Mittwoch , 26. September 2018
Aktuell
Home | Lokales | Elbfähre „Amt Neuhaus“ steht ab Montag still
In den letzten Tagen wurde die Fahrspur der "Amt Neuhaus" immer kleiner und die Sandbänke größer. Foto: phs

Elbfähre „Amt Neuhaus“ steht ab Montag still

Bleckede. Schlechte Nachrichten für alle Pendler von und in die Gemeinde Amt Neuhaus. Ab Montag, 20. August 2018, stellt das Fährunterehmen Wilhelm den Betrieb der Elbfähre „Amt Neuhaus“ zwischen Bleckede und Neu Bleckede ein. Zu tief ist der Wasserstand inzwischen gesunken.

Kein An- und Ablegen mehr möglich

„Immer öfter laufen wir Gefahr, dass wir uns auf den Sandbänken festsetzen. Unsere Anleger sind auf beiden Seiten nach ganz unten gezogen und weiter geht es jetzt nicht mehr. Somit können wir nicht mehr richtig an- bzw. ablegen“, schreibt der Fährbetrieb auf seiner Homepage. Und weiter: „Also hat es nun auch uns getroffen! Es tut uns sehr leid!“ Um überhaupt noch an- und ablegen zu können, war bereits am Wochenende nur noch eine Beförderung von sechs Autos pro Fahrt möglich.

Auch die Elbfähre „Tanja“ steht bereits seit 20. Juli 2018 wegen Niedrigwasser still. So bleibt auf dem Weg vom und ins Amt Neuhaus jetzt nur noch der Umweg über die Ebbbrücken bei Lauenburg und Dömitz. Das dürfte neben den Berufspendlern besonders die Kinder und Jugendlichen, die die Schule in Bleckede besuchen, hart treffen. Der Schulbetrieb findet normal statt. Schüler aus dem Amt Neuhaus müssen den Notverkehr der Linie 5081 nutzen.

lz

2 Kommentare

  1. Die von Eytelwein ausgearbeitete Pegelinstruktion vom 13. Februar 1810 ist die erste bekannte Dienstanweisung über Pegel. Sie wurde am 14. September 1874 aktualisiert und präzisiert, galt aber weiterhin nur für Preußen. Erst die Pegelvorschrift vom 14. September 1935 stellte die Wasserstandsbeobachtung in Deutschland auf eine einheitliche Grundlage. Sie wurde mit Erscheinen für die Länder Preußen, Anhalt, Bremen, Braunschweig, Hamburg, Lippe, Lübeck, Mecklenburg, Oldenburg, Saarland und Schaumburg-Lippe verbindlich und ab 6. Juli 1936 auch für die süddeutschen Länder Baden, Bayern, Hessen, Sachsen, Thüringen und Württemberg eingeführt.

  2. Jetzt ist die Elbe im Landkreis Lüneburg wieder das was sie schon über Jahrzehnte einmal gewesen ist: Eine natürliche Grenze. Amt Neuhaus ist ausgegrenzt. Was hat die Politik sich vor etlichen Jahren bemüht das Amt in den Landkreis Lüneburg wieder einzugliedern. Und jetzt überlässt man das Amt Neuhaus quasi seinem Schicksal und zeitraubenden Umwegen für Pendler und Schüler/-rinnen.
    Mit Ruhm bekleckern sie sich jetzt nicht Herr Landrat. Aber wie wär’s mit einer Brücke statt einer in vielerlei Hinsicht fragwürdigen Arena nahezu ausserhalb der Stadt. Ich würde das für eine sinnvolle Idee halten. Oder entspricht das nicht ihrer Eitelkeit weil sie nicht so present wäre wie eine Arena? Es wäre keine Schwäche ein Projekt für ein anderes, sinnvolleres aufzugeben. Im Gegenteil! Es wäre ein Zeichen von Weitblick und Stärke. Man muß beides nur haben.