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Globetrotter Carsten Rennecke. Foto: A/bau

Globetrotter müssen auf Lagerfeuer verzichten

Amelinghausen. Als Weltenbummler quer durch Afrika oder entlang der Trasse der Transsibirischen Eisenbahn von Sankt Petersburg nach Wladiwostok hat Carsten Renn ecke schon viel erlebt – Sonne, Trockenheit und jede Menge ungeplante Ereignisse. Improvisieren gehört für Abenteurer wie ihn zum Programm. Ungewöhnlich ist nur, dass diese Fähigkeiten des 53-Jährigen in diesem Jahr auch in heimischen Gefilden gefordert sind: Als Organisator des am Freitag beginnenden AMR-Globetrotter-Treffens in Amelinghausen hat Rennecke derzeit mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen.

„Durch die Trockenheit und die bestehende Waldbrandgefahr herrscht für uns als Ausrichter eine sensible Lage“, sagt Rennecke. Denn die erwarteten bis zu 1000 Teilnehmer campen drei Tage lang in dem Waldgebiet rund um das Waldbad auf engstem Raum. Verpflegung vom Grill und offenes Lagerfeuer zum Erfahrungsaustausch am Abend vor den Expeditions-Reisemobilen und Off-Road-Fahrzeugen gehören für viele Beteiligte zum lieb gewonnenen Ritual. Doch darauf müssen die Abenteurer diesmal verzichten. „Jegliche Feuerstellen und offenes Feuer sind untersagt. Das ist durch den möglichen Funkenflug einfach zu gefährlich“, sagt Rennecke.

Rückmeldungen waren bislang alle positiv

Er hat „sehr gute Gespräche“ mit der Amelinghausener Verwaltung und der Feuerwehr geführt, damit das 22. Treffen überhaupt stattfinden kann. Rennecke und seine mehr als zwei Dutzend Helfer haben angesichts der besonderen Umstände entsprechende Maßnahmen ergriffen – zum Beispiel wird auf dem betonierten Parkplatz ein für alle nutzbarer, großer Holzgrill aufgestellt. „Das kann ein toller Ort für viele Gespräche werden, sodass eventuelle Wartezeiten zu verschmerzen sein sollten“, sagt Rennecke. Er hofft auf das Verständnis und die Unterstützung aller Teilnehmer. „Die bisherigen Rückmeldungen auf die Veränderungen waren bislang alle positiv.“

Im Programm für die drei Tage greift der Organisator auf Bewährtes zurück. Dazu gehören Reiseberichte aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt in der Lopautalhalle und im Klönsnackzelt sowie ein privater Fahrzeug-, Ausbau- und Ausrüstungsteile-Flohmarkt als Tauschbörse.

Neu sind in diesem Jahr einzelne Workshops – beispielsweise zum Sonnenaufgang ein Fotokursus inmitten der Lüneburger Heide oder ein Workshop zur Organisation von Langzeitreisen mit dem Auto. „Natürlich können auch interessierte Gäste gerne bei uns vorbeischauen“, sagt Rennecke. bau

Weitere Informationen zum Globetrotter-Treffen und dem Programm gibt es im Internet: www.amr-treffen.com