Mittwoch , 19. September 2018
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Viele der 3500 Besucher am Lopausee zückten ihre Handys, um Bilder von der effektreichen Lasershow zu machen. Foto: bau

Laser sorgen für „Wow-Effekte“

Amelinghausen. Mit spektakulären Effekten, toller Live-Musik und ausgelassener Partystimmung ist das 69. Amelinghausener Heideblütenfest gestartet. Mehr als 350 0 Besucher säumten das Ufer des Lopausees bei der Auftaktveranstaltung „Der See brennt“ und genossen die besondere Atmosphäre. „Das war ein gelungener Beginn nach einer für uns aufreibenden Vorbereitungswoche“, sagte Heideblütenfestvereinsvorsitzender Hans-Jürgen Pyritz erleichtert.

Je länger der Abend dauerte, desto entspannter blickte der 63-Jährige auf den gut gefüllten Uferbereich. „Schön, dass so viele Besucher trotz der Absage des Höhen-Feuerwerks gekommen sind“, sagte Pyritz. Den seit Jahrzehnten traditionell den Abend als Höhepunkt beschließenden Programmpunkt hatten die Veranstalter wegen der anhaötenden Waldbrandgefahr abgesagt (die Landeszeitung berichtete).

Partystimmung und gute Laune

Feuerwerke gab es trotzdem – und was für welche. Erst sorgte musikalisch die Hamburger Party-Band Showdown mit zwei Auftritten auf der schwimmenden Seebühne mit Rock-, Pop- und Neue-Deutsche-Welle-Klassikern wie „99 Luftballons“ von Nena, „Mamma Mia“ von Abba, „Relight my fire“ von Take That oder „Highway to hell“ von AC/DC für Partystimmung und gute Laune im Publikum. Das galt auch für Lui & Fiete aus Hamburg mit ihrem Küstenspaß von der Waterkant.

Richtig spektakulär wurde es zum Schluss: Die kurzfristig mit Pyrotechnik-Elementen aufgepeppte Lasershow der Firma Bocatec auf dem Lopausee sorgte unter den Zuschauern knapp zehn Minuten lang für ein großes Raunen und „Wow-Effekte“. Viele am Ufer zückten ihr Handy, um die mit prägnanter Musik unterlegten, spektakulären Bilder einzufangen.

Verantwortlich für die faszinierende Show war Boris Bollinger. Licht- und Lasertechnik ist seit Jugendtagen die Welt des 42-jährigen Geschäftsführers des in Buchholz/Nordheide beheimateten Unternehmens. „Das ist meine Passion“, sagte Bollinger, der sich mit seiner Firma weltweit einen Namen gemacht hat. Auftritte bei der Eröffnungsshow der Olympischen Winterspiele in Vancouver gehörten ebenso dazu wie eine gigantische Silvester-Lasershow in Vietnams Hauptstadt Saigon.

Immenser Aufwand bei der Programmierung der Shows

Er und seine Crew waren das erste Mal bei einem Heideblütenfest. Trotz der weltweiten Auftritte bei Mega-Events – für ihn sind solche „wunderbaren Feste wie hier am See“ eine Herzensangelegenheit. „So nah an begeisterten Zuschauern seine eigene Show zu präsentieren, ist auch für uns noch etwas besonders Schönes“, sagte Bollinger. Er betonte aber auch: „Ohne die großen Veranstaltungen könnten wir die kleinen nicht anbieten.“ Grund ist der immense Aufwand bei der Programmierung der Shows sowie der Auf- und Abbau des mehr als eine Million Euro teuren Equipments.

Begeistert von der „wunderschönen Atmosphäre“ zeigten sich Conny und Jörg Brand. Das Ehepaar aus Wesel in Nordrhein-Westfalen war zum ersten Mal beim Heideblütenfest-Auftakt „Der See brennt“. Die beiden hatten sich erst vor kurzem ein Wohnmobil gekauft und sich zu einem spontanen Wochenend-Trip in die Heide aufgemacht. „Wir hatten im Internet über das Amelinghausener Heideblütenfest gelesen und fanden das Programm sehr ansprechend“, sagte Conny Brand.

Von Marcel Baukloh