Donnerstag , 13. Dezember 2018
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Derzeit wird die Fahrbahndecke im Meisterweg vollständig erneuert. (Foto: Hansestadt Lüneburg)
Derzeit wird die Fahrbahndecke im Meisterweg vollständig erneuert. (Foto: Hansestadt Lüneburg)

Alle Baustellen im Stadtgebiet auf einen Blick

Lüneburg. Wo wird in Lüneburg gerade gebaut? Wie lange dauert die Baustelle voraussichtlich? Und welche Einschränkungen ergeben sich daraus für Radfahrer, Fußgänger, Autofahrer oder den Busverkehr? Antworten auf diese Fragen gibt jetzt die neue Baustellen-Karte der Hansestadt Lüneburg. Dort können  sich Bürgerinnen und Bürger bequem und schnell einen Überblick über die wichtigsten Baustellen und Behinderungen im Stadtgebiet verschaffen. Die Karte ist zu finden auf der Homepage der Stadt unter dem Menüpunkt Stadt und Politik „Aktuelles“ oder direkt hier:

Auf der Karte sind die aktuellen Baustellen rot markiert, in Kürze anstehende Baustellen sind grün markiert. Baustellen, die vor allem Radfahrer betreffen, sind am Radfahrsymbol zu erkennen. Um Informationen über das jeweilige Vorhaben zu erhalten, müssen die Symbole angeklickt werden. Die Karte wird regelmäßig aktualisiert und enthält alle uns bekannten größeren Baustellen in der Hansestadt. Kleinere Baustellen oder Behinderungen, die spontan auftreten, sind in der Karte nicht erfasst.

Autos sollten über die Ostumgehung ausweichen

Ab dem 20. August 2018 beginnen auf dem Stadtring umfangreiche Bauarbeiten von der Schießgrabenstraße über die Lösegraben-Brücke am Kino bis zur Bockelmannstraße. Autofahrer müssen sich daher vom 20. August bis Anfang September 2018 auf starke Behinderungen in diesem Bereich einstellen. Die Baustellen sollten möglichst weiträumig über die Ostumgehung umfahren werden. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es an den einzelnen Baustellen kaum Einschränkungen.

Voll gesperrt für Kraftfahrzeuge wird die Bockelmannstraße stadteinwärts ab Höhe der Erbstorfer Landstraße bis zur Schifferwall-Kreuzung. Eine Umleitung (U6) führt von der Artlenburger Landstraße über die B4/B209 und die Anschlussstellen Ebensberg und Kaltenmoor auf die Konrad-Adenauer-Straße und dann zur Schießgrabenstraße. Stadtauswärts ist die Bockelmannstraße ab der Lise-Meitner-Straße als Einbahnstraße befahrbar.

Ebenfalls erneuert wird die Fahrbahn der Johannes-Gutenberg-Straße zwischen der Ausfahrt aus dem Parkhaus „Lünepark“ bis zur Bockelmannstraße. Parkhaus und Kino können dennoch über die Konrad-Zuse-Allee angefahren und verlassen werden. Der „Lünepark“ ist nur aus Richtung Westen über die Lise-Meitner-Straße zu erreichen. Für Autofahrer aus Adendorf und Erbstorf wird daher dringend empfohlen, über die Ostumgehung zur Abfahrt Lüneburg-Nord zu fahren, um dann über die Hamburger Straße, Am Alten Eisenwerk und die Lise-Meitner-Straße in den „Lünepark“ zu gelangen.

Fuß- und Radweg wird verbreitert

Saniert wird im Zuge der Straßenbauarbeiten auch die Brücke über den Lösegraben. „Die Abdichtung der Brücke muss dringend erneuert werden, um zu verhindern, dass Wasser in den Baukörper eindringt“, erklärt der städtische Bauleiter Björn-Olde Backhaus. Parallel dazu werde dann auch der westliche Fuß- und Radweg über die Brücke verbreitert.

An der Schießgrabenstraße lässt die Stadt die östliche Fahrspur erneuern. Der Verkehr ist einspurig in beide Richtungen möglich. Um die Anzahl der Autos hier zu reduzieren, entfällt bereits an der Stresemannstraße eine von zwei Linksabbieger-Spuren in Richtung Willy-Brandt-Straße. Dennoch ist hier gerade zu Stoßzeiten mit Staus zu rechnen.  Es empfiehlt sich daher, während der Baumaßnahme den östlichen Stadtring zu meiden und schon ab der Stresemannstraße in Richtung Norden über die Konrad-Adenauer-Straße auf die Ostumgehung auszuweichen.

Wenige Einschränkungen ergeben sich derweil für den Busverkehr. Lediglich die Linie 5005 wird umgeleitet und fährt nicht über die Lise-Meitner-Straße und die Konrad-Zuse-Allee sondern über die Straße Auf der Hude und die Reichenbachstraße. Die Haltestelle Konrad-Zuse-Allee entfällt, stattdessen können Fahrgäste am Reichenbachplatz ein- und aussteigen.

Sobald die umfangreichen Bauarbeiten an Bockelmannstraße und Schießgrabenstraße beendet sind, wird es ab voraussichtlich Mitte September weitere Baustellen im Stadtgebiet geben. Geplant sind Straßensanierungen an der Erbstorfer Landstraße, an der Willy-Brandt-Straße und an der Lünertorstraße. Die Stadt wird rechtzeitig über die einzelnen Baustellen und die Auswirkungen für Radfahrer, Fußgänger, Autofahrer und Kunden des öffentlichen Nahverkehrs informieren.

Verzögerungen am Meisterweg

Anders als geplant kann im Meisterweg vorerst nur der erste von zwei Bauabschnitten fertiggestellt werden. Er reicht vom Einmündungsbereich in den Kloster-Lüne-Weg bis zur Nordseite der Dorette-von-Stern-Straße. Die Arbeiten dort haben sich verzögert, weil die zuständige Baufirma zwar alle Baumaschinen rechtzeitig bestellt hatte, die Geräte aber nicht pünktlich geliefert worden sind, erklärt der städtische Bauleiter Björn-Olde Backhaus.

Nun bleibt zu wenig Zeit für den zweiten Bauabschnitt, der von der Dorette-von-Stern-Straße im Norden bis zur Henningstraße reicht.
Denn dieselbe Baufirma ist fest eingeplant für die umfangreichen Fahrbahnsanierungen an der Bockelmannstraße, der Lösegraben-Brücke und der Schießgrabenstraße. Die zweite Bauphase am Meisterweg wird darum erst im Anschluss an diese Großbaustelle, also voraussichtlich Anfang September, beginnen.

Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt sollen im Laufe der kommenden Woche beendet werden. Solange bleibt der Meisterweg an dieser Stelle für Kraftfahrzeuge voll gesperrt. Für Autofahrer ist eine Umleitung über die Erbstorfer Landstraße, die Bockelmannstraße, Am Schifferwall, die Lünertorstraße und die Henningstraße ausgeschildert. Lkw-Fahrer werden gesondert über die Altenbrückertorstraße und den Pulverweg zur Henningstraße umgeleitet, da die Bahnbrücken über die Lünertorstraße und die Bleckeder Landstraße nicht hoch genug sind für den Lkw-Verkehr. Die Einschränkungen werden rechtzeitig vor Beginn der Baustelle an der Bockelmannstraße aufgehoben.

Neuer Asphalt soll Lärmschutz verbessern 

Ein sogenannter Flüsterasphalt wird ab Mittwoch, 15. August 2018, auf Teilen der Friedrich-Ebert-Brücke und der Konrad-Adenauer-Straße aufgebracht. Während der Bauarbeiten sind die Friedrich-Ebert-Brücke ab dem Pirolweg stadtauswärts und die Konrad-Adenauer-Straße bis zum Deutsch-Evern-Weg in beide Richtungen für den Fahrzeugverkehr vollgesperrt. Durch den neuen Asphalt wird der Verkehrslärm auf der Strecke vermindert. Das Oberverwaltungsgericht hatte die Stadt im Zusammenhang mit einer Normenkontrollklage dazu verpflichtet, Lärmverbesserungen in diesem Bereich umzusetzen. Geklagt hatten Anwohner, die durch das Neubaugebiet Ilmenaugarten eine Lärmbelastung durch zusätzlichen Verkehr befürchten. Die Stadt wird nach dem Einbau des neuen Asphalts die Lärmwerte regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls nachbessern.

Aufgetragen wird der lärmmindernde Asphalt mithilfe eines gigantischen Einbaugerätes, das eigentlich für den innerstädtischen Bereich sowie für kurze Strecken nicht optimal geeignet ist, erklärt Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Grünplanung, Ingenieurbau. „Wenn der Einbau allerdings gut klappen sollte, werden wir künftig darüber nachdenken, ob dieser Asphalt auch in anderen Bereich der Stadt, zum Beispiel auf dem Stadtring, zum Einsatz kommen kann.“

Insgesamt werden die Bauarbeiten voraussichtlich fünf Tage dauern und bis Sonntag, 19. August, abgeschlossen sein. So lange ist für Autofahrer eine Umleitungsstrecke über die Willy-Brandt-Straße, die Altenbrückertorstraße, die Dahlenburger Landstraße und die Theodor-Heuss-Straße sowie in umgekehrte Richtung ausgeschildert. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es keine Einschränkungen, sie sollten sich aber den Gegebenheiten vor Ort anpassen.

Auch der Busverkehr ist von der Baustelle weitestgehend nicht betroffen. Lediglich für die Überlandlinien 5610 und 5620 von und nach Deutsch Evern und Wendisch Evern ergibt sich eine Änderung: Sie werden über den Blümchensaal zum Hauptbahnhof umgeleitet, so dass der Halt Am Sande entfällt. lz

2 Kommentare

  1. Anwohnerin am Schwalbenberg

    Wenn es denn funktionieren würde mit den Umleitungen: Einmal mehr wird an Stelle der Theodor-Heuss-Str. der Weg über Blumchensaal/Schwalbenberg verstopft. Das Umleitungsschild stadteinwärts vor der Ampelkreuzung Ecke Theodor-Heuss ist zudem bestens dafür plaziert, dass man es schön übersehen kann. Waru kann man die Weiterfahrt ab dort nicht allein auf Anwohner begrenzen?

  2. Aus der Rubrik „Einmal mit Profis arbeiten“:

    Zitat: „Die Arbeiten dort (am Meisterweg) haben sich verzögert, weil die zuständige Baufirma zwar alle Baumaschinen rechtzeitig bestellt hatte, die Geräte aber nicht pünktlich geliefert worden sind, erklärt der städtische Bauleiter Björn-Olde Backhaus.“

    Kannste dir gar nicht ausdenken, sowas…