte sich das Angebot auch an Pendler aus dem Landkreis Lüneburg. „Wir haben extra einen Teil des Schützenplatzes als Parkplätze angepachtet.“ So könnten Pendler ihr Auto in Salzhausen stehen lassen und ähnlich schnell mit dem Bus nach Winsen weiterfahren, wo mit dem Metronom Anschluss nach Hamburg besteht.

Keine Verbindung für die Ewigkeit

Mit rund 65 000 Auspendlern täglich sei der Landkreis Harburg „einer der pendlerstärksten Kreise in der Region“, sagt Harburgs Landrat Rainer Rempe. Insofern sei es gut und sinnvoll, immer wieder neue Angebote im ÖPNV zu testen. Und so ist der Salzhausen-Sprinter auch keine Verbindung für die Ewigkeit, sondern soll zunächst zwei Jahre lang erprobt werden. Wenn sich dann die Investition gemessen an steigenden Fahrgastzahlen rechnet, soll das Sprinterangebot dauerhaft in den Fahrplan aufgenommen werden. Landrat Rempe ist zuversichtlich, dass das gelingen wird, angesichts eine Beinahe-Halbierung der Fahrzeiten. Rempe: „Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn das nicht gut angenommen wird.“

„Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn das nicht gut angenommen wird.“ Rainer Rempe, Landrat in Harburg

Gestern weihten nun Landrat Rempe und Samtgemeindebürgermeister Krause zusammen mit Vertretern der Busunternehmen KVG-Stade und VNO-Stade sowie Ratspolitikern die neue Haltestelle „Eichenkamp“ in Salzhausen ein, die für den Sprinter-Bus neu geschaffen wurde. Das neue Angebot geht am Donnerstag, 9. August, um 5.08 Uhr in Betrieb. Weitere Verbindungen starten montags bis freitags in Salzhausen um 6.08, 7.08 und 8.08 Uhr. Und in der Gegenrichtung ab ZOB Winsen um 14.25, 16.55, 17.55 und 18.54 Uhr und nur freitags zusätzlich um 15.55 Uhr. Die schnellen Busse fahren zwischen Salzhausen und Winsen/Luhe den direkten Weg über die Landesstraße 234. Unterwegs wird nur an den direkt an der L234 gelegenen Haltestellen in Garstedt, Luhdorf und Roydorf gehalten, ingesamt fünf Zwischenstationen. Die reguläre Linie 4406, die auch für den Schülertransport genutzt wird, hat hingegen 24 Zwischenhalte.

Gemeinden ziehen an einem Strang

Von den Kosten übernimmt der Kreis Harburg einen Anteil von rund 78 000 Euro. Die restlichen 52 000 Euro teilen sich die Samtgemeinde Salzhausen und die Mitgliedsgemeinden Salzhausen und Garstedt. Den Beitrag von jeweils mehr als 17 000 Euro locker zu machen, sei auch den Gemeinden nicht schwer gefallen, schließlich hätten alle das gleiche Interesse, ihren Bürgern ein möglichst attraktives Nahverkehrsangebot machen zu können, sagten auch die Bürgermeisterinnen Elisabeth Mestmacher aus Salzhausen und Christa Beyer aus Garstedt.

Von Dennis Thomas